KW06_Wahl_Baubürgermeister_Michael_Luebke_Foto_Peter Stotz

Der künftige Baubürgermeister heißt Michael Lübke. Der Gemeinderat wählte den 51-Jährigen mit überwiegender Mehrheit. Lübke folgt auf die amtierende Bürgermeisterin Monika Bader, die sich nicht wieder zur Wahl stellte.

Auf die Ausschreibung des Amts des weiteren Beigeordneten mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister waren 27 Bewerbungen eingegangen. Wie Oberbürgermeister Christof Bolay in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats berichtete, waren sechs Bewerber und Bewerberinnen zu näheren Gesprächen eingeladen worden, drei von ihnen wurden schließlich zur Wahl im Gemeinderat zugelassen. Nachdem zwei der Bewerber kurzfristig abgesagt hatten, stellte sich nur noch Michael Lübke dem Gremium vor, das ihn in geheimer Abstimmung mit einer Gegenstimme zum Bürgermeister wählte. Lübke tritt damit die Nachfolge der amtierenden Baubürgermeisterin Monika Bader an, deren Amtszeit am 31. März endet. Sie hatte sich nicht wieder zur Wahl gestellt. Lübke wird sein Amt nach derzeitigem Stand am 1. Juli antreten.

Der 51 Jahre alte Michael Lübke hat in Kaiserslautern Raum- und Umweltplanung studiert und blickt auf bislang 20 Jahre Berufserfahrung in kommunalen Verwaltungen, auch auf internationaler Ebene, zurück. So war er unter anderem auch in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, in der Mobilitäts- und Verkehrsplanung tätig. Seit zehn Jahren arbeitet Lübke bei der Stadt Oberndorf am Neckar als Amtsleiter im Fachbereich Planen, Bauen und Umweltschutz.

Wie Lübke in seiner Vorstellungsrede erklärte, wolle er einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit auf eine behutsame Stadtentwicklung legen. Dabei könne es nicht um bloßes Wachstum gehen. „In Übereinstimmung mit den Fraktionen heißt das Ziel Innenentwicklung durch Nachverdichtung, Umnutzung und Konversion. Wachstum muss mit der Infrastruktur übereinstimmen. Das grüne Band bleibt dabei ein wichtiges Element“, erklärte Lübke. Bei allen Planungen zur Zukunft der Stadt wolle er „die Ziele der Stadtentwicklung zusammen mit dem Gemeinderat umsetzen“.

Zur Stadtentwicklung gehöre für ihn auch, die Klimaziele 2040 zu erreichen und in diesem Sinn tragfähige Mobilitätskonzepte voran zu bringen, den Radverkehr zu stärken und die Rolle des motorisierten Verkehrs zu überdenken. „Der Elektroantrieb ist eine Antriebswende, aber noch nicht die Mobilitätswende“, gab er dazu zu bedenken.

Angesichts der finanziellen Situation und der Unwägbarkeiten der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung müsse freilich „mit Sorgfalt und Zurückhaltung“ abgewogen werden, wo gespart und wo investiert werden kann. Dabei könne man schnell auf den Gedanken kommen, Sanierungen aufzuschieben. „Aber ein Sanierungsstau ist nicht der richtige Weg bei Sparbemühungen.“ Neben „Teamwork und Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung“ sei die Bürgernähe ein wichtiges Kriterium für ihn. Insofern halte er „eine umfangreiche Bürgerbeteiligung, bevor Maßnahmen umgesetzt werden“, für wichtig und er versprach, „mit Enthusiasmus und Respekt zu arbeiten“.halt



08.02.2024 12:41:12