Schnelles Internet wird immer wichtiger. Sowohl im privaten Bereich als auch für Gewerbetreibende spielen schnelle und sichere Anbindungen schon heute eine wichtige Rolle. Und diese werden in Zukunft mit Gewissheit noch mehr an Bedeutung gewinnen. Für die unterschiedlichsten Anwendungen werden höhere Bandbreiten benötigt, die mit den bisherigen Netzen nicht möglich sind. Die Stadt Ostfildern sieht den Breitbandausbau als wichtiges Element zukunftsfähiger Stadtentwicklung und beabsichtigt deshalb, die Breitbandversorgung zu verbessern.

Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt die Stadt mehrere Wege.

 
Die Stadt ist Mitglied im Zweckverband Breitbandversorgung des Landkreises:

Die fünf Landkreise in der Region, die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region haben sich zu einer "Gigabit Region Stuttgart" zusammengeschlossen, um ihre Ausbauziele zu erreichen. Der Gemeinderat der Stadt Ostfildern hat Anfang 2019 entschieden, dem Zweckverband Breitbandversorgung des Landkreises beizutreten und an der regionalen Kooperation zum Breitbandausbau teilzunehmen.

Aufgrund dieser Kooperation hat die Deutsche Telekom in Ruit, dem Scharnhauser Park und dem größten Teil der Parksiedlung ihre Glasfasertechnik ausgebaut. Voraussetzung hierfür war, dass 1.600 Haushalte in diesen Gebieten das Angebot der Telekom angenommen und verbindlich einen Anschluss gebucht haben.

Über den Ausbau des Glasfasernetzes in Kemnat, Nellingen und Scharnhausen führt die Stadt Ostfildern aktuell Gespräche mit mehreren Telekommunikationsunternehmen.


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Glasfaserausbau in unterversorgten Gebieten

An manchen Stellen in der Stadt liegt die Breitbandversorgung noch unter 30 Mbit/sec. Daher liegt dort eine gesetzlich definierte Unterversorgung vor. Für diese Gebiete hat die Stadt Ostfildern im Februar 2021 einen Zuwendungsvertrag mit Vertretern der Firma Netcom BW unterzeichnet. Die Netcom BW verpflichtet sich darin, die sogenannten „weißen Flecken“ in der Stadt auszubauen. Da kein Telekommunikationsanbieter bereit war diese Gebiete eigenwirtschaftlich auszubauen, musste die Stadt mit großem Aufwand die formalen Voraussetzungen schaffen, um staatliche Zuschüsse gewähren zu können. Für den Ausbau wird die Stadt Ostfildern insgesamt rund 1,2 Millionen Euro investieren, wobei sie nur rund zehn Prozent der Kosten selbst tragen muss. Denn der Ausbau wird im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitband zur Hälfte vom Bund und darüber hinaus in Höhe von rund 480.000 Euro aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Im Mai 2021 folgte durch einen symbolischen Spatenstich das Startzeichen für den Ausbau in Ostfildern. Bis zur Mitte der Sommerferien wurde an mehreren Schulen die Voraussetzungen geschaffen, um diese an das leistungsfähige Datennetz anzuschließen. Im Januar 2022 konnten zunächst die Glasfaseranschlüsse für das Otto-Hahn-Gymnasium und das Heinrich-Heine-Gymnasium freigeschaltet werden. Für die Riegelhof-Realschule und die Erich Kästner- Gemeinschaftsschule werden in den nächsten Monaten schnelle Internetanschlüsse mit einer Übertragungsrate bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde freigeschaltet.

Außerdem fanden in verschiedenen Gebieten im Stadtgebiet Arbeiten statt, damit Haushalte an unterversorgten Stellen einen Glasfaseranschluss erhalten können. Voraussichtlich wird dort von Frühjahr 2023 an schnelles Internet zur Verfügung stehen. Zuvor wird in einem zweiten Bauabschnitt, der für die Bürgerschaft weniger sichtbar verlaufen wird, die aktive Technik aufgebaut und installiert. Erst dadurch wird eine Datenübertragung über die neue Infrastruktur möglich. Sobald diese Etappe erfolgreich abgeschlossen ist, kann das Breitbandnetz in Betrieb genommen werden.

Bis zum Ende der Arbeiten wurden über 30 Kilometer Glasfaserleitungen bis zu den jeweiligen Hausanschlüssen verlegt. Die Netcom BW hat sich verpflichtet, die Arbeiten innerhalb von 24 Monate abzuschließen. Rund 220 Haushalte erhalten einen direkten Breitbandzugang. Dadurch wird es möglich sein, mit bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde im Internet zu surfen.

Informationen zum Projektträger finden sich hier.  

Stand 21. März 2022


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