Ausstellung vom 28. Januar bis 10. April 2018

Der Stuttgarter Künstler fotografiert chaotisch-kreative Kabelführungen in Asien, Südamerika und Europa. Sie stellen den Ausgangspunkt seiner Arbeit dar. Durch die bewusste und raffinierte Wahl des Bildausschnittes bzw. der Perspektive, werden die Kabelbündel zu Lineamenten mit Zeichnungscharakter und zu grafischen Strukturen in unterschiedlichen Abstraktionsgraden.

Der Albtraum schlechthin für einen Elektriker: Ein Labyrinth aus Drähten, Kabeln und Strippen, Klemmen und Ösen. Kreuz und quer zieht sich das Kabelgewirr, verzweigt sich, endet im Nichts und scheint doch irgendwie zu funktionieren.

Zunächst versucht das Auge des Betrachters dem Kabelknäuel zu folgen, diese gedanklich zu entwirren, zunehmend verliert es jedoch den Bezug zur Realität, nimmt stattdessen die Richtungsachsen der Linienführungen wahr.
Es entsteht ein komplexes Konstrukt von Raumachsen vor dem inneren Auge des Betrachters.

Potenziert wird diese Wirkung durch eine Präsentation der Arbeiten an den Wänden und auf dem Boden. Die Arbeiten können von unterschiedlichen Blickpunkten, z. B. auch durch die höher gelegenen Fenster der Galerie betrachtet werden.

Über den Künstler
Frank P. Kistner ist in Heilbronn geboren und aufgewachsen. Er studierte Film und Fotografie an der Akademie in Remscheid und hat einen Lehrauftrag für Photographie am Berufskolleg für Grafik-Design in Stuttgart und seit 2012 in Schwäbisch Gmünd. Er wohnt und arbeitet in Stuttgart und Berlin.

Er arbeitet als freiberuflicher Fotograf im eigenen Studio im "Kunstwerk" Fellbach.

Seit 2015 ist er berufenes Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPH).