Ausstellung vom 27. September bis 10. November 2009

Die Städtische Galerie Ostfildern im Stadthaus, Scharnhauser Park zeigt unter dem Titel "Abriss (ein Abriss)" vom 27. September bis 10. November 2009 eine Ausstellung des Stuttgarter Künstlers Martin Bruno Schmid.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Papierarbeiten des Künstlers. Einerseits zeigt die Ausstellung einen "Abriss" über sein aktuelles Schaffen, andererseits gibt der Titel einen Hinweis auf Arbeitsweise des Künstlers.

Martin Bruno Schmid verwendet teilweise grobes Arbeitsgerät, das Material des Trägers verletzt, entfernt, abträgt und tiefer gelegene Schichten offen legt. Der Arbeitsprozess bleibt sichtbar. Es entstehen bei massiven Bildträgern vibrierende Kraterkonstellationen unterschiedlichster Formation und Anordnung, fragile in Auflösung befindliche Gebilde beispielsweise bei der Verwendung von Millimeterpapier. Dabei agiert der Künstler punktgenau und äußerst sensibel. Seine Spuren lassen einen reizvollen Kontrast von Rohheit einerseits und Filigranität andererseits entstehen.

Zum Finale der Ausstellung erscheint ein Katalog mit Abbildungen aus der Ausstellung. Ein Künstlergespräch ist geplant.


Vita Martin Bruno Schmid
1970 geboren
1995-2001 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Joseph Kosuth und Marianne Eigenheer, Daniele Buetti
   
1999 Akademiepreis, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
2001 Auslandsstipendium des Ministeriums für Kunst und Wissenschaft des Landes Baden-Württemberg, Arbeitsaufenthalt in Reykjavik, Island
2003 Tokyo Preliminary Residency Programme, Japan
2003 Atelierstipendium des Ministeriums für Kunst und Wissenschaft des Landes Baden-Württemberg
2005 Kunst am Bau Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg, Universitätsneubau Ulm (Gemeinschaftsprojekt mit Bernhard Kahrmann); Fertigstellung 2008
   
2002-2003 Lehrauftrag an der Universität Stuttgart, Fachbereich Architektur, Institut für Darstellen und Gestalten
Seit 2006 Künstlerischer Assistent bei Professor Andreas Opiolka, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart