Ausstellung vom 7. Juli bis 17. September 2019

Ein Nachbild des Auges ist Phänomen der Überwältigung, das entstehen kann, wenn äußere Reize über das Auge die Innenwelt des Betrachters erreichen. Angesichts der Bildwelten von Thomas Heger scheint die Wahl des Titels daher nachvollziehbar und treffend, halten diese doch vielfältige Seherlebnisse bereit. Einerseits sind seine Werke abstrakt, konstruiert aus Linien, Flächen und Rasterstrukturen. Andererseits sind gegenständliche Motive und Elemente erkennbar. Abstraktion und Abbildung sind raffiniert ineinander verflochten.
Thomas Heger geht es nicht um die abbildhafte Darstellung von Gegenständen und Figuren, sondern um die ausdrucksstarke und kontrastreiche Durchdringung der verschiedenen Bildebenen.

Der Künstler inszeniert unterschiedlichste Geschichten auf der Leinwand. Nie ist der Prozess abgeschlossen, ungewöhnliche Konstellationen lassen neue Realitäten entstehen. Widersprüchlichkeiten verhindern, dass die Geschichte von vorneherein festgeschrieben ist.
Heger möchte, dass der Betrachter Bildelemente so bewusst  aufgreift, dass er imstande ist, aus den Vorbildern eigene Nachbilder zu erstellen, sie im Bewusstsein nachwirken zu lassen.


Kunst erleben! Öffentliche Führung für kunstinteressierte Erwachsene und Jugendliche:

So. 21.07.2019, 16 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der ebenfalls am So., dem 21.7., vorgestellt wird!

 

Dauer der Ausstellung: 7. Juli bis 17. September 2019
Öffnungszeiten: Di, Do 15 - 19 Uhr; Sa 10 - 12 Uhr; So 15 - 18 Uhr
An Feiertagen geschlossen.

Wenn Du eine stark farbige Fläche ungefähr 20 Sekunden betrachtest und im Anschluss auf eine weiße Wand schaust, erlaubt Dein Gehirn sich einen Scherz mit Dir. Die Fläche erscheint in einer Gegenfarbe auf der weißen Wand, als ob sie aufgemalt wäre.

Diese Scheinbilder nennt man auch Nachbilder. So heißt die Ausstellung von Thomas Heger, dessen Bilder derzeit in der Galerie zu sehen sind. Der Titel ist passend, da die Kunstwerke vielfältige Seherlebnisse bereithalten.

Es gibt farbige Flächen, Muster und Linien, aber auch Figuren und Gefäße. Dem Künstler ist es nicht wichtig, dass wir alles wiedererkennen. Er möchte uns Lust machen, aus den Anregungen der Bilder eigene Bildergeschichten zu entwickeln.