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Im Jahr 2022 wird in Deutschland im Rahmen der EU-weiten Zensusrunde in zehnjährigen Intervallen wieder eine Bevölkerungs- sowie Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) durchgeführt.


Zugang zu Zensus-Meldeformular eingeschränkt

Im Rahmen des Zensus 2022 finden Befragungen von Haushalten und an Wohnheimen statt. Das für die Übermittlung der Angaben nötige IDEV-Meldeformular wird am Freitag, 16. September, von 15 bis 18 Uhr gewartet. In dieser Zeit sollten Befragte auf eine Meldung verzichten, da eine Nutzung des Zugangsportals oder auch eine Datenweiterleitung nicht sicher gewährleistet werden kann. Stattdessen sollten die Daten außerhalb des Wartungszeitraums online gemeldet werden.

Was ist der Zensus?

Der Zensus ist das aktuell größte Projekt der amtlichen Statistik und liefert wichtige Informationen über die Bevölkerung, ihre Erwerbstätigkeit und die Wohnsituation und dient damit den politischen Entscheidungsträgern als Planungsgrundlage für wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse. Der Zensus 2022 gilt damit – zuletzt nach der Volkszählung 1987 und dem Zensus 2011 – vor allem als erneute Bestandsaufnahme der Einwohnerzahl.

Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist daher eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. In erster Linie werden hierfür Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude‐ und Wohnungszählung kombiniert wird.

Wer führt den Zensus durch ?

Für den Zensus arbeiten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zusammen. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg besitzt die Federführung für die Planung der Durchführung. Vor Ort werden kommunale Erhebungsstellen eingerichtet, die die Befragungen koordinieren und zusammen mit ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten („Interviewer“) durchführen. So ist seit dem 4. Oktober 2021 die Erhebungsstelle Ostfildern eingerichtet worden. Seit Mai 2022 führen Erhebungsbeauftragte die Befragungen vor Ort durch. Sie besuchen die in der Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürger und erfassen die Daten mit einem (Online‐) Fragebogen. Vor ihrem Einsatz müssen sie sich gesetzlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und zur Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben, schriftlich verpflichten. Ein spezieller Ausweis bestätigt die Rechtmäßigkeit ihrer Arbeit. 

Wer wird befragt?

Anders als bei einer traditionellen Volkszählung, bei der alle Bürgerinnen und Bürger direkt befragt werden, stützt sich der Zensus auch im Jahr 2022 auf bereits bestehende Verwaltungsregister. In erster Linie liefern die Melderegister der Kommunen die Ausgangsdaten. In Ostfildern werden circa 8 Prozent der Einwohnerschaft in einer Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis zusätzlich direkt befragt.

Besteht eine Auskunftspflicht?

Für die ausgewählten Haushalte besteht Auskunftspflicht. Sie ist notwendig, damit die geforderte hohe Qualität und Genauigkeit der Ergebnisse erreicht werden kann. Wird die Auskunft verweigert, muss ein Verwaltungsvollstreckungsverfahren bis hin zur Zwangsgeldfestsetzung eingeleitet werden. 

Bürgerinnen und Bürger, die in Wohnheimen oder Gemeinschaftsunterkünften wohnen, sind über die Melderegister nicht vollständig zu erfassen. Deshalb wird bei allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Wohnheimen, wie zum Beispiel in Studierendenwohnheimen, eine Vollerhebung durchgeführt. In Gemeinschaftsunterkünften ist die Einrichtungsleitung stellvertretend auskunftspflichtig.

Was geschieht mit den Daten?

Die Daten werden verschlüsselt online an das Statistische Landesamt übermittelt. Der Datenschutz wird beim Zensus beachtet. Der Erhebungsbeauftragte darf die Daten ausschließlich an die Erhebnungsstelle geben.

Erklärvideos

Auf der Seite "Zensus 2022" befinden sich verschiedene Erklärvideos in unterschiedlichen Sprachen und Untertiteln.


Ansprechpartner

Leiterin der Erhebungsstelle

Stellvertretende Leiterin der Erhebungsstelle