Winterzeit ist Heizzeit

Pressemitteilungen, Klimaschutz

Mit den sinkenden Temperaturen rückt für viele Bürgerinnen und Bürger die Frage nach ei-ner sicheren, effizienten und bezahlbaren Wärmeversorgung wieder stärker in den Fokus. Steigende Energiepreise, Klimaschutz und neue gesetzliche Anforderungen sorgen dabei für zusätzlichen Informationsbedarf.

Umso erfreulicher ist, dass Eigentümerinnen und Eigentümer auch weiterhin attraktive Fördermittel für die Modernisierung ihrer Heizungsanlage oder die energetische Sanierung ihres Gebäudes in Anspruch nehmen können.

Mehr Flexibilität bei Heiztechnologien

Neue gesetzliche Vorgaben schaffen zudem mehr Planungssicherheit für die zukünftige Wärmeversorgung und die anstehenden Investitionen am Gebäude.  Im Juli 2026 wurde das Gebäudemodernisierungsgesetz (amtlich GModG) verabschiedet und ersetzt das Gebäudeenergiegesetz. Mit der Neuregelung entfällt die bisherige Vorgabe, beim Einbau einer neuen Heizung einen Anteil von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien einzuhalten. Beim Heizungstausch im Gebäudebestand sind demnach wieder alle Heiztechnologien zulässig – Wärmepumpen, Fernwärme, Biomasse sowie Gas- und Ölheizungen. Bei fossilen Heizungen ist jedoch die sogenannte „Biotreppe“ zu beachten, die ab 2029 einen zunehmenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe (wie Biomethan oder Grünheizöl) vorschreibt.

Darüber hinaus gibt das EWärmeG in Baden-Württemberg vor, dass nach einem Heizungstausch in Bestandsgebäuden mindestens 15 Prozent erneuerbare Wärme genutzt oder Ersatzmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Dies gilt für alle Bestandsgebäude, die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden. Für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer empfiehlt sich daher, schon heute Weichen für die Zukunft zu stellen und Möglichkeiten der Gebäudesanierung bzw. einen Wechsel zu klimafreundlichen Heizsystemen zu prüfen.

Attraktive Förderungen

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder alternativ steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten können verschiedene energetische Sanierungsmaßnahmen, etwa der Heizungstausch, Dämmmaßnahmen oder der Austausch von Fenstern und Außentüren, finanziell unterstützt werden. Weitere Informationen bietet die Stadt Ostfildern auf der städtischen Webseite unter ostfildern.de/klima. Dort finden Bürgerinnen und Bürger auch Infos zu kostenlosen Beratungsangeboten, die helfen zu klären, wie es um die eigene Immobilie steht und welches Vorgehen sich empfiehlt.

Tag des offenen Heizungskellers

Von anderen lernen – unter diesem Motto bietet der am 21. November stattfindende „Tag des offenen Heizungskellers“ Möglichkeit zum praktischen Erfahrungsaustausch. Im Rahmen dieser Initiative öffnen in Ostfildern Hauseigentümerinnen und -eigentümer ihre Türen und stellen klimafreundliche Heizsysteme in Bestandsgebäuden vor. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit bietet die Webseite offenerheizungskeller.de.

Der Tag bietet Gelegenheit für einen praktischen Einblick, Erfahrungsaustausch und ein Kennenlernen in Ostfilderner Nachbarschaft. Interessierte, die selbst Gastgeber oder Gastgeberin werden möchten, können sich über den genannten Link anmelden. Die Anmeldung von Besichtigungsobjekten wurde bis zum 1. November empfohlen, ist aber auch danach noch möglich. Am Samstag, 7. November, 18 Uhr findet eine letzte Onlineveranstaltung zur Vorbereitung statt. Die Teilnahme ist nicht zwingend erforderlich, jedoch hilfreich. Weitere Informationen gibt unter offenerheizungskeller.de.

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