Der Fußsteg am Schlössle in Scharnhausen verbindet die nördliche und die südliche Seite der Körsch und die Geh- und Radwege, die beidseits entlang des Flüsschens verlaufen. Für Spaziergänger und Radfahrer, die von der Ortsmitte Scharnhausen her kommend in Richtung Schlössle und weiter zum Scharnhauser Park wollen, bietet sich die Querung als direkte Verbindung an. Darüber hinaus verlaufen beide Wege entlang der Körsch im Grünen und frei von motorisiertem Verkehr.
Im Rahmen einer der regelmäßigen Bauwerksprüfungen wurden im vergangenen Jahr allerdings an dem Steg gravierende bauliche Mängel und Standsicherheitsprobleme festgestellt. Die Holzkonstruktion erwies sich in großen Teilen als marode, die Verkehrssicherheit konnte deshalb nicht mehr gewährleistet werden, und so musste der Steg im April 2025 gesperrt werden.
Nach Überlegungen im Zuge der Haushaltsberatungen beschäftigte sich nun der ATU mit einem möglichen Neubau des Stegs. „Wir haben Meldungen aus der Bevölkerung, dass die Brücke eine wichtige Verbindung darstellt“, sagte Bürgermeister Michael Lübke. Der Steg sei zwar „nicht zwingend notwendig“, da alternative Wege nur unwesentlich länger seien. Allerdings erhöhe die Brücke das Naturerlebnis und somit die Qualität des Wegs erheblich. „Es handelt sich damit um eine wünschenswerte Wegverbindung“, sagte Lübke.
Für einen Neubau komme laut Lübke am ehesten eine Aluminium-Konstruktion in Betracht, wobei mit Gesamtkosten von etwa 260.000 Euro zu rechnen sei. Ein Ersatzbau aus Holz würde erheblich teurer werden.
Das Gremium unterstützte die Überlegungen zur Bedeutung der Wegverbindung und damit zum Neubau des Stegs über die Körsch einhellig. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planungen für eine neue Brücke fortzuführen und die Details auszuarbeiten. Auf eine Anregung aus dem Ausschuss hin will sich die Verwaltung auch mit einer Kostenobergrenze für das Projekt beschäftigen. „Momentan haben wir nur einen Planungsauftrag, noch keinen Baubeschluss. Über einen Finanzdeckel bei der Umsetzung können wir auf jeden Fall noch reden“, versicherte Lübke.