Stadtchronik

Die Stadtchronik von Ostfildern dokumentiert die Entwicklung unserer Stadt und ihrer Stadtteile seit der Gemeindereform im Jahr 1975. Sie bietet einen Überblick über Ereignisse, Veränderungen und Besonderheiten, die Ostfildern geprägt haben.

Auf dieser Internetseite finden Sie eine gekürzte Fassung der Stadtchronik. Eine  ausführlichere Version können Sie über den folgenden Link herunterladen: 

Stadtchronik 1992-2025 (PDF-Datei)

1975

  • 1. Januar: Die Gemeinde Ostfildern geht in Folge der Gemeindereform aus den Gemeinden Kemnat, Nellingen, Ruit und Scharnhausen hervor. Amtsverweser ist Landrat a. D. Richard Schall. Der Gemeinderat besteht aus den 60 Mitgliedern der bisherigen Mitglieder.
  • 20. April: Gemeinderatswahlen (unechte Teilortswahl): FUW 33,03 Prozent (10 Sitze), CDU/PWV 34,42 Prozent (12 Sitze), SPD 32,55 Prozent (10 Sitze).
  • 25. Mai: Das Bürgerhaus Ruit wird eingeweiht
  • 27. Mai: Der Kindergarten bei der Grundschule in Scharnhausen wird eingeweiht.
  • 8. Juni: Gerhard Koch wird mit 69,23 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen zum Bürgermeister der Gemeinde Ostfildern gewählt.
  • 28. Juni: Die Sportanlagen "Talwiesen" in Ruit werden eröffnet
  • 22. August: Gerhard Koch wird für sein Amt als Bürgermeister verpflichtet.
  • 24. August: Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses in Nellingen
  • 17. Dezember: Die beiden Beigeordneten Herbert Rösch und Gustav Bylow werden vom Gemeinderat gewählt.

1976

  • 1. Januar: Die Gemeinde Ostfildern wird zur Stadt erhoben.
  • Das neue Feuerwehrhaus im Nellinger Schul- und Sportzentrum wird fertiggestellt.
  • Fertigstellung Heinrich-Heine-Gymnasium in Nellingen.
  • Die Stadt Ostfildern wird Trägerin der örtlichen Musikschule, die in Nellingen seit 1968 als Außenstelle des Vereins "Jugendmusikschule Plochingen e.V." geführt wurde.
  • Mai: Erster Spatenstich für die neue Sammelkläranlage
  • 18. Juni: Beginn des ersten, viertägigen Stadtfestes in Ostfildern unter dem Motto "Lernen Sie Ihre Nachbarn kennen, besuchen Sie die anderen Stadtteile".
  • 1. Juli: Ostfildern wird Große Kreisstadt. Damit gehen etliche Aufgaben vom Landratsamt an die Stadt über. Damit wird die dezentrale Verwaltung in den vier Rathäusern der Stadtteile in ihrer heutigen Form verwirklicht. Um die Bürgernähe im Stadtteil zu gewährleisten, sind dort Bezirksverwaltungen eingerichtet. 
  • 4. August: Auf einer Sondersitzung fordert der Gemeinderat: Keinen weiteren Ausbau des Stuttgarter Flughafens, dafür jedoch Grunderneuerung der Start- und Landebahn ohne Zeitverlust.
  • 1. September: Die Technische Akademie Esslingen nimmt den Lehrbetrieb in ihrem neuen Gebäude in Ostfildern-Nellingen auf. 
  • Dezember: Als Symbol für die Stadtwerdung wird im Stadtteil Nellingen (Schulzentrum) eine "Dorflinde" gepflanzt.
  • 22. Dezember: Regierungspräsident Roemer verleiht das neue Ostfilderner Stadtwappen.

1977

  • Februar: Der neue Innerorts-Busverkehr geht in Betrieb. Vor allem Kemnat wird dadurch besser angebunden.

  • 19. März: Als "Symbol der Stadtwerdung" wird auch in Kemnat eine "Dorflinde" gepflanzt.
  • Mai: Der Gemeinderat beschließt die Einrichtung einer Zentralbücherei mit zirka 28.000 Medien im Nellinger Schulzentrum.
  • Juli: Das Nellinger "Barackenlager" bei der "Neuen Wiese"/ Wettenhardtstraße wird abgerissen. Damit sind weitere "Zeugen der Not und des Elends" der Nachkriegsjahre beseitigt.

  • September: Das Heinrich-Heine-Gymnasium, das zweite Gymnasium des Gymnasialen Schulverbands Ostfilder, wird 13 Monate nach der Aufnahme des Unterrichts offiziell eingeweiht.

  • Das Paracelsus-Krankenhaus, das seit dem Jahr 1969 besteht, wird Lehrkrankenhaus
  • Die Städtische Galerie beginnt mit ihrer ersten Ausstellung im Rathaus Ruit

  • Oktober: Der Gemeinderat verabschiedet die endgültige Fassung der Stadtentwicklungsplanung mit Leitlinien zu Landschaft, Bevölkerung, Wirtschaft und Versorgung.

  • Dezember: Der Gemeinderat hat die Trasse "E" der Ostumgehung Nellingen beschlossen. Die Stadtverwaltung soll nun beim RP darauf hinwirken, die Straße zügig im Bereich dieser Trasse zu planen.

1978

  • In insgesamt fünf Bürgerversammlungen praktiziert die Stadtverwaltung Bürgernähe.
    Februar: Mit Gebäudeabbrüchen rund um die "Rose" wird die Ortskernsanierung Scharnhausen eingeleitet.
  • Erster Spatenstich für die zweite Sporthalle im Nellinger Schulzentrum.

  • 26. Februar: Die neu eingerichtete Stadtbücherei im Nellinger Schulzentrum wird eröffnet.

  • 28. Februar: Die Straßenbahn END stellt ihren Betrieb ein.

  • März: Richtfest bei der Tennishalle Kemnat.

  • Die Stadtverwaltung legt ihre erste Kulturkonzeption vor: Die Kulturarbeit in Ostfildern soll ein weiteres Mittel zur "Stadtwerdung" und zur Integration der Stadtteile darstellen.

  • 1. Juli: Die Sozialstation als Koordinierungsstelle nimmt ihre Arbeit auf. Trägerin ist die evangelische Kirchengemeinde Ruit.
  • Juli: Beginn der Renovierungsarbeiten am alten Rathaus Kemnat. Es wird zum Bürgerhaus umgebaut.

  • August: Die ausgebaute Straße K 1217 zwischen Kemnat und der Straße Scharnhausen/Plieningen wird freigegeben.

  • Die Regenüberlaufbecken bei der neuen Kläranlage Nellingen, bei der Sport- und Jugendleiterschule und in Kemnat sind fertiggestellt. In der Parksiedlung und in Ruit wird noch daran gebaut.

  • 1. September: Der Filder-Notarztwagen ist im Einsatz.

  • 9. September: Die Verschwisterungsurkunde mit Montluel wird in Ostfildern unterzeichnet. Der "erste Akt" der Jumelage wurde bereits im Mai 1978 in Montluel gefeiert (Kontakte mit Scharnhausen/Ostfildern seit 1974).

  • November: Die Sporthalle II im Nellinger Schulzentrum wird fertiggestellt.

1979

  • Januar: Die Stadt Ostfildern führt den Familienpass für kinderreiche Familien ein. Damit wird der Eintritt zu städtischen Einrichtungen und Veranstaltungen ermäßigt.

  • 8. März: Mit einem Festakt begeht Ostfildern das 750jährige Jubiläum von Kemnat.

  • Mai: Die ersten Maßnahmen zur Umgestaltung des Klosterhofs in Nellingen werden eingeleitet. Zunächst soll das Alte Pfarrhaus renoviert werden. 

  • 24. Juni: Die neue Sammelkläranlage im Körschtal bei Nellingen wird dem Betrieb übergeben.

  • Juli: Das RP hat die Ostumgehung Nellingen beschlossen. Mit dem Baubeginn wird 1983 gerechnet.

  • August: Baubeginn der Erweiterung der Ruiter Justinus-Kerner-Schule. Es werden zwei neue Klassenzimmer im Pavillon-Stil erstellt.

  • September: Die VHS Ostfildern stellt ihr erstes Programm vor und nimmt ihren Betrieb auf.

  • November: Der Gemeinderat beschließt, das "Alte Schulhaus" in Scharnhausen zu einer Bürgerbegegnungsstätte umzubauen.

1980

  • Ostfildern erreicht beim Landeswettbewerb 1980 "Wohnen am Stadtrand" eine Auszeichnung als Landessieger. Ausgezeichnet wird das Baugebiet "Brunnenwiese" in Nellingen.
  • Mai: Beginn des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Scharnhausen.
  • Mai/Juni: Beginn der Umgestaltung/des Ausbaus der Hindenburgstraße, Esslinger- und 
    Denkendorfer Straße in Nellingen.
  • Juni: Die Erweiterungspavillons der Justinus-Kerner-Schule in Ruit werden eingeweiht.
  • 22. Juni: Gemeinderatswahl: FUW 26,37 Prozent, SPD 30,54 Prozent, CDU 35,80 Prozent, Die Grünen 4,38 Prozent, FDP/DVP 2,89 Prozent.
  • 1. Juli: Die Stadt Ostfildern übernimmt mit der Sozialhilfe und der Unterhaltssicherung weitere Aufgaben aus dem Sozialbereich vom Landratsamt Esslingen.
  • Oktober: Die VHS und die Musikschule beziehen ihr eigenes Domizil in der Olgastraße 12.

1981

  • März: Der Erweiterungsbau der GARP in Ruit wird eingeweiht.
  • Die Mensa der Nellinger Gymnasien nimmt ihren Betrieb auf.
  • Mai 1981: Die Handballer des TSV Scharnhausen sind in die Regionalliga aufgestiegen.
  • Der Gemeinderat beschließt, im "Zinsholz" unterhalb der Sport- und Jugendleiterschule eine Jugendbegegnungsstätte einzurichten.
  • Die Samariterstiftung Nürtingen erklärt sich zur Betriebsträgerschaft des geplanten Altenheimes in Ruit bereit.
  • Juni: Die Arbeiten an der Umgestaltung des Scharnhauser Ortskerns sind weitgehend abgeschlossen.
  • Juli: Erster Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus Scharnhausen.
  • Ostfildern erhält einen zweiten Preis beim Kreiswettbewerb "Unsere Gemeinde soll schöner werden".
  • August: Der Radweg zwischen Nellingen und der Parksiedlung wird fertiggestellt. 
  • September: Der 1. Abschnitt des Ausbaus der Hindenburgstraße in Nellingen ist fertiggestellt.
  • Der Musikverein Ruit tritt beim Stadtfest 1981 erstmals offiziell als „Stadtkapelle“  auf.
  • 26. September: Das neu renovierte Bürgerbegegnungsstätte "Altes Schulhaus" in Scharnhausen wird eingeweiht. Hier finden zukünftig verschiedene Vereine und Gruppen einen Raum, wie zum Beispiel die VHS, Musikschule und Altentreff.
  • November: Mit der Eröffnung des Altentreffs Scharnhausen im "Alten Schulhaus" verfügen alle vier Stadtteile Ostfilderns über Altentreffs. 

1982

  • Februar: Beschluss, zur Erweiterung des Gewerbegebiets in Nellingen den Bebauungsplan "Schwarze Breite II" aufzustellen.
  • 3. Mai: Erster Spatenstich für den Bau des Alten- und Pflegeheimes im Stadtteil Ruit.
  • Mai: Die Erweiterungsarbeiten an der Kläranlage Parksiedlung sind abgeschlossen.
  • Juni: Der 2. Bauabschnitt der Hindenburgstraße ist fertiggestellt.
  • 2. Oktober: Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Scharnhausen.
  • Oktober: Grundsteinlegung für das Filder-Hotel beim Nellinger Schulzentrum.

1983

  • Das "Filderhotel" im Nellinger Schul- und Sportzentrum wird fertiggestellt.
  • Die Erich Kästner-Grundschule wird fertiggestellt.
  • März: Der Vertrag über die Betriebsträgerschaft des Alten- und Pflegeheims in Ruit wird unterzeichnet. Die Samariterstiftung stellt gleichzeitig die neue Leiterin des Heimes vor.
  • April: Baubeginn an den Sportanlagen West in Nellingen.
  • 5. Juni: Oberbürgermeister Gerhard Koch wird mit 90,75 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.
  • 18. Juni: Scharnhausen feiert vom 18. bis 20. Juni sein 700jähriges Jubiläum.
  • Juli: Das Wasserwerk der Stadt Ostfildern nimmt seinen Betrieb in den neuen Räumen Birkacher Straße 6 in Kemnat auf.
  • 17. September: Ostfildern feiert seine umgestaltete Hindenburgstraße in Nellingen mit einem Straßenfest.
  • September: Erster Spatenstich für die neue Sporthalle beim Hallenbad Ruit.
  • Oktober: Grundsatzbeschluss des Gemeinderats für den Bau eines Bürgerhauses auf dem Nellinger END-Gelände.
  • November: Einweihung des Anbaus an der Realschule Nellingen.
  • Dezember: Die Bürgermeister Rösch und Bylow werden mit klarer Mehrheit vom Gemeinderat wiedergewählt.

1984

  • Für die Überbauung des END-Geländes in Nellingen wird ein städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgeschrieben.
  • Mit der Gestaltung des Wetteplatzes erfährt die Ortskernsanierung in Nellingen ihre Abrundung.
  • 1. Januar: Der Landkreis Esslingen übernimmt die Abfallbeseitigung.
  • Mai: Es fahren täglich über 81.000 Fahrzeuge durch die sechs Hauptstraßen Nellingens.
  • 7. September: Das Alten- und Pflegeheim Samariterstift in Ruit wird offiziell eingeweiht.
  • September: Die Renovierung des "Amortempelchens" beim Scharnhauser Schlössle ist abgeschlossen.
  • 28. Oktober: Gemeinderatswahlen: Die CDU erreicht 35,3 Prozent, die FUW 27,3 Prozent, die SPD 26,4 Prozent, Die Grünen 10,7 Prozent und die DKP 0,3 Prozent.

1985

  • Die Stadt erwirbt das Gebäude Klosterhof 12 (Alte Propstei).
  • Der Anlagensee im Nellinger Schul- und Sportzentrum (begonnen 1983) wird fertiggestellt.
  • 19. Januar: Einweihung der Sporthalle beim Hallenbad Ruit. Sie ist die fünfte Großsporthalle in Ostfildern mit internationalen Maßen.
  • Juli: 38 Vorschläge zur Überbauung des END-Geländes in Nellingen sind zu besichtigen. Die Jury wählt einen Entwurf der Architektengruppe ASPLAN Stuttgart als 1. Preis.
  • 6. September: Im Samariterstift findet erstmals ein Benefizessen statt. Laienköche, die eine besondere Beziehung zum Altenheim haben, bereiten die Speisen zu. Erst ein Jahr später (1986) wird mit der Tradition begonnen, dass Restaurantköche aus Ostfildern in der Küche stehen.
  • 6. Juli: Das neue Stadion des Turnverein Nellingen (TVN) im Nellinger Zentrum wird seiner Bestimmung übergeben.

1986

  • 9. Oktober: Erster Spatenstich für das Bürgerhaus auf dem END-Gelände in Nellingen. Mit 35 Millionen Mark ist es das größte Bauprojekt seit Bestehen der Stadt Ostfildern.
  • November: Wiedereröffnung der Festhalle Kemnat nach 10-monatiger Renovierung. Es wurden 1,5 Millionen Mark für die Baumaßnahmen aufgewendet.

1987

  • Die Ortskernsanierung Nellingen ist bis auf die Neugestaltung des Klosterhofes abgeschlossen. Für die Neugestaltung des Klosterhofes wird ein Ideenwettbewerb durchgeführt.
  • Für den Stadtteil Ruit wird ein Rahmenplan für die Ortskernsanierung erarbeitet und ein Sanierungsgebiet ausgewiesen.
  • Das Jugendhaus im Zinsholz wird erweitert.
  • Die Stadt erweitert kontinuierlich ihre sozialen Dienste für die ambulante Altenpflege. Der Bau von 18 Altenwohnungen im END-Gelände Nellingen ist ein Teil dieser Konzeption.
  • Der Gemeinderat stimmt der Aufnahme partnerschaftlicher Beziehungen zu der Stadt Poltawa in der UDSSR zu. Beteiligt sind auch die Städte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen.
  • Die Filderharmonie, das Sinfonieorchester der Stadt Ostfildern, wird gegründet.
  • April: Die Waldheimhalle in Ruit wird nach zirka einjähriger Bauzeit wieder eröffnet. Aus der alten Mehrzweckhalle ist eine anspruchsvolle Festhalle geworden.
  • 30. September: Bekanntgabe des Planfeststellungsbeschlusses für den Flughafenausbau durch das Regierungspräsidium. Die Stadt Ostfildern legt Rechtsmittel dagegen ein.

1988

  • Das Projekt "Mobile Jugendarbeit Parksiedlung" beginnt. Die Parksiedlung wird durch die Einrichtung eines Treffpunktes aufgewertet.
  • Entstehung freundschaftlicher Kontakte zur italienischen Stadt Mirandola.
  • 25. März: Fertigstellung der Erweiterung des Jugendhauses im Zinsholz.
  • Juni: Der Obst- und Naturlehrpfad Ostfildern wird eingeweiht. 
  • 2. September: Eröffnung des neugestalteten Jugendhauses im Zinsholz.
  • Herbst: Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages in Poltawa.

1989

  • Das neue Vereinsheim des Turnvereins Nellingen (TVN) im Nellinger Schul- und Sportzentrum wird fertiggestellt.
  • In Ruit werden ein Regenüberlaufbecken und eine neuer Kanal gebaut. Die Stadt investiert 1,3 Millionen Mark in den Gewässerschutz.
  • 13. Januar: Die "Alte Propstei" im Klosterhof kann im Rahmen eines Tags der offenen Tür besichtigt werden. Nach langwieriger Renovierung beherbergt das Gebäude nun einen Teil der Stadtverwaltung.
  • Februar: Die Sanierung des Ruiter Ortskerns ist angelaufen. Die Stadtverwaltung legt die Gestaltungskonzeption für die Hedelfinger Straße vor.
  • April: Das Hallenbad Nellingen wird wegen Renovierungsarbeiten bis August 1989 geschlossen.
  • Juni: Der Verwaltungsgerichtshof lehnt die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss Flughafenausbau ab und lässt keine Revision zu. Geklagt hatte unter anderen die Stadt Ostfildern.
  • 1. Oktober: Das Heizwerk der US-Kaserne Nellingen Barracks wird von Kohle auf Erdgas umgestellt. Damit werden jährlich 646 Tonnen weniger Luftschadstoffe freigesetzt.
  • 22. Oktober: Gemeinderatswahl: FUW 34,7 Prozent, CDU 28,2 Prozent, SPD 26,7 Prozent, Die Grünen 7,7 Prozent, Bürgerliste 2,7 Prozent.
  • November: Der "Treffpunkt an der Halle" für ältere Menschen nimmt seine Arbeit auf. Die Begegnungsstätte verfügt auch über einen Mittagstisch.
  • Dezember: Das Areal "An der Halle" auf dem ehemaligen END-Gelände in Nellingen wird eingeweiht. Damit hat auch das örtliche Konzert-, Kultur- und Theaterprogramm einen neuen Aufführungsort. Die Baukosten betragen 35 Millionen DM (= 17,5 Millionen Euro).

1990

  • Die US-Streitkräfte erklären, den Militärstandort Nellingen Barracks mittelfristig aufzugeben.
  • Wiedereröffnung der Stadthalle Nellingen nach einer grundlegenden Renovierung.
  • Eröffnung der Stadtbücherei-Zweigstelle Scharnhausen im Gebäude Ruiter Straße 20.
  • Die Erich Kästner-Schule in Nellingen erhält einen Erweiterungsbau.
  • Ostfildern erhält mehrere Umweltpreise.
  • In Kemnat wird mit dem Bau betreuter Altenwohnungen begonnen.
  • 18. Juli: Eröffnung des Treffpunkt für Ältere in Scharnhausen, Ruiter Straße 20.
  • Bezug der 12 betreuten Altenwohnungen in Scharnhausen.

1991

  • 1. Januar: Die END-Buslinien sind in den VVS integriert. Damit ist ein kundenfreundlicher Gemeinschaftstarif gewährleistet.
  • 6. September: Oberbürgermeister Gerhard Koch wird mit 79,5 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen in seinem Amt als Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern bestätigt.

1992

  • 12. Januar: In den Nellinger Barracks findet der letzter Neujahrsempfang statt.
  • 27. Januar: Es werden erste Pläne der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) bekannt, die Stadtbahnstrecke über Heumaden hinaus bis Nellingen zu verlängern. Derzeitiger Plan ist es, das Projekt 1998 einzuweihen. Es wird mit Kosten in Höhe von 120 bis 200 Millionen DM gerechnet.
  • 1. Februar: Die Gesellschaft für Mobile Jugendarbeit Ostfildern (MOB) nimmt ihre Arbeit auf.
  • 26. Februar: Bürgermeister Herbert Rösch und der neue Baubürgermeister Jürgen Fahrlaender werden vor dem Gemeinderat für ihre neue Wahlperiode vereidigt. Fahrlaender war bereits von 1977 bis 1981 im Stadtplanungsamt Ostfildern beschäftigt, zuletzt als dessen Leiter.
  • 1. April: Der städtebauliche Ideenwettbewerb "Scharnhauser Park" ist bundesweit ausgelobt. Es geht um die Überbauung von 141,23 Hektar Kasernengelände mit 3.000 Wohneinheiten für 9.000 Menschen. 
  • 22. April: Bürgermeister Herbert Rösch und Bürgermeisterin Irene Nizborska aus Bierawa, Polen unterzeichnen eine Freundschaftsvereinbarung. Die Freundschaft zwischen Ostfildern und dem 10.000-Einwohner-Ort im Odertal, der zu 80 Prozent eine deutschstämmige Einwohnerschaft hat, soll einem "spannungsfreien und friedlichen Zusammenleben" dienen. Verschiedene Hilfsprojekte sind bereits angelaufen. 
  • 4. Mai: Die US-Armee kündigt die Auflösung einer weiteren in Nellingen stationierten Einheit zum Jahresende 1992 an. Es handelt sich um eine Gebietsunterstützungsgruppe.
  • 10. Juni: "Platzverführung", das Skulpturenprojekt der KulturRegion Stuttgart, wird mit einer internationalen Pressekonferenz in Ostfildern eröffnet. Die für Ostfildern vorgesehenen Skulpturen des minimal-art-Künstlers Sol LeWitt aus New York sind bereits installiert.
  • 8. Juli: Jugendliche aus der Neonazi-Szene überfallen in ein Arbeiterwohnheim in Kemnat zwei schlafende Gastarbeiter. Der 55-jährige Sadri Berisha, Albaner aus dem Kosovo, stirbt noch am Tatort. Ein weiterer Gastarbeiter wird mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die brutale Tat beschäftigt in den folgenden Tagen und Wochen die Stadt und die Presse. 
  • 25. September: Im Nellinger Theater "An der Halle" hat die neue Veranstaltungsreihe "Nachtstudio" Premiere.
  • 9. Dezember: Der Bund hat die endgültige Zusage für die Nutzung der "Nellingen Barracks" als Athletendorf für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1993 gegeben.

1993 

  • 21. Januar: Im Nellinger Bürgerzentrum "An der Halle" wird von den Oberbürgermeistern der drei Städte Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen und Ostfildern das Partnerschaftsprogramm mit Poltawa unterzeichnet. 
  • 9. März: Das Körschtalviadukt bei Nellingen, das Herzstück der Nellinger Ostumgehung, ist im Rohbau fertiggestellt. Die Brücke hat die andere Talseite erreicht. Seit Juni 1992 lief das Taktschiebeverfahren, bei dem insgesamt 6800 Kubikmeter Beton, 440 Tonnen Spannstahl und 660 Tonnen Betonstahl verarbeitet wurden. Die sich nun anschließenden Arbeiten (Belag, Geländer etc.) werden sich noch bis Frühjahr 1994 andauern. Danach soll mit dem Straßenbau begonnen werden. Ende 1995 soll die Ostumgehung befahrbar sein und mit einem Verkehrsaufkommen von 16.500 bis 22.500 Fahrzeugen pro Tag zu einer Entlastung des innerörtlichen Verkehrs führen.
  • 6. April: Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) gibt für die Verlängerung der Stadtbahn von Heumaden nach Nellingen grünes Licht. Die Fahrdauer von Nellingen nach Stuttgart wird durch die Stadtbahn halbiert werden. Man rechnet mit 10.000 Fahrgästen täglich. 
  • 3. Mai: Der Ostfilderner Gemeinderat beschließt über das zukünftige städtebauliche Konzept des Scharnhauser Park. Nach ausführlicher Diskussion ergibt sich eine große Mehrheit für den Entwurf des Stuttgarter Planer-Duos Alban Janson und Sophie Wolfrum. Diese Gemeinderatssitzung gilt als das Gründungsdatum des Stadtteils Scharnhauser Park. Es wird bekannt, dass das Siedlungsprojekt in das Landessanierungsprogramm aufgenommen ist und die Stadt Ostfildern damit für Grund- und Gebäudeerwerb sowie für Erschließungsmaßnahmen 18 Millionen DM des Landes als Sondermittel erhalten wird. 
  • 13. Mai: Im Prozess um den Mord an Sadri Berisha in Kemnat wird das Urteil gefällt: Der Hauptangeklagte erhält eine lebenslange Freiheitsstrafe, sechs weitere Angeklagte werden zu Freiheits- und Jugendstrafen zwischen neun Jahren und sechs Monaten verurteilt. 
  • 22. Juni: Die Polizeireitanlage im Mittleren Körschtal bei Kemnat wird offiziell eingeweiht. Die 8,5 Millionen DM teure Anlage beherbergt zukünftig 30 Polizeipferde und 55 ständige Bedienstete. Ein knappes halbes Jahr später bezieht die Reiterstaffel der Stuttgarter Polizei ihr neues Domizil in Kemnat. 
  • 7. August: In der „Housing Area“ der ehemaligen „Nellingen Barracks“ wird das Athletendorf der Leichtathletikweltmeisterschaft 1993 offiziell eröffnet. Die circa 450 Wohnungen sind für die Sportler aus aller Welt eingerichtet worden. 
  • 10. Dezember: Der Gemeinderat Ostfilderns hat das zukünftige Verkehrskonzept der Stadt beschlossen. Mit der Stadtbahnverlängerung bis Nellingen und Ortsumfahrungen sollen die Ortskerne entlastet werden.

1994

  • 9. Februar: Das Bundesbauministerium hat die Aufsiedlung des Scharnhauser Parks in das Forschungsprogramm "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" aufgenommen. Damit werden 600.000 DM nach Ostfildern fließen.
  • 4. März: Der Technische Ausschuss des Gemeinderates hat die Vermessungsarbeiten für den Bau der Stadtbahn bis Nellingen vergeben. Damit wird die Grundlage für das förmliche Planfeststellungsverfahren geschaffen.
  • 8. April: Die Bauarbeiten an der Nellinger Ostumfahrung gegen zügig voran und liegen im Zeitplan. Derzeit werden die Feldwegbrücken errichtet. Im Herbst 1995 soll die Straße fertiggestellt sein.
  • 5. Mai: Am Europatag findet in der ehemaligen "Housing Area" im Scharnhauser Park die Straßenbenennung von sechs Straßen: Montluelweg, Mirandolaweg, Bierawaweg, Poltawaweg, Hohenemsweg und Reinachweg. statt. Namenspaten sind die Partnerstädte Ostfilderns. 
  • 5. Mai: Das Wirtschaftsministerium hat 4,8 Millionen DM zur Förderung der Vorhaben der Stadt Ostfildern im Scharnhauser Park freigegeben. Das Geld kommt aus dem Landesprogramm zur Förderung der städtebaulichen Entwicklung 1994. 
  • 7. Juli: Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU) teilt bei seinem Besuch im ehemaligen Kasernengelände in Nellingen mit, dass nun auch der Bund sein 2prinzipielles Okay“ für die Verlängerung der Stadtbahn nach Nellingen gibt und das Projekt fördern wird. Damit wird das Stadtbahnprojekt in das Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz aufgenommen, wonach der Bund bis zu 60 Prozent der geschätzten 190 Millionen DM Bausumme übernehmen wird. 
  • 20. Juli: Erstmals werden die kalkulierten Kosten der Aufsiedlung Scharnhauser Park öffentlich genannt: 320 Millionen DM veranschlagt die Stadt Ostfildern für die Baumaßnahmen bis ins Jahr 2008. Der Grunderwerb des Geländes soll mit 94 Millionen DM zu Buche schlagen. 101 Millionen DM sind für Straßen und Stadtbahn vorgesehen, die öffentlichen Einrichtungen sollen 54 Millionen DM kosten und für Modernisierungsmaßnahmen sollen 21 Millionen DM ausgegeben werden. Ostfildern rechnet mit Erlösen aus den Grundstücksverkäufen in Höhe von ca. 250 Millionen Mark.
  • 28. Juli: Ostfildern hat die 30.000-Einwohner-Grenze übersprungen. 30.000ster Einwohner ist das Zwillingskind Kevin, dessen Eltern unlängst in eine der früheren Offizierswohnungen im Scharnhauser Park eingezogen sind. 
  • 13. Oktober: Mit der notariellen Beurkundung des Kaufvertrages mit der Bundesrepublik Deutschland ist die Stadt Ostfildern Eigentümerin der ehemaligen bundeseigenen Flächen im Scharnhauser Park. Der Kaufpreis für das 62,8 Hektar große Gelände beträgt 16 Millionen Mark. 
  • 10. Dezember: Die öffentliche Kompostieranlage in Ostfildern geht in Betrieb. Sie befindet sich an der Kreuzbrunnenstraße zwischen Nellingen und Scharnhausen. Die Bürger können nun kostenlos verholzte Grünabfälle wie Heckenschnittgut oder Reisig abgeben.

1995

  • 3. Februar: Landrat Dr. Hans Peter Braun eröffnete in Ostfildern-Nellingen das kreisweite Biotonnen-Zeitalter. In den kommenden Monaten sollen 70.000 bis 80.000 braune Bio-Abfalltonnen an die Haushalte verteilt werden. Das restliche Drittel aller Haushalte wird selbst kompostieren.
  • 13. März: Im Scharnhauser Park beginnt das neugeschaffene Bürgeramt der Stadtverwaltung mit seiner Arbeit. Das Bürgeramt ist konzentrierte Anlaufstelle für eine Vielzahl von häufig genutzten Dienstleistungen der Stadtverwaltung. 
  • 14. Juni: Der Gemeinderat Ostfildern entscheidet über die Trassenführung der Stadtbahn über Ruit und den Scharnhauser Park nach Nellingen.
  • 3. Juli: Die Beratungsstelle für misshandelte Frauen nimmt ihre Arbeit auf. Ostfildern unterstützt die Beratungsstelle durch einen Personalkostenzuschuss von 5.000 DM. 90 Prozent der Kosten trägt das Arbeitsamt im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Die Beratungsstelle wird vom Verein "Frauen helfen Frauen Filder" betrieben.
  • 24. Juli: Der Kreistag Esslingen hat beschlossen, sich an der Finanzierung der Stuttgarter Stadtbahn nach Nellingen zu beteiligen. Der Landkreis Esslingen wird sich mit rund 19,4 Millionen DM an den Kosten beteiligen. Für die Fahrzeuge steuert der Landkreis weitere fünf Millionen DM bei.
  • 2. September: Oberbürgermeister Gerhard Koch konnte den 20. Jahrestag seiner Amtseinsetzung als Stadtoberhaupt Ostfilderns feiern. Er nahm am 22. August 1975 offiziell seine Tätigkeit als Bürgermeister der neuen Stadt auf. Bürgermeister Jürgen Fahrlaender resümierte in seiner Rede, die Entstehung der Stadt Ostfildern sei eine "schwierige Geburt" gewesen. Dennoch sei aus dem "Mädchen Ostfildern" etwas geworden: Charakter und Formen stimmten. Daran habe OB Koch entscheidenden Anteil.
  • 6. September: Die Nellinger Ostumgehung mit dem Körschtalviadukt wird eingeweiht. Man hofft, dass bis zu 75 Prozent der bisher täglich 25.000 Fahrzeuge der Nellinger Ortsdurchfahrtsstraßen auf die neue, rund 52 Millionen DM teure Trasse ausweichen werden.
  • 4. Oktober: Die nach Osten verlängerte Start- und Landepiste des Flughafens Echterdingen geht in Betrieb. Damit steigt die Lärmbelastung für Scharnhausen und Nellingen, denn die Flugzeuge fliegen hier nun tiefer als zuvor.
  • 5. Oktober: Das Gradmannhaus in Ostfildern-Ruit wird eingeweiht. Es bietet Seniorenwohnungen, Tagespflegeplätze und einen Treffpunkt für Ältere. Damit ist die letzte Baumaßnahme des 1989 vom Gemeinderat verabschiedeten Altenhilfekonzeptes verwirklicht. Die Gesamtkosten des Gradmannhauses neben dem Samariterstift belaufen sich auf rund 14,5 Millionen Mark.
  • 10. Oktober: In Scharnhausen findet der erste Baggerbiss für die Westumfahrung statt. Die rund 1.000 Meter lange Straße soll im Oktober 1996 fertiggestellt sein und dann eine Verkehrsentlastung für Plieningen und Scharnhausen bringen.
  • 22. Oktober: Anlässlich der Nellinger Kirbe wird die Hindenburgstraße für den Verkehr gesperrt. Tausende begeisterter Menschen drängten sich durch die kurzfristige Fußgängerzone beim geschäftsoffenen Sonntag.
  • 13. Dezember: Die derzeit acht Standorte des städtischen Bauhofs sollen zukünftig in einem Hangar der ehemaligen US-Kaserne zusammengefasst werden. Die hierbei entstehenden Kosten von rund 2,4 Millionen DM sollen durch Grundstücksverkäufe der bisherigen Standorte finanziert werden.

1996

  • 23. Januar: Die Städte und Gemeinden Ostfildern, Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Neuhausen und Denkendorf vereinbaren, einen Kommunalen Arbeitskreis Filder zu gründen. Damit wollen die Kommunen ihre Planungen stärker abstimmen und gegenüber dem Verband Region Stuttgart mit einer Stimme sprechen.
  • 12. März: Die seit rund einem halben Jahr eröffnete Ostumfahrung Nellingen ist mit rund 23.000 Fahrzeugen täglich bereits voll ausgelastet. Sie erspart dem Nellinger Ortskern bis zu 80 Prozent an Autoverkehr.
  • 4. April: Nach neunmonatiger Umbauzeit fand im Ruiter Samariterstift eine Feier statt. Nach Investitionen von rund zwei Millionen DM sind neue Pflegezimmer geschaffen und der Aufenthaltsbereich vergrößert worden. Das Heim, das der Gradmannstiftung gehört, verfügt nun über 100 Pflegeplätze.
  • 24. Juni: Das erste Flugzeug landet auf der erweiterten neuen Start- und Landebahn des Flughafens Stuttgart. Nach der ersten Stufe des Ausbaus, der 1995 eingeweiht werden konnte, ist nun auch die 840 Meter lange Verlängerung in Richtung Leinfelden abgeschlossen. Die Start- und Landebahn beträgt damit insgesamt 3.345 Meter. 
  • 24. Juli: Der Gemeinderat beschließt, sich für die Veranstaltung der Landesgartenschau 2002 im Scharnhauser Park zu bewerben. Die Konzeption sieht vor, die Schau auf circa 10-15 Hektar im Bereich der stadteigenen Grundstücke entlang der "Landschaftstreppe" zu zeigen. Neben dem traditionellen Teil mit Blumen, Stauden und Gehölzen     sollen dem Besucher auch die innovativen ökologischen Aspekte der Aufsiedlung Scharnhauser Park gezeigt werden. Finanziell sieht die Stadt kein Risiko, denn man rechnet mit dem Staatszuschuss und eingesparten Darlehenszinsen.
  • 16. August: Die Renaturierung des Rohrgrabens bei Scharnhausen ist abgeschlossen. Die Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau des Flughafens wurde mit einem Kostenaufwand von rund 340.000 DM bewerkstelligt. Aus einem kerzengeraden Rinnsal wurde ein mäanderndes Bächlein mit breitem Bett und offenem Ufer.
  • 14. September: Die Stadtbücherei in Nellingen feiert ihre Wiedereröffnung mit einem Tag der offenen Tür. Während des Sommers wurde geschlossen, um die Einführung der EDV zu beschleunigen und die Büchereiräume lesefreundlicher umzugestalten.
  • 24. Oktober: Die Westumfahrung Scharnhausen wird dem Verkehr übergeben. Der in nur einem Jahr fertiggestellte Straßenabschnitt ist rund einen Kilometer lang und verbindet das Scharnhauser Industriegebiet mit der Autobahnanschlussstelle Esslingen. Er kostete rund fünf Millionen DM und wurde mit 80 Prozent von Bund und Land bezuschusst. Man erwartet eine Belastung von rund 17.000 Fahrzeugen auf der neuen Straße.
  • 2. Dezember: Bundesverkehrsminister Wissmann hat mitgeteilt, dass die Stadtbahnverlängerung von Heumaden nach Nellingen endgültig vom Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz gefördert wird. Von den veranschlagten 207 Millionen DM Baukosten werden 111 Millionen vom Bund übernommen.
  • 14. Dezember: In Scharnhausen findet erstmals ein kleiner Weihnachtsmarkt statt. Er wird von Verein "Scharnhauser Meile" veranstaltet.

1997

  • 18. Februar: Am Ruiter Friedhof erlebten zahlreiche Zuschauer den ersten Baggerbiss für den Bau der Stadtbahn Heumaden-Nellingen. Damit beginnt eine dreijährige Bauzeit, während der rund 230 Millionen DM investiert werden.
  • 24. Februar: Die Landesregierung vergibt die Landesgartenschau des Jahres 2002 an die Stadt Ostfildern. Durch die Fördermittel der Landesgartenschau soll der Grünbereich des Scharnhauser Parks schon früher als ursprünglich geplant entstehen.
  • 25. Februar: Oberbürgermeister Gerhard Koch wird im Beisein von 150 geladenen Gästen in den Ruhestand verabschiedet. Der im Jahr 1945 geborene OB Koch tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück, nachdem er im Oktober 1995 eine Gehirnblutung erlitten hatte. Seitdem ist er halbseitig gelähmt.
  • 23. März: Ostfilderns Erster Bürgermeister Herbert Rösch wird mit 76,07 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern gewählt. 
  • 26. März: Ostfildern erprobt die Abfalltrennung in öffentlichen Abfallbehältern. Durch die Trennung in Glas, Verpackungsmüll, Getränkedosen und Restmüll sollen die Kosten für die Entsorgung gesenkt werden. Für die Betreuung und Leerung der bisher rund 300 Abfallkörbe wendet die Stadt rund 400.000 DM pro Jahr auf. 
  • 22. April: Die für 61 Millionen DM erweiterte Kläranlage Plieningen wird in Betrieb genommen. Sie steht auf Ostfilderner Markung und nimmt unter anderem Abwässer aus Kemnat auf.
  • 30. Juni: Im Scharnhauser Park findet der erste Baggerbiss für den Bau von zwei Punkthäusern statt. Die von der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) als Bauträger betreuten Punkthäuser seien die zukünftigen Wahrzeichen Ostfilderns. Die beiden achtgeschossigen Punkthäuser sind mit 14,6 Millionen DM Baukosten veranschlagt und werden 36 Eigentumswohnungen aufweisen.
  • 4. Juli: Die Stadtbücherei hat ihre Medien über EDV erfasst. Auch die Ausleihe und die Recherche laufen nun über den Computer.
  • 18. Juli: Die Stadt Ostfildern und die Stadtwerke Esslingen (SWE) haben einen Vertrag unterzeichnet, wonach die Wärmeversorgung des Scharnhauser Parks durch die SWE mittels eines umweltfreundlichen Erdgas-Heizwerkes gewährleistet werden soll.
  • 5. August: Baubeginn für das „Erlebnis-Kaufhaus“ im Scharnhauser Park. Das 25- Millionen-Mark-Projekt soll im Herbst 1998 eröffnet werden.

    Hauptmieter wird ein „Multi-Markt“. Daneben sind unter anderem diverse Geschäfte und ein großes Fitness-Studio vorgesehen.

  • 8. August: Der Gemeinderat hat den bisherigen Baubürgermeister Jürgen Fahrlaender zum Ersten Beigeordneten gewählt. Damit ist der Umbau der Verwaltungsführung zu einem Zwei-Dezernenten-Modell abgeschlossen.
  • 10. Oktober: Die Stadtbücherei in Nellingen verfügt nun über drei Internet-Arbeitsplätze. Die Volkshochschule Ostfildern (VHS) bietet seit Kurzem einen Internet-Zugang über eine Workstation mit 21 Computern an.
  • 24. Oktober: Die Stadt Ostfildern und das Land Baden-Württemberg loben einen europaweiten Wettbewerb zur Gestaltung der Landesgartenschau 2002 in Ostfildern aus. Es sind Preisgelder in Höhe von 185.000 DM vorgesehen. Im Mai 1998 sollen die Arbeiten prämiert werden.
  • 7. November: Als neue soziale Einrichtung in Ostfildern wurde ein Hospizdienst ins Leben gerufen. Acht Personen stehen ehrenamtlich für die Begleitung Sterbender bereit.

1998

  • 10. Januar: Rund 66 Hektar entlang der Körsch und dem Sulzbach sollen im Frühjahr 1998 als natürliches Überschwemmungsgebiet ausgewiesen werden.
  • 26. Januar: Ein 60-seitiges Radverkehrskonzept für Ostfildern sieht Ausgaben in Höhe von insgesamt rund 820.000 DM vor. 20 kurzfristige Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 300.000 DM sind bis zum Jahr 2002 vorgesehen.
  • 21. April: Herbert Rösch wird offiziell in das Amt des Oberbürgermeisters von Ostfildern eingesetzt. Obwohl bereits im März 1997 gewählt, kann die offizielle Amtseinsetzung erst heute stattfinden, da ein unterlegener Mitbewerber geklagt hatte.
  • 12. Mai: Die Stadt Esslingen hat innerhalb des Wettbewerbes "Media@Komm" einen Bundeszuschuss in Höhe von 150.000 DM erhalten. Damit soll ein innovatives Konzept zur Internetnutzung in der öffentlichen Verwaltung ausgearbeitet werden. Die Stadt Ostfildern ist Kooperationspartner.
  • 13. Mai: Im Jugendhaus „Zentrum Zinsholz“ wird das „Café Mausklick“ eingeweiht. Mit einer Computerausstattung der Deutschen Telekom ist es Jugendlichen fortan möglich, im Internet zu surfen.
  • 1. Juli: Der Gemeinderat beauftragt das Sindelfinger Büro Knoll-Ökoplan mit der weiteren Planung zur Landesgartenschau 2002 im Scharnhauser Park. Das Büro hatte zuvor den ersten Preis im Wettbewerb gewonnen.
  • 25. Juli: Das Regierungspräsidium Stuttgart hat den Landeszuschuss in Höhe von 7,7 Millionen DM für die Landesgartenschau 2002 im Scharnhauser Park bewilligt.
  • 6. August: Die Stadt Ostfildern schreibt einen europaweiten Architektenwettbewerb für das geplante Stadthaus im Scharnhauser Park aus. Rund 280.000 DM wird es kosten, um qualitativ hochwertige Entwürfe zu bekommen.
  • 24. September: Landesverkehrsminister Hermann Schaufler gibt den ersten Abschnitt der Bonhoefferstraße im Scharnhauser Park offiziell für den Verkehr frei. Das 1,3 Kilometer lange Teilstück vom Kreisverkehr bei der Zinsholzstraße bis zum neuen Kaufhaus hat die zukünftige Funktion eines Boulevards. 
  • 7. November: Der städtische Baubetriebshof ist in den Scharnhauser Park umgezogen. Er belegt nun einen Flugzeughangar des Fliegerhorstes bzw. der US-Kaserne. Mit einem Tag der offenen Tür wird das neue Domizil in Besitz genommen. Der Umbau des 6.600 Quadratmeter großen Geländes kostete rund 3,1 Millionen DM.
  • 19 Dezember: Der Architektenwettbewerb für das Stadthaus im Scharnhauser Park wird entschieden. Das Preisgericht spricht den 1. Preis dem 33-jährigen Berliner Architekten Jürgen Mayer Hermann zu. Das Gebäude, das neben Rat- und Bürgerhausfunktionen auch Außenstellen von Musikschule, Volkshochschule sowie die städtische Galerie erhalten soll, charakterisiert sich durch seine quaderförmige Grundform und schräge Flächen.

1999

  • 21. Januar: Gerhard Koch, langjähriger Oberbürgermeister in Ostfildern, erliegt einem Herzversagen.
  • 22. Januar: Im Scharnhauser Park werden derzeit rund 200 Bäume gepflanzt. Insgesamt sollen 1.500 Bäume für die Begrünung des neuen Stadtteils sorgen.
  • 11. März: Die Stadt Ostfildern gewinnt als „Juniorpartner“ der Stadt Esslingen a.N. den bundesweiten Medienwettbewerb „Media@Komm“ gegen 137 Mitbewerber. Der Preis ist mit Fördergeldern bis zu 20 Millionen DM verbunden, wenn insgesamt 40 Millionen DM investiert werden. Ostfildern wird sich mit eigenen Mitteln in Höhe von 150.000 DM beteiligen. Das Konzept des innovativen virtuellen Rathauses wird neben den beiden Städten maßgeblich von Medien-Unternehmen vorangetrieben. Das Internet-Angebot soll in den nächsten drei Jahren aufgebaut werden.
  • 23. April: Der Gemeinderat hat dem Konzept des Büros Knoll-Ökoplan für die Landesgartenschau Ostfildern 2002 zugestimmt. Die Schau im Scharnhauser Park wird auf Verfremdung der gewohnten bunten Elemente der Natur setzen. Mit ungewöhnliche Materialien, Farben und Lichterspielen sollen die Gärten als „Orte der Sinnesfreuden“ empfunden werden.
  • 17. Juni: Die Stahlbögen der Stadtbahnbrücke Breslauer Straße im Scharnhauser Park werden montiert.
  • 22. Juli: Das städtische Internet-Angebot www.ostfildern.de ist ins Netz gestellt worden.
  • 11. August: Der Ostfilderner Gemeinderat hat den Planungsstart für das neue, sieben Hektar große Scharnhauser Gewerbegebiet Wittumäcker beschlossen. Es wird mehr als doppelt so groß wie ursprünglich geplant.
  • 26. September: Das Paracelsus-Krankenhaus in Ruit feiert sein 30-jähriges Bestehen, während dessen 300.000 Patienten versorgt wurden. Das Kreiskrankenhaus feiert mit einem Tag der offenen Tür. Im Mittelpunkt des Besucherinteresses steht vor allem die neue Strahlentherapie.
  • 8. Oktober: Der Gemeinderat hat grünes Licht für den Bau des Stadthauses im Scharnhauser Park gegeben.

2000

  • 10. Januar: Im Scharnhauser Park wird die neue Großsporthalle in Betrieb genommen. 20 Sportvereine aus Ostfildern gestalten die Aktivitäten der neuen, zehn Millionen DM teuren Halle mit.
  • 29. Januar: Nach neun Monaten Vorbereitungszeit geht das Internet-Projekt „MediaKomm“ (vormals Media@Komm) an den Start. In den kommenden drei Jahren werden Internet-Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Städten Esslingen und Ostfildern eine Reihe von kommunalen Serviceangeboten im Internet entwickeln.
  • 12. Februar: In Kemnat findet eine Markungsputzede statt. Mit über 200 Helfern aus Vereinen und Schule wurden rund 2,3 Tonnen Abfall aus den Grünbereichen aufgelesen.
  • 9. März: Mit einem symbolischen Spatenstich geben Bürgerinnen und Bürger des Scharnhauser Parks den Startschuss für die Bauarbeiten am Stadthaus.
  • 19. April: Der Gemeinderat hat einstimmig grünes Licht für eine zweite Linie auf der Stadtbahntrasse gegeben. Neben der U7 soll nun auch die neue Linie U8 von Ostfildern zum Bahnhof Stuttgart-Möhringen fahren. Die Stadt Ostfildern beteiligt sich in den ersten sechs Betriebsjahren mit einem Zuschuss in Höhe von einer Million DM.
  • 21. Mai: Die neue Sporthalle in Nellingen wird offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Unter dem Arbeitstitel „Sporthalle 3“ erbaut, wird sie nun Ludwig-Jahn-Halle genannt.
  • 4. Juli: Das städtebauliche Projekt „Scharnhauser Park“ wird auf der Weltkonferenz der Städte URBAN 21 in Berlin vorgestellt.
  • 6. Juli: Ostfilderns erstes öffentliches Parkhaus geht in Betrieb: Der Neubau an der Stadtbahnhaltestelle „Technische Akademie“ in Nellingen bietet Platz für 200 Autos.
  • 6. Juli: Bei der ersten Fahrt eines Sonderwagens konnten sich SSB-Vorstands- sprecher Manfred Bonz und OB Rösch davon überzeugen, dass die Stadtbahnstrecke bis Nellingen fahrbereit ist.
  • 25. August: Im Pausenhof der Schule im Park im Scharnhauser Park liefern 200 Quadratmeter Sonnenkollektoren umweltfreundliches Warmwasser. Bis zu 8000 Liter Heizöl lassen sich durch die 230.000 DM teure Anlage pro Jahr einsparen. Seit Mai 2000 haben die Kollektoren 35 Megawattstunden Energie geliefert. Pro Jahr können 80 Megawattstunden erzeugt und damit 25 Tonnen CO2 vermieden werden.
  • 6. September: Die neue Breslauer Straße zwischen Champagne-Aufstieg und Kreisverkehr Scharnhauser Park wird ihrer Bestimmung übergeben. Die 700 Meter lange Strecke in Tieflage unter der Stadtbahnbrücke hat rund 6,5 Millionen DM gekostet.
  • 9. September: In Anwesenheit von Ministerpräsident Teufel wird die Stadtbahn nach Ostfildern eingeweiht. Gleichzeitig wird das Busnetz der Verkehrsgesellschaft END auf die Stadtbahn ausgerichtet und deutlich verbessert. Über 50.000 Gäste besuchen das Jubiläums-Stadtfest in Ruit sowie die insgesamt acht Feste an den Haltestellen und genießen das freie Stadtbahnfahren.
  • 9. November: Der Gemeinderat hat die Entwürfe für einen Sportplatz sowie für ein Trendsportfeld im Scharnhauser Park gebilligt. Der Bau eines Jugendtreffs am Rande des Trendsportfelds wird zunächst aufgeschoben.

2001

  • 13. Februar: Am Stadthaus im Scharnhauser Park wird Richtfest gefeiert. Das 21,5 Millionen DM teure Gebäude soll als Rathaus und Bürgerhaus mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zur Verwurzelung der Bewohner des neuen Stadtteils beitragen.
  • 28. Februar: Die neue Stadtbahn nach Ostfildern wird rege genutzt: Bis zu 9.200 Fahrgäste sind an Werktagen zwischen Nellingen und Heumaden unterwegs. Die Linie U8 wird mit rund 3.400 Fahrten täglich ebenfalls gut angenommen.
  • 14. April: Die Stadt Ostfildern bezuschusst das Nachtaxi für Frauen mit fünf DM pro Fahrt. Die Regelung gilt, wenn eine Frau ab 20 Uhr von der Stadtbahn aus mit den Taxi nach Hause fährt.
  • 16. Juni: Auf dem Gelände der Landesgartenschau 2002 findet erstmals eine öffentliche Führung statt. Rund 100 Interessierte lassen sich die Anlagen zeigen. Die Führungen werden mit großem Publikumserfolg regelmäßig fortgeführt.
  • 20. Juli: Auf dem Gelände der Landesgartenschau 2002 wird Richtfest gefeiert.
  • 1. August: Die Schule im Park hat beim Deutschen Architekturpreis eine von fünf mit 10.000 DM dotierten Auszeichnungen gewonnen. Für den Bau ist das Architektenbüro Lederer, Ragnarsdottir und Oei verantwortlich.
  • 24. Oktober: Der Gemeinderat wählt Rainer Lechner zum dritten Bürgermeister Ostfilderns („Finanzbürgermeister“). Der 43-Jährige ist seit 18 Jahren in der Stadtverwaltung Ostfildern tätig und war unter anderem seit zehn Jahren der Leiter des Steuerungsdienstes sowie Geschäftsführer bei der Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft Ostfildern (SEG). Als Bürgermeister ist er verantwortlich für Organisation, Personal und Finanzen.
  • 8. November: In Mirandola wurde die offizielle Partnerschaft mit Ostfildern besiegelt. Der dortige Gemeinderat hat sich einstimmig für die Städteverbindung entschieden. Freundschaftliche Beziehungen mit der italienischen Stadt in der Emilia Romagna bestehen seit 1988.

2002

  • 24. Januar: Die beiden Gartenschau-Maskottchen Sitz- und Flitzhase werden bei der Messe CMT in Stuttgart der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Wettbewerb soll die Namen des gelb-pinkfarbenen Paares finden.
  • 19. Februar: Am neuen Stadthaus im Scharnhauser Park sind 16 jeweils 14 Meter hohe und leicht schief stehende Stahlstelen installiert. An ihnen hängt jeweils ein elf Meter langes beleuchtetes Glasfaserkabel. Jedes von ihnen wirft einen Lichtkreis auf den Boden, der sich bei Wind bewegt. Die Stadt hat sich die Kunst am Bau rund 230.000 Euro kosten lassen.
  • 7. März: Der Verwaltungsausschuss hat beschlossen, den Gemeinderat mit einem elektronischen Ratsinformationssystem auszustatten. Künftig sollen die Stadträtinnen und Stadträte viele Informationen online am Computer abrufen können. Die Einrichtung kostet rund 30.000 Euro.
  • 14. März: Die Städtische Galerie Ostfildern hält nach 25-jährigem Bestehen Rückschau: Seit Oktober 1977 fanden im Rathaus Ruit 156 Ausstellungen statt. Der Schwerpunkt lag und liegt in der Förderung junger Künstler aus Baden-Württemberg. Mit dem Jubiläum steht ein Umzug an: Am 7. April 2002 wird die erste Ausstellung in den neuen Galerieräumen im Stadthaus Scharnhauser Park eröffnet. Als erste Ausstellung werden Werke des Stuttgarter Künstlers Andreas Grunert gezeigt.
  • 5. April: Das Stadthaus im Scharnhauser Park wird in einer Feierstunde offiziell eingeweiht. Das um fünf Grad geneigte Gebäude beeindruckt durch seine ungewöhnliche Architektur. Es beherbergt zukünftig nicht nur den Bürgerservice, das Standesamt und die Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft (SEG), sondern bietet in Galerie, Bücherei, Volkshochschul- und Musikschulräumen sowie im Festsaal Raum für kulturelles Leben.
  • 6. April: Mit der Einweihung des neuen Stadthauses im Scharnhauser Park öffnet auch die dortige Zweigstelle der Stadtbücherei ihre Pforten. Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern werden 5.5000 Medieneinheiten angeboten. 
  • 7. April: Der Tag der offenen Tür im neuen Stadthaus zieht über 5.000 Besucherinnen und Besucher an.
  • 18. April: Eine Woche vor der Eröffnung der Landesgartenschau Ostfildern sind 15.000 Dauerkarten verkauft. Angestrebt werden eine Million Besucher, davon 650.000 Besucher mit Tageskarten. Mehrere hunderttausend Stauden, Frühjahrsblüher und Gehölze wurden gepflanzt. Fast 5.000 Arten garantieren eine große Pflanzenvielfalt.
  • 26. April: Die Landesgartenschau in Ostfildern wird feierlich eröffnet. Bei anfangs gutem Wetter erfreuen sich etwa 8.000 Besucher über die Pflanzenpracht. Bis zum 6. Oktober 2002 finden rund 2.000 Veranstaltungen statt, die in der Stadtchronik Ostfildern nur teilweise erwähnt werden können.
  • 19. Mai: Erster Besucherrekord auf der Landesgartenschau: Trotz trüben Wetters kamen am Pfingstwochenende rund 25.000 Besucher in den Scharnhauser Park.
  • 8. Juni: Das Trendsportfeld im Scharnhauser Park wird seiner Bestimmung übergeben. Auf 18.000 Quadratmetern sind eine aufwändige Skater-Anlage, eine Kletterwand sowie Beach- und Streetfelder entstanden. Aus dem Hockeyfeld kann im Winter ein Eishockeyfeld werden. Örtliche Unternehmen haben das Trendsportfeld mit 300.000 Euro unterstützt.
  • 26. Juli: Auf der Landesgartenschau findet ein Sommernachtsfest mit einem Massen- Ballonstart, Feuerwerk und nächtlichem „Ballonglühen“ von 24 Heißluftballons statt. Mit rund 30.000 Besuchern erlebt die Landesgartenschau einen ihrer frequentiertesten Tage.
  • 6. Oktober: Die Landesgartenschau im Scharnhauser Park schließt ihre Pforten. Ein kleines Feuerwerk beendet die größte Veranstaltung in der Geschichte Osfilderns. Rund 950.000 Besucher wurden gezählt, davon allein 20.000 am Schlusstag.
  • 25. November: Zwischenbilanz bei der Aufsiedlung des Scharnhauser Parks: 100 Millionen Euro sind dort mittlerweile von der Stadt investiert worden, weitere 30-35 Millionen Euro sind für Abwicklung und Erschließung noch notwendig. Pro Jahr sollen sukzessive 200 neue Wohnungen errichtet werden. 
  • 5. Dezember: Die Stadt Ostfildern wurde für ihre vorbildlichen Klimaschutzaktivitäten im Scharnhauser Park mit dem "Climate Star 2002" ausgezeichnet. Er wird vom europäischen Verband Klimabündnis vergeben.

2003

  • 28. März: Die neuen „Bürgergärten“ auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau werden offiziell der Bevölkerung übergeben. Gleichzeitig fallen die letzten Zäune. Die Gärten sollen zukünftig von freiwillig engagierten Bürgern gepflegt werden.
  • 30. April: Der städtische Internet-Auftritt www.ostfildern.de ist in überarbeiteter Form ans Netz gegangen. Neben einem neu gestalteten Design und einfacheren Aktualisierungsmöglichkeiten bieten die neuen Seiten auch einen Veranstaltungskalender, bei dem die Veranstalter ihre Eintragungen selbst vornehmen können.
  • 23. August: Vom 22. bis 24. August findet erstmals das Feuerwerksfestival „Flammende Sterne“ im Scharnhauser Park statt. Ein deutsches, spanisches und chinesisches Feuerwerk begeistern die Besucher. Vor allem am Samstag herrscht ein überwältigender Andrang: 40.000 Besucher sind anwesend.
  • 26. August: Beim Bau des Holzheizkraftwerks im Scharnhauser Park wird das 25 Tonnen schwere Kernstück für die Holzfeuerung eingesetzt. Die Anlage soll bis Dezember 2003 fertiggestellt sein.
  • 6. November: Der in diesem Jahr erstmals produzierte "Ostfildern Apfelsaft" ist erfolgreich gestartet. Es konnten aus ökologisch bewirtschafteten heimischen Streuobst- wiesen rund 14.000 Liter hergestellt werden.
  • 21. Dezember: Das Hallenbad in Ruit hat letztmals geöffnet. Der neu gegründete Förderverein begeht diesen Tag mit einer Abschiedsparty.

2004

  • 2. April: Im Rahmen einer Feierstunde werden die neuen Räumlichkeiten der Realschule in Nellingen ihrer Bestimmung übergeben. Ein neues Foyer, ein vergrößerter Musiksaal und vier neue Räume erweitern den Schulkomplex nach zweijähriger Bauzeit.
  • 3. April: In Kemnat wird der Osterbrunnen an der Ecke Heumadener und Birkacher Straße mit einer Feier eingeweiht. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Kemnat haben Girlanden gebunden und mit vielen bunten Eiern geschmückt.
  • 22. April: Die 8.000 Flaschen Ostfilderner Apfelsaft, die im Herbst 2003 erstmals abgefüllt wurden, sind in wenigen Tagen ausverkauft. Das erfolgreiche Projekt wird 2004 fortgesetzt.
  • 12. Mai: Oberbürgermeister Herbert Rösch gibt bekannt, dass er nicht wieder für dieses Amt kandidieren will. Am 15. April 2005 läuft seine Amtszeit ab.
  • 17. Juni: Der Messepavillon der Landesgartenschau wurde offiziell als Domizil der Kinderaktivwerkstatt übergeben.
  • 30. Juni: Das Biomasse-Heizkraftwerk im Scharnhauser Park wird offiziell eingeweiht. Das hochmoderne, 5,2 Millionen Euro teure Kraftwerk wird von den Stadtwerken Esslingen betrieben und kann u.a. mit Holzhackschnitzeln aus Holzabfällen betrieben werden. Es erspart der Umwelt eine Emission von 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
  • 21. August: Das Stadthaus im Scharnhauser Park und die Schule im Park sind bei der Biennale in Venedig, der bedeutendsten Architekturausstellung der Welt, vertreten.
  • 22. Oktober: Mit dem Ersten Spatenstich für 22 Wohneinheiten des Siedlungswerks Stuttgart am Gabriele-Münter-Weg im Scharnhauser Park wird das Europäische Forschungsprojekt „Polycity“ gestartet. Dabei geht es um neue Möglichkeiten energiesparenden Bauens und energieeffizienten Gebäudemanagements.

2005

  • 2. Februar: Die Freiwilligenagentur „Fenster“ im Gebäude Klosterhof 4 eröffnet ihren Betrieb. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung soll die Einrichtung freiwilliges Engagement vermitteln und bürgerschaftliche Projekte anstoßen. Derzeit engagieren sich knapp 1.800 Menschen in Ostfildern in ehrenamtlichen Projekten.
  • 20. Februar: Christof Bolay (SPD) wird zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern gewählt. Der 36-jährige Regierungsangestellte aus Schorndorf erhält mit 51,44 % der abgegebenen Stimmen gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. 
  • 18. April: Oberbürgermeister Christof Bolay tritt sein Amt an.
  • 9. Mai: OB Bolay startet seine Bürgerversammlungen unter dem Motto „OB vor Ort“ in Kemnat. Die anwesenden 25 Bürgerinnen und Bürger sprechen unter anderem Probleme des Durchgangsverkehrs und des Landschaftsschutzes an.
  • 11. Juni: Im Baumhain des Scharnhauser Parks wird zum ersten Mal ein Fest unter dem Titel „Stadtteilfest“ veranstaltet. Es wird gemeinsam von den SchaPanesen, der Jugendhilfestation Friz, dem Zentrum Zinsholz und dem Wohnhaus für Behinderte veranstaltet.
  • 22. Oktober: Bei der Nellinger Kirbe findet erstmals ein Kirbelauf statt.
  • 11. November: Der Gemeinderat hat die Weichen für einen Jugendtreff im Scharnhauser Park gestellt (L-Quadrat). Das seit 2000 diskutierte Projekt soll bis zum Frühjahr 2007 neben dem Trendsportfeld entstehen. Die Kosten sollen sich auf 1,35 Millionen Euro belaufen. Sie liegen damit um 360.000 Euro unter der bisherigen Schätzung.
  • 9. Dezember: Die Mitgliederversammlung der Hallenbad-Initiative Kemnat (HIK) beschließt einstimmig, das Kemnater Hallenbad ab 2006 in eigener Regie zu betreiben. Bis 31.12.2005 wird es von den Stadtwerken geführt. 
  • 14. Dezember: Der Gemeinderat beschließt, eine Bürgerstiftung auf den Weg zu bringen. 
  • 14. Dezember: Der Gemeinderat beschließt, dass die Stadtwerke eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Realschule Nellingen bauen. Sie wird rund 82 kWp Strom liefern. Die Kosten in Höhe von 450.000 Euro amortisieren sich durch das Gesetz für erneuerbare Energien. 
  • 20. Dezember: Die Hallenbadinitiative Kemnat (HIK) und OB Bolay unterschreiben den Pachtvertrag für das Kemnater Hallenbad. Damit kann der Badebetrieb ab 1.1.2006 unter der Regie des Vereins erfolgen.

2006

  • 2. Februar: Das Kemnater Hallenbad wird unter der Regie der Hallenbad-Initiative (HIK) wieder eröffnet.
  • 8. März: Der Gemeinderat beschließt, dass Ostfildern nun auch offiziell sechs Stadtteile hat: Kemnat, Nellingen, Parksiedlung, Ruit, Scharnhausen und Scharnhauser Park. Die Stadt Ostfildern war 1975 durch einen Zusammenschluss dieser vier Gemeinden gegründet worden. Die Parksiedlung war seit ihrer Erbauung ein Ortsteil von Nellingen. Der Scharnhauser Park liegt größtenteils auf Nellinger Gemarkung und war als ehemaliges Kasernengelände nicht als eigener Ortsteil definiert worden.
  • 20. März: Auf dem Dach der Nellinger Realschule geht die erste städtische Fotovoltaikanlage in Betrieb. Die Investitionssumme beträgt 450.000 Euro. Die auf 2.000 Quadratmetern installierten 494 Paneelen liefern rund 80.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Mit dieser Menge könnten rund 35 Haushalte versorgt werden. Der Sonnenstrom sorgt zudem dafür, dass rund 45 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Atmosphäre gelangen. Weitere 9.000 Quadratmeter Kollektorfläche stehen auf städtischen Gebäuden zur Verfügung.
  • 21. Mai: Im Stadthaus werden die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses „Zukunft Ostfildern 2020“ zur Stadtentwicklungsplanung (STEP) vorgestellt. In den sechs Arbeitsgruppen hatten anfangs 150 Bürger mitgearbeitet. Rund 300 Bürger kommen zur Präsentation. Das Ende der Wachstumspolitik ist einer der Hauptwünsche der beteiligten Bürgerinnen und Bürger.
  • 28. Juni: Eine 48-seitige Dokumentation der Landesgartenschau Ostfildern 2002 ist erschienen.
  • 14. September: Die Stadtbücherei hat ihren online-Katalog (OPAC) in Betrieb genommen. Damit ist der gesamte Medienbestand über das Internet zu recherchieren. 
  • 18. September: Im Scharnhauser Park findet der Erste Spatenstich für den neuen Jugendtreff (L-Quadrat) am Trendsportfeld statt. Das 1,7 Millionen Euro teure, L-förmige Gebäude wird in den Hang beim Trendsportfeld integriert. Die Beheizung erfolgt überwiegend mit Erdwärme.
  • 9. Oktober: Auf dem „Marktplatz-Grundstück“ neben dem Stadthaus im Scharnhauser Park findet der Erste Spatenstich für das lange geplante Wohn- und Geschäftshaus statt. Der Bauherr Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg (GWG) investiert 20 Millionen Euro. Im Erdgeschoss werden Ende 2007 Aldi und der Drogeriemarkt Müller eröffnen. Darüber hinaus sind bis Ende 2008 21 Seniorenwohnungen, ein Café, 69 Mietwohnungen und ein Boardinghouse mit 14 Ein-Zimmer-Appartements geplant. An der Tiefgarage mit insgesamt 274 Stellplätzen ist auch die Stadt Ostfildern beteiligt.
  • 16. November: Der Scharnhauser Park wird in Berlin mit dem Deutschen Städtebaupreis 2006 ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um den bedeutendsten Preis, der bundesweit für nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtentwicklung vergeben wird. Der neue Stadtteil Ostfilderns konnte sich gegen 92 Bewerber durchsetzen. Der von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung ausgeschriebene Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

2007

  • 8. Februar: Im Neubau des Jugendtreff Scharnhauser Park (L-Quadrat) wird Richtfest gefeiert. Der 1,6 Millionen teure Bau am Trendsportfeld soll im Oktober 2007 eingeweiht werden. Das ökologische Klima- und Energiekonzept wird im Rahmen des EU-Projekts „Polycity“ gefördert. Die späteren Nutzer sind in die Raumplanung eingebunden.
  • 28. Februar: Der Gemeinderat spricht sich für den Umbau der Stadthalle Nellingen zugunsten einer Campus-Lösung für das Schulzentrum aus. Der Umbau ist mit acht Millionen Euro veranschlagt. Die Gemeinden Neuhausen und Denkendorf sind über den Gymnasialen Schulverband Ostfilder ebenfalls finanziell gefordert. 
  • 1. Juni: Start für das Nachttaxi, das an Wochenenden zwischen dem Bahnhof Esslingen und Ostfildern verkehrt. Die Einzelbeförderung nach vorheriger Anmeldung kostet pauschal 7 Euro, ab zwei Fahrgästen reduziert sich der Preis auf je 3,50 Euro.
  • 28. Juni: Ostfildern präsentiert als erste Kommune in der Region seine planungs- relevanten Daten im Internet. Die Bürger können mit dem so genannten Umweltinformationssystem (UIS) auf eine Vielzahl kommunaler Pläne zurückgreifen.
  • 1. Oktober: Die Bürgerstiftung Ostfildern (BSO) wird im Rahmen einer Feier im Stadthaus mit einem Startkapital von 130.000 Euro gegründet. 39 Einzelpersonen, 15 Unternehmen, ein Verein und eine Kirchengemeinde haben als Stifter ihre Unterschrift unter das Stiftungsdokument geleistet. Die mit den Stiftungserträgen zu unterstützenden Projekte sollen nach einem öffentlichen Ideenwettbewerb definiert werden.
  • 3. Oktober: Am Tag der Deutschen Einheit findet in Ostfildern erstmals ein Drachenfest statt. Rund um die Kinderaktivwerkstatt im Scharnhauser Park werden Aktionen und Attraktionen rund um den Drachen geboten. Etwa 5.000 Besucher erleben einen warmen Spätsommertag, bei dem nur der Wind fehlt.
  • 9. Oktober: Am Trendsportfeld im Scharnhauser Park wird der Jugendtreff „L-Quadrat“ feierlich eröffnet.
  • 19. Oktober: Die neue Fildermesse (Messe Stuttgart) beim Flughafen Stuttgart nahe der Gemarkung von Ostfildern wird offiziell einweiht.
  • 14. November: Die Stadthalle in Nellingen soll künftig einen Schülerhort, eine Mensa, die Stadtbücherei und auch eine öffentliche Gaststätte beherbergen. Einerseits soll das Gebäude eine zentrale Funktion im Schulzentrum übernehmen, andererseits soll es weiterhin für Veranstaltungen genutzt werden können. Das auf 7,5 Millionen Euro geschätzte Projekt soll 2009/2010 realisiert werden.
  • 22. November: Ein vom Flughafen Stuttgart in Auftrag gegebenes Gutachten spricht sich für den Bau einer zweiten Startbahn und für längere Betriebszeiten aus. Es werden zwei Varianten für eine neue Startbahn vorgeschlagen. Die 2,5 km lange Nordvariante nördlich der Autobahn würde nahe Scharnhausen und Plieningen verlaufen. Auch auf der Südvariante zwischen Bernhausen und Neuhausen würden Starts nur noch in östlicher Richtung erfolgen und damit Ostfildern besonders belasten. Das Gutachten schlägt vor, mit dem Flugverkehr bereits um 5 Uhr statt wie bisher um 6 Uhr zu beginnen. 
  • 24. November: In der Parksiedlung am Herzog-Philipp-Platz eröffnet ein Jugendbüro im Rahmen des Projekts Ikeros. Jugendliche mit Problemen oder schlechten Noten sollen unterstützt werden, eine Lehrstelle zu bekommen. Die vier Mitarbeiter wollen eine Anlaufstelle für Jugendliche sein und Angebote vernetzen.

2008

  • 15. Januar: Auf dem Scharnhauser Friedhof ist die erste Urnenwand Ostfilderns in Betrieb genommen worden. Auch in den anderen Stadtteilen sollen nach und nach Urnenwände gebaut werden.
  • 5. Februar: Der Gemeinderat hat sich in einem Brief an Ministerpräsident Oettinger explizit gegen den Bau einer zweiten Start- und Landebahn am Stuttgarter Flughafen ausgesprochen. Eine zusätzliche Belastung könne den Bürgern nicht mehr zugemutet werden.
  • 12. April: Auf der Filderebene demonstrieren rund 15.000 Menschen gegen die Pläne des Flughafens zum Bau einer zweiten Startbahn. Die Schutzgemeinschaft Filder und der Kommunale Arbeitskreis Filder (KAF) hatten zu einem Sternmarsch aufgerufen. Die zentrale Kundgebung findet auf dem Hagenbrunnenhof bei Scharnhausen auf Ostfilderner Gemarkung statt. 
  • 19. Mai: Im Einzugsgebiet der Körsch auf den Fildern wird ein Zweckverband Hochwasserschutz gegründet. Rund 27 Millionen Euro sollen in ein gemeindeübergreifendes Hochwasserschutzkonzept investiert werden.
  • 15. Juni: Die Städtische Galerie im Stadthaus verleiht erstmals Kunstwerke aus der städtischen Sammlung an Privatleute. Die Leihfrist beträgt elf Monate. Wie in Graphotheken üblich, wird eine Gebühr erhoben.
  • 21. Juni: Die Bürgerstiftung Ostfildern (BSO) schüttet erstmals Geld aus. Insgesamt fließen 11.700 Euro an acht Projekte der Kinder- und Jugendarbeit.
  • 25. Juni: Die Sitz- und Flitzhasen der Künstlerin Rosalie werden für rund 21.000 Euro im Spätsommer 2008 an einen anderen Standort versetzt. Für die Installation im Landschaftsschutzgebiet hatte es für die Landesgartenschau nur eine zeitlich befristete Genehmigung gegeben.
  • 13. August: Der Förderverein Sofia e.V. (Selbständig in Ostfildern auch im Alter) ist gegründet worden. Insgesamt 15 Vereine, Kirchengemeinden und Dienste der Altenhilfe sind beigetreten. Der neue Verein will helfen, dass ältere Menschen in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können.
  • 14. September: Ostfildern nimmt erstmals beim bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ teil. Zu besichtigen sind der romanische Turm der evangelischen Kirche St. Blasius im Klosterhof sowie die Gaststube des Gasthauses „Herzog Karl“ aus dem Jahr 1905 in der Kaiserstraße.
  • 18. September: Der Marktplatz im Scharnhauser Park wird offiziell eingeweiht. Nach der Fertigstellung des 20 Millionen Euro teuren Wohn- und Geschäftshauses mit Einkaufsmärkten wie Aldi und Drogerie Müller ist vor dem Stadthaus ein ansprechender, 2.000 Quadratmeter großer Platz entstanden. Unter dem Platz ist eine Tiefgarage mit 274 Parkplätzen. Die Stadt Ostfildern hat in die Platzgestaltung und in die Tiefgarage rund 3,2 Millionen Euro investiert.
  • 24. September: Der Gemeinderat gibt einstimmig grünes Licht für den Umbau der Stadthalle in Nellingen. Ab 2009 wird das Gebäude für rund 7,9 Millionen Euro in ein Multifunktionsgebäude mit Schülermensa, Aula, Hort und Stadtbücherei umgebaut. Die Veranstaltungsfunktion der Stadthalle soll erhalten bleiben.
  • 24. September: Der Eigenbetrieb Landesgartenschau 2002 löst sich auf und gibt als endgültiges Rechnungsergebnis ein Defizit von 4,67 Millionen Euro bekannt. Die Landesgartenschau in Ostfildern wird dennoch als großer Erfolg gewertet.
  • 25. September: Die Städte Stuttgart, Ostfildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen sowie die Gemeinde Denkendorf haben die Satzung des Zweckverbands Hochwasserschutz Körsch unterzeichnet.

2009

  • 30. Januar: Der geplante Umbau der Stadthalle in Nellingen zu einem multifunktionalen Bildungs- und Betreuungszentrum wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Man rechnet nun mit elf Millionen Euro anstatt wie zuvor mit 8,6 Millionen Euro. 
  • 13. Februar: Das von der Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung geplante Nachbarschaftshaus für Demenzkranke im Scharnhauser Park wird größer und teurer. Es soll nun auch Räume für bürgerschaftliche Begegnung und Beratungsstellen beherbergen. Von den 12,6 Millionen Euro Baukosten wird die Stadt Ostfildern 2,25 Millionen übernehmen.
  • 16. April: Ostfilderns Oberbürgermeister Christof Bolay wurde zum Vorsitzenden der Fluglärmkommission am Flughafen Stuttgart gewählt.
  • 8. Mai: Der Kreistag hat beschlossen, die vier Kreiskliniken in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) zu überführen. Der Landkreis bleibt Besitzer der Immobilien. Von der neuen Rechtsform verspricht sich der Landkreis mehr Spielraum im härter werdenden Gesundheitswettbewerb. Davon betroffen ist auch das Ruiter Paracelsus-Krankenhaus.
  • 2. Juni: Ostfildern erhält vom Bund 14.000 Euro für die Konzeption eines Teilklimaschutzkonzepts. Das in Ruit angesiedelte Nahwärmeprojekt ist mit 17.500 Euro veranschlagt.
  • 21. Juli: Die Stadtverwaltung Ostfildern hat für ihre Nellinger Amtsbotin ein Fahrrad mit Elektrounterstützung („Pedelec“) angeschafft. 
  • 30. September: Mit dem Spatenstich für das Hochwasser-Rückhaltebecken in Unteraichen beginnen die Bauarbeiten zum umfassenden Hochwasserschutz in der Region.
  • 25. Oktober: In der Sportanlage Talwiesen in Ruit wird der neue Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage eingeweiht. Der größte Teil der rund

    640.000 Euro Baukosten wird von der Stadt Ostfildern getragen. 

  • 16. Dezember: Der Gemeinderat hat sich erstmals mit einem möglichen Baugebiet unterhalb der Danziger Straße („Parksiedlung Nord-Ost“) am Rand der Parksiedlung befasst. Die Stadtplaner wollen das Hanggelände in einen „hochwertigen Wohnstandort“ mit Blick ins Neckartal verwandeln. Die Pläne sollen weiterverfolgt und Ende 2010 soll ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden.

2010

  • 4. März: Die Bauarbeiten für das Kunstrasenspielfeld auf den Sportterassen im Scharnhauser Park beginnen. Der neue Sportplatz oberhalb des Trendsportfelds wird die letzte öffentliche Baustelle der Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft (SEG) sein, unter deren Regie der Scharnhauser Park aufgesiedelt wird. Die Bebauung wird voraussichtlich 1,8 Millionen Euro kosten, davon 800.000 Euro für das Umkleidegebäude.
  • 27. April: Die neue Autobahnanschlussstelle Esslingen-West an der L 1204 zwischen Scharnhausen und Neuhausen wird für den Verkehr freigegeben. Bund und Land haben 2,9 Millionen Euro investiert, um die Ausfahrt Esslingen zu entlasten.
  • 7. Mai: Am Umbau der ehemaligen Stadthalle Nellingen wird Richtfest gefeiert. Das neue Gebäude soll den Namen „KuBinO“ tragen, einer Abkürzung von „Kultur und Bildung in Ostfildern“.
  • 27. Mai: Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die Stadt Ostfildern künftig keine Produkte mehr bezieht, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen. Bei Ausschreibungen und Beschaffungen müssen die Anbieter nun erklären, dass die Ware nicht mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt wurde.
  • 25. Juni: Erster Bürgermeister Jürgen Fahrlaender hat seinen letzten Arbeitstag bei der Stadt Ostfildern. Er tritt aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand, nachdem er im August 2009 eine Gehirnblutung erlitten hatte.
  • 30. Juni: Der Gemeinderat wählt den 43-jährigen Michael Assenmacher zum neuen Baubürgermeister Ostfilderns. Er bekommt im ersten Wahlgang eine Mehrheit. Der studierte Architekt Assenmacher ist derzeit Baubürgermeister in Laupheim im Landkreis Biberach. Seine Familie wohnt in Leinfelden-Echterdingen. Neben der Lösung der Verkehrsprobleme hat für ihn die Stärkung der Ortskerne hohe Priorität.
  • 30. Juni: Der Gemeinderat beschließt ein Radverkehrskonzept. Die Infrastruktur für Radfahrer soll gemäß den finanziellen Möglichkeiten der Stadt ausgebaut werden. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Ausbau des Höfelbachwegs zwischen Ruit und Scharnhauser Parks, der fast 50.000 Euro kosten wird.
  • 13. Juli: Auf dem Grundstück neben der Landschaftstreppe und Bonhoefferstraße findet der Erste Spatenstich zum Bau des Nachbarschaftshauses statt. Das 12,6-Millionen-Projekt wird ein Altenpflegeheim, eine Tagespflege für Demenzkranke, die Leitstelle für Ältere und einen Treffpunkt mit Mittagstisch bieten. Das Haus wird auch zwölf Appartements für das benachbarte Wohnhaus für Körperbehinderte haben. Bauträger ist die Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung. Die Stadt Ostfildern beteiligt sich mit 2,3 Millionen Euro und stellt das Grundstück unentgeltlich zur Verfügung.
  • 28. Juli: Der Gemeinderat beschließt, den Bürgerservice der Stadt Ostfildern im Scharnhauser Park zu konzentrieren. die Außenstellen in Ruit, Nellingen und Kemnat werden ab August geschlossen. 
  • 28. Juli: Finanzbürgermeister Rainer Lechner wird vom Gemeinderat mit 76 Prozent der Stimmen zum Ersten Bürgermeister gewählt.
  • 17. September: Der Pflegestützpunkt Ostfildern hat seine Tätigkeit aufgenommen. Er ist einer von sieben Pflegestützpunkten im Landkreis und soll als Anlaufpunkt für die verschiedenartigen Angebote für Ältere dienen. 
  • 22. November: Der Gemeinderat hat einstimmig das Vorhaben des Zweckverbands Hochwasserschutz Körsch gebilligt, ein Hochwasser-Rückhaltebecken am Rohrgraben in Scharnhausen zu bauen, das 100.000 Kubikmeter fassen soll. Das vermutlich 2,8 Millionen Euro teure Bauwerk soll 2012 verwirklicht werden. 
  • 12. Dezember: Mit dem Fahrplanwechsel ändert sich die Streckenführung der Stadtbahnlinie U7. Sie fährt nun nicht mehr an den Killesberg, sondern nach Mönchfeld und ist damit eine der längsten Stadtbahnlinien. 

2011

  • 12. Mai: Das Nachbarschaftshaus für Demenzkranke im Scharnhauser Park hat Richtfest gefeiert.
  • 20. Mai: Im Saal des Stadthauses findet zum ersten Mal ein „Marktplatz der guten Geschäfte“ statt. Dabei treffen sich 15 Unternehmen und 21 gemeinnützige Einrichtungen, um innerhalb von 90 Minuten 67 gegenseitige Hilfeleistungen zu beiderseitigem Nutzen zu vereinbaren. Die Veranstaltung wird von der Initiative „Unternehmen engagiert in Ostfildern“ getragen.
  • 1. Juli: Das städtische Kultur- und Bildungszentrum KuBinO im Schulzentrum Nellingens wird vor 300 geladenen Gästen offiziell eingeweiht. Neben der zentralen Stadtbücherei beherbergt das Gebäude auf 5.540 Quadratmetern Nutzfläche eine Schülermensa, ein Schülercafé, ein Restaurant, einen Saal mit Bühne, einen kleineren Mehrzwecksaal sowie einen Schülerhort. 
  • 8. Juli: Im Architektenwettbewerb um das neu zu bebauende Areal nördlich der Danziger Straße („Parksiedlung Nord-Ost“) in der Parksiedlung tagt das Preisgericht. Der 1. Preis wird dem Architekten Thomas Schüler aus Düsseldorf zugesprochen. Das neue Wohngebiet mit einer Fläche von 2,5 Hektar soll ca. 125 Wohneinheiten und 300-350 Einwohner aufweisen.
  • 8. September: Die bereits am 25. Juli 2011 gegründete BürgerEnergie Ostfildern eG stellt sich der Presse vor. Die Genossenschaft, die von der Volksbank Esslingen, der Scharnhauser Bank und den Stadtwerken Ostfildern initiiert wurde, will zunächst mit dem Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen auf Dächern kommunaler Gebäude einen sichtbaren lokalen Beitrag zur Energiewende leisten.
  • 12. September: Der Mensabetrieb im KuBinO im Nellinger Schulzentrum läuft an.
  • 19. Oktober: Die Bürgerstiftung Ostfildern (BSO) hat durch eine Großspende des früheren Nellinger Unternehmers Richard Kühnle einen Millionenbetrag erhalten. Die Summe setzt sich aus einem Geldbetrag in Höhe von 174.000 Euro und drei Grundstücken mit zwei Gebäuden zusammen. Die Zustiftung kommt dem Richard-Kühnle-Stiftungsfonds zugute, der die gemeinnützigen Zwecke Jugend, Bildung und Teilhabe unterstützt. Die Bürgerstiftung, die bislang mit rund 500.000 Euro Stiftungskapital ausgestattet war, möchte nun ab nächstem Jahr 120.000 Euro statt bisher 12.000 Euro an jährlichen Fördermitteln ausschütten.
  • 14. Dezember: Die im September 2011 geschlossenen Büchereien in Ruit und Scharnhausen sollen unter ehrenamtlicher Regie wiedereröffnet werden. Mit einem zu gründenden Förderverein wird die Stadt einen Betriebsvertrag mit einer Laufzeit von zunächst zwei Jahren schließen.

2012

  • 3. Februar: Der Förderverein ehrenamtlich geführter Büchereien Ostfildern e.V. für die derzeit geschlossenen Büchereien in Ruit und Scharnhausen wird gegründet. 
  • 23. April: In ihrer Festveranstaltung „Ostfildern ehrt“ würdigt die Stadt Ostfildern im Theater an der Halle 179 Bürgerinnen und Bürger, die im Jahr 2011 besondere Leistungen erbracht haben. Der Bogen spannt sich von Einser-Abiturienten über eine ausgezeichnete Schülerzeitschrift bis hin zu erfolgreichen Musikern und preisgekrönten Sportlern.
  • 9. Mai: Die vom Förderverein ehrenamtlich geführter Büchereien Ostfildern e.V. betriebene Bücherei Ruit öffnet unter dem Namen „Lesezeichen“ ihre Pforten. 
  • 13. Juli: In der Bonhoefferstraße wird das Nachbarschaftshaus eröffnet. Das fast 13,8 Millionen Euro teure Modellprojekt der Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung kümmert sich mit innovativen Ansätzen um Demenzkranke und vereint insgesamt acht Angebote: Über drei Stockwerke verteilt sind eine Tagespflege für Ältere, ein Pflegeheim der Samariterstiftung, die betreute Wohngemeinschaft Lichtblick, eine betreute Wohngemeinschaft für zehn Menschen mit Behinderungen sowie ein offenes Atelier, in dem Bürger mit Menschen mit Demenz zusammenkommen sollen. Im Innenhof des Hauses ist ein Sinnesgarten angelegt. Im Erdgeschoss befindet sich die städtische Leit- und Beratungsstelle für ältere Menschen sowie der kommunale Bürgertreff des Stadtteils Scharnhauser Park. Die Stadt Ostfildern hat sich mit 2,25 Millionen Euro an den Baukosten beteiligt und das Grundstück im Wert von 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
  • 21. Juli: Die bürgerschaftlich geführte Bücherei „Lesezeichen“ in Ruit wird offiziell eröffnet. Betreiber ist der Förderverein ehrenamtlich geführter Büchereien Ostfildern e.V..
  • 10. August: Im Baubetriebshof der Stadt Ostfildern wird ein Elektroauto in Betrieb genommen. Weitere Elektrofahrzeuge und eine Solartankstelle sollen folgen. 
  • 2. November: Beim Architektenwettbewerb zur Bebauung des mehr als 4.000 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen Real-Einkaufsmarkt und Stadtbahn im Scharnhauser Park gewinnt das Berliner Büro Baumschlager, Eberle, Lochau. Der fünfgeschossige Klinkerbau, der vom Siedlungswerk für rund 15 Millionen Euro ab 2014 gebaut wird, soll eine 400 Quadratmeter große Markthalle für frische Lebensmittel aus der Region, fünf inhabergeführte Läden, ein Café, Büroflächen sowie 50 hochwertige, aber bezahlbare Wohnungen enthalten. 
  • 4. November: Die Bürgerstiftung Ostfildern (BSO) teilt bei ihrem Stifterforum mit, dass das Stiftungskapital nunmehr circa 530.000 Euro beträgt. Damit und mit den Erträgen der Immobilien können nun Projekte mit mehr als 50.000 Euro jährlich gefördert werden. Die Gelder sollen der Ausbildungsförderung und Ernährungslehre junger Menschen sowie der Chancenverbesserung für Migrantenkinder zugutekommen. Es sollen jedoch keine kommunalen Pflichtaufgaben oder Planstellen finanziert werden.

2013

  • 23. Januar: Die Stadt ist jetzt eine von 20 Modellkommunen beim Projekt „Mehr Natur im Siedlungsgrün“ des Nabu Baden-Württemberg und des Städte- und Gemeindetags. Damit wird gewürdigt, dass die städtischen Grünflächen naturnah gepflegt werden, wo dies sinnvoll und machbar ist. Zudem wurde ein Baumkataster eingeführt und ein Modell zur einfachen Bewirtschaftung von Streuobstwiesen entwickelt.
  • 6. Februar: Vor dem Technische Ausschuss des Gemeinderats (ATU) wird das „Integrierte Kommunale Klimaschutzkonzept Ostfildern“ vorgestellt. Es sieht vor, den gesamten jährlichen CO2-Ausstoß in der Stadt Ostfildern bis zum Jahr 2020 um 32.000 Tonnen CO2 von derzeit 205.000 Tonnen auf 173.000 Tonnen CO2 pro Jahr zu verringern. Laut einer Untersuchung des Büro Drees & Sommer beträgt der derzeitige Ausstoß bei 37.000 Einwohnern 5,7 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr, deutlich weniger als der Landesdurchschnitt von 9,1 Tonnen CO2 pro Jahr (CO2-Ausstoß durch Nahrung oder privaten Konsum nicht eingerechnet). Die Stadt will sich die erstrebte CO2-Reduzierung bis 2020 rund 800.000 Euro kosten lassen. Im Herbst 2013 soll ein Klimaschutzmanager eingestellt werden.
  • 24. Februar: Bei der Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern erzielt der bisherige Amtsinhaber Christof Bolay (SPD) 97,84 % der abgegebenen gültigen Stimmen und ist damit für weitere acht Jahre zum Stadtoberhaupt gewählt.
  • 9. März: Die Stadt Ostfildern hat an den Stadtbahnhaltestellen Ruit, Kreuzbrunnen, Technische Akademie und Endhaltestelle zwölf abschließbare Fahrradboxen aufgestellt. Sie werden über den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) vermietet. Die Boxen sind zum sicheren Unterstellen von hochwertigen Fahrrädern gedacht und tragen zum Ostfilderner Klimaschutzkonzept bei. 
  • 6. Mai: Im Theatersaal an der Halle in Nellingen wird Christof Bolay (SPD) im Beisein von Innenminister Reinhold Gall (SPD) offiziell für seine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern verpflichtet.
  • 15. Mai: Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Stadterneuerung „Nellingen Hindenburgstraße“. Mit ca. 7,7 Millionen Euro soll von 2014 bis 2022 die Haupteinkaufsstraße attraktiver gestaltet werden, um den Einzelhandelsstandort aufzuwerten. Es soll dort vor allem mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden.
  • 19. Juni: Am Rohrgraben in Scharnhausen findet der erste Spatenstich zum Bau des neuen Rückhaltebeckens statt. Der 69.000 Kubikmeter fassende Hochwasserschutz wird vom Zweckverband Hochwasserschutz Körsch gebaut und soll Ende 2013 fertig sein.
  • 20. Juni: In der Parksiedlung findet ein Energietag statt, um den Bewohnern Perspektiven für die energetische Sanierung ihrer Gebäude vorzustellen. Von den etwa 560 Einzel- und Reihenhäusern nehmen 120 Personen teil. Die Wohnungsbaugesellschaft Gagfah, die in der Parksiedlung etwa 800 Geschosswohnungen besitzt, will hier ein Pilotprojekt zur Reduzierung der Wohnnebenkosten durch die Nutzung erneuerbarer Energien und intelligenter Steuerung starten.
  • 19. September: Der Amortempel beim Scharnhauser Schlösschen erstrahlt nach Abschluss einer zweijährigen Grundsanierung in neuem Glanz. 
  • 2. Oktober: Die BürgerEnergie Ostfildern eG berichtet vor dem Gemeinderat über ihre Entwicklung. Zwei Jahre nach der Gründung hat die Genossenschaft 249 Mitglieder mit einer Einlage von rund 960.000 Euro. Mittlerweile werden acht Fotovoltaikanlagen mit einer Leistung von 373 kWp betrieben. Damit können etwa 0,25 Prozent des Ostfilderner Strombedarfs gedeckt werden. Die BürgerEnergie will zukünftig auch in Windkraftanlagen investieren.
  • 16. November: Das Blockheizkraftwerk (BHKW) beim Kemnater Hallenbad wird offiziell eingeweiht. Der mit Erdgas betriebene Motor versorgt auch die Festhalle, die Sporthalle, die Pfingstweideschule und den städtischen Kindergarten mit Wärme und Strom. Das 180.000 Euro teure BHKW reduziert die jährlichen Heizkosten für das Hallenbad um 20.000 Euro. Mit dem erzeugten Strom könnten 0,6 Prozent der Ostfilderner Haushalte versorgt werden. Die Verringerung der Treibhausgase entspricht dem CO2-Ausstoß von 26 Autos mit durchschnittlicher Kilometerleistung.

2014

  • 29. April: Im Stadthaus wird der Verein Freundeskreis Asyl Ostfildern e.V. gegründet. Er will neu ankommende Flüchtlinge unterstützen. 
  • 16. Mai: Das Bundeskartellamt hat den Plänen, die Kreiskliniken und das Städtische Klinikum Esslingen zu fusionieren, eine Absage erteilt. Durch einen marktbeherrschenden Krankenhausträger sinke der Druck für Qualitätsverbesserungen, so die Behörde. 
  • 21. Juli: Mit dem ersten Spatenstich wird der Baubeginn der neuen Grundschule Ruit markiert. Das Gebäude auf dem ehemaligen Hallenbadgrundstück soll zum Schuljahresbeginn im September 2015 bezogen werden.
  • 13. Oktober: In Scharnhausen wird in Anwesenheit von Umweltminister Untersteller das Hochwasserrückhaltebecken am Rohrgraben offiziell eingeweiht. Das Projekt des Zweckverbands Hochwasserschutz Körsch hat 2,4 Millionen Euro gekostet und soll vor einem Jahrhunderthochwasser Schutz bieten.
  • 20. Oktober: In der Kirchheimer Straße in Ruit sind die neuen Obdachlosenunterkünfte eingeweiht worden. Die drei Pultdachhäuser bieten in 15 Wohnungen bis zu 33 Personen eine vorläufige Bleibe. Die Gebäude wurden für rund 1,3 Millionen Euro von der Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft Ostfildern (SEG) erbaut. 
  • 8. Dezember: Bei der neuen Grundschule Ruit wird das Richtfest gefeiert. Bislang verlief der Bau der auf 10,5 Millionen Euro Kosten veranschlagten Schule reibungslos.

2015

  • 12. Januar: Landschaftsplanerin und Umweltingenieurin Julia Gürth tritt die neu geschaffene Stelle als Klimaschutzmanagerin an. Ein Leuchtmittelflohmarkt, Energiespartipps im Internet und ein VHS-Kurs sollen erste Schritte zum Schutz des Weltklimas sein.
  • 2. Februar: Bei einem Festakt im KuBinO hat die Stadtbücherei Ostfildern von Regierungspräsident Schmalzl das Qualitätszertifikat „Ausgezeichnete Bibliothek“ erhalten. Es wurde von der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart konzipiert und verliehen.
  • 8. April: Die Genossenschaft BürgerEnergie Ostfildern wird derzeit von 258 Mitgliedern getragen. Mit den bislang installierten zehn Photovoltaikanlagen wird Strom für 135 durchschnittliche Vier-Personen-Haushalte erzeugt. Die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Grundschule Ruit wird auf 20 Jahre an die Stadt verpachtet, da sich derzeit nur der Eigenverbrauch des Solarstroms rechnet.
  • 12. Mai: Ostfildern wird vom Verein TransFair als 328. Stadt in Deutschland zur „Fairtrade-Stadt“ ernannt. Die Voraussetzungen hierfür werden in Ostfildern weit überschritten. 
  • 21. Juli: Die Zahl der zu erwartenden Flüchtlinge in Ostfildern hat sich von 300 auf 470 gesteigert. Damit ist die bisherige Unterkunftsplanung Makulatur geworden. Man will jedoch keine größeren Unterkünfte als für 60 Personen bauen, aber die Zahl der Unterkünfte erhöhen.
  • 29. Juli: In der Bürgerfragestunde der Gemeinderatssitzung tragen Bürger fast eine Stunde lang ihre Bedenken gegen die geplanten Flüchtlingsunterkünfte vor. Sorgen bezüglich Lärmbelästigung und Sicherheit stehen im Vordergrund. 
  • 30. Juli: Im Süden des Scharnhauser Parks sind zwei öffentliche Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Betrieb gegangen. Sie können innerhalb des Projekts „get eReady“ vorerst kostenlos genutzt werden.
  • 23. September: Im Rathaus Ruit wird Baubürgermeister Michael Assenmacher verabschiedet. Er tritt am 1. Oktober in Meerbusch eine neue Stelle als Beigeordneter an.
  • 1. Oktober: Für die Aktion „Stadtradeln 2015 – eine Stadtverwaltung radelt“ sind 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drei Wochen Fahrrad gefahren und haben dabei insgesamt 4.500 Kilometer für das Klima zurückgelegt. 
  • 13. November: Das Vorhaben der Stadtverwaltung, pro Unterkunftsstandort nur maximal 80 Flüchtlinge unterzubringen, kann angesichts der hohen Flüchtlingszahlen nicht bestehen bleiben. Das Landratsamt plant eine Belegung des Firmengebäudes Kistler in Nellingen mit 200 Wohnplätzen. Die Flüchtlingsunterkunft in der Jahnstraße Scharnhausen soll Mitte November bezogen werden.
  • 18. November: OB Christof Bolay äußert sich zuversichtlich zur aktuellen Flüchtlingskrise: „Wir werden die Herausforderung schaffen. In ein paar Jahren werden wir mit großer Zufriedenheit auf die Entwicklung in Deutschland schauen.“ Für ihn ist klar, „dass nicht irgendwelche Wirtschaftsflüchtlinge, sondern Menschen zu uns kommen.“ Bolay rechnet durch die Flüchtlinge insgesamt mit einem Bevölkerungszuwachs in Ostfildern von ein bis zwei Prozent (400 bis 800 Einwohner).
  • 9. Dezember: Der Gemeinderat wählt Monika Bader mit deutlicher Mehrheit zur Baubürgermeisterin. Die aus Schwäbische Gmünd stammende 51-jährige Dipl.- Ingenieurin tritt die Nachfolge von Michael Assenmacher an. Die erste Frau in der Ostfilderner Verwaltungsspitze ist derzeit Baudirektorin beim hessischen Finanzministerium. 

2016

  • 27. Januar: Der Gemeinderat beschließt die Einrichtung eines öffentlichen Internetzugangs (WLAN) im Stadthaus, im Nellinger Schulzentrum und An der Halle. Die Einrichtung wird knapp 20.000 Euro kosten, die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf 1.800 Euro.
  • 28. Januar: Die Stadtverwaltung will im Jahr 2016 durch die Auslobung verschiedener Preise das globale Klima beeinflussen. So soll zum Beispiel prämiert werden, wer den ältesten Kühlschrank gegen ein neues Gerät austauscht.
  • 26. Februar: Die neuen schwarzweißen Obdachlosenhäuser in der Kirchheimer Straße in Ruit werden im deutschen Pavillon der Biennale in Venedig vorgestellt. Sie gelten als gestalterisch gelungen und waren günstiger als Systembauten.
  • 18. März: In Ostfildern gibt es mittlerweile acht Carsharing-Autos. 
  • 30. Juni: Am Stadthaus im Scharnhauser Park kann ab sofort kostenlos im Internet gesurft werden. Die „free-key Box“ ist vor allem für Smartphones attraktiv.
  • 22. Juli: Andrea Koch-Widmann hat ihre Funktion als Vorsitzende des Ostfilderner Freundeskreis Asyl aufgegeben, da sie nun in der Stadtverwaltung als Integrationsbeauftragte arbeitet. 
  • 24. Juli: Die in Ostfildern erstmalig stadtweit gestartete Kampagne „Stadtradeln – für ein gutes Klima“ endet. Seit dem 4. Juli haben 264 Bürgerinnen und Bürger rund 58.687 km auf dem Rad zurückgelegt, das sind etwa zehn Radlerkilometer pro Aktionstag. Falls sie diese Strecke außerhalb der Kampagne ausschließlich mit dem Auto zurückgelegt hätten, wurden 8,3 Tonnen Kohlendioxid eingespart. 
  • 10. November: Im Treffpunkt Parksiedlung hat ein Reparatur-Café eröffnet. Einmal im Monat können Bürger ihre defekten Haushaltsgeräte oder Kleinmöbel selbst reparieren.
  • 23. November: Oberbürgermeister Christof Bolay unterzeichnet eine unterstützende Erklärung zum Klimaschutzpakt der Landes Baden-Württemberg mit den kommunalen Landesverbänden. Konkret setzt sich Ostfildern zum Ziel, bis zum Jahr 2040 eine weitgehend klimaneutrale Stadtverwaltung zu erreichen. 
  • 10. Dezember: Das Paracelsus-Krankenhaus Ruit gehört nun zu den Medius-Kliniken, wie die Kreiskrankenhäuser des Landkreises Esslingen nun genannt werden. Man spricht zukünftig von der Medius-Klinik Ruit.

2017

  • 11. Mai: In Scharnhausen soll ab 2019 im Rahmen des Zweckverbands Hochwasserschutz Körsch ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken gebaut werden.
  • 29. Juni: Die Kindertageseinrichtungen in Ostfildern machen sich auf den Weg zur Umsetzung eines Inklusionskonzeptes. Dazu gibt es eine Erklärung der Träger und Fachberater, wonach die Inklusion von Behinderten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe definiert wird. Der Gemeinderat teilt diese Auffassung, legt jedoch Wert auf einen Fortbestand der sonderpädagogischen Einrichtungen.
  • 11. Oktober: Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Rahmenplanung „Integrierte Stadtentwicklungsplanung – Gutes Älterwerden in den Stadtteilen Ostfilderns“. Es handelt sich um die Fortschreibung der Altenhilfeplanung bis 2030.

2018

  • 13. Januar: Die ausgedienten Weihnachtsbäume in Ostfildern werden im Holzheizkraftwerk Scharnhauser Park verfeuert. Die Einnahmen dieser Aktion werden für die Entwicklungshilfe gespendet.
  • 7. März: Der Gemeinderat beschließt das Bürgerbeteiligungsprojekt „Gutes Älterwerden in Nellingen“. Damit wird die Altenhilfeplanung fortgeschrieben. Es sollen nachbarschaftliche Netzwerke geschaffen werden. Das mit 60.000 Euro kalkulierte Projekt soll aus Mitteln der Bürgerstiftung, der SEG und dem Preisgeld eines Ideenwettbewerbs finanziert werden.
  • 16. Mai: Der Gemeinderat bestätigt den Ersten Bürgermeister Rainer Lechner mit 24 von 26 Stimmen im Amt. Damit ist der 60-Jährige, der für Finanzen und die innere Stadtverwaltung zuständig ist, für weitere acht Jahre gewählt.
  • 18. Juli: 

    OB Bolay informiert die Presse über den Quartiersentwicklungsprozess

    „Gutes Älterwerden in Nellingen – wir gestalten unsere Zukunft“. Bei der im ganzen Stadtteil plakatierten und mit einer zwölfseitigen Farbbroschüre begleiteten Kampagne steht bis Ende 2018 unter anderem eine geplante Seniorenwohngemeinschaft für acht bis zehn Bewohner im Fokus. Bei so genannten „Bürgertischen“ geht es nach der Einschätzung des Oberbürgermeisters „vor allem darum, Bündnisse zu schmieden und Netzwerke zu knüpfen“.

  • 19. Juli: Die Teilnehmer des ersten Seminars für wohnungssuchende Geflüchtete haben ihren „Wohn-Führerschein“ erhalten. Sie lernten an vier Abenden, wie man sich bei der Bewerbung und als Mieter verhalten sollte.
  • 25. Juli: Der Gemeinderat beschließt die Öffnung der Senioren-Treffpunkte für alle Altersschichten. Es sollen „Quartierszentren“ entstehen, in denen „alle zusammenkommen, egal welchen Alters, welcher Herkunft etc.“. Die Treffpunktleitungen sollen zukünftig nicht nur studiert haben, sondern sich auch von der operativen Ebene entfernen. Stattdessen sollen sie die Menschen „weiträumig in den Fokus nehmen“, wie es in der Gemeinderatsvorlage heißt. 
  • 20. Oktober: 

    Das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) Nellingen hat die Auszeichnungen

    „MINT-freundliche Schule“ der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ und

    „Digitale Schule“ erhalten. Das HHG bemüht sich u.a. mit Wettbewerbsteilnahmen und Arbeitsgruppen besonders um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

  • 11. Dezember: Landesverkehrsminister Winfried Hermann eröffnet den neuen Radweg über das Körschtalviadukt im Zuge der L1202. Der Abschluss der Bauarbeiten auf der Brücke hat sich um zwei Monate verzögert. Dafür sind die Rampen zu den umgebenden Fahrradwegen früher als geplant fertig geworden. Hermann spricht von 2,5 Millionen Euro Baukosten, mehr als 20 Prozent des gesamten Jahresbudgets des Landes für Radwege. 

2019

  • 23. Januar: Der Verwaltungsausschuss beschließt den Beitritt der Stadt Ostfildern zum Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Esslingen. Bis zum Jahr 2022 sollen in Kooperation mit der Telekom 90 Prozent der Gewerbegebiete eine schnelle Internetverbindung via Glasfaserkabel erhalten. Bis 2025 sollen alle Schulen sowie die Hälfte aller Haushalte versorgt werden und bis 2030 der Glasfaserausbau fast flächendeckend erfolgt sein.
  • 27. Februar: Der Gemeinderat beschließt den Neubau einer bundesligatauglichen Großsporthalle in Nellingen mit 750 Sitz- und 200 Stehplätzen. Sie wird die Sporthalle 1 aus den 1970er-Jahren ersetzen. Die Kosten werden grob auf rund 14 Millionen Euro geschätzt. 
  • 29. März: Verkehrsminister Hermann eröffnet den umgestalteten „Festo-Knoten“. Die Kreuzung wurde in etlichen Bauphasen mit einem Kostenaufwand von 6,5 Millionen Euro erweitert. Es werden dort täglich 32.000 Fahrzeuge gezählt.
  • 7. Juni: Infolge der Diskussionen um die Einstellung des Konstanzer Seenachtsfestes gerät auch das Ostfilderner Feuerwerksfestival „Flammende Sterne“ in den Fokus des Umweltschutzes. Ein Feuerwerk verursacht gesundheitsschädliche Stoffe wie Feinstaub, Stickoxide, Kohlenmonoxide und Kohlenwasserstoffe, jedoch keine nennenswerten CO2-Emissionen. 
  • 22. September: Vom 22. bis 29. September findet erstmals eine Interkulturelle Woche in Ostfildern statt unter dem Motto: „Zusammen leben, zusammen wachsen.“
  • 9. Oktober: Der Gemeinderat beschließt die probeweise Einführung eines VVS-Stadttickets für Ostfildern ab April 2020. Das Einzeltagesticket für unbegrenzte Fahrten innerhalb Ostfilderns und zur Stadtbahnhaltestelle Heumaden wird 3 Euro kosten. Wer von Ruit nach Nellingen und zurück mit der Stadtbahn fährt, bezahlt derzeit noch mindestens 4,74 Euro. 
  • 9. Oktober: Der Gemeinderat beschließt die Einrichtung einer beratenden Jugendvertretung im Verwaltungsausschuss. Dies hatte ein Antrag von mehr als 50 Jugendlichen gefordert, der vom „Arbeitskreis Courage – Gegen Rassismus für Demokratie“ unterstützt wird. Laut Gemeinderatsvorlage sollten bis zu zwei Mitglieder des mehrheitlich nicht demokratisch gewählten Jugendforums berufen werden. 
  • 14. November: Im Jahr 2020 sollen Stromtankstellen in allen sechs Stadtteilen Ostfildern installiert werden. In Nellingen sind bereits zwei Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten in Betrieb. 
  • 25. November: In Nellingen wird die 170 Seiten starke Konzeption „Gutes Älterwerden in Nellingen“ vor etwa 100 Interessierten vorgestellt. Eine gute Nachbarschaft ist der zentrale Wunsch der vielfältigen Gesprächsrunden, bei denen sich rund ein Prozent der Nellinger Bürgerschaft beteiligt hat. Bei einer umfangreichen Befragung von allen 5.747 Nellingern über 40 Jahren haben rund 1.600 geantwortet.

2020

  • 10. Januar: Die Landessportschule Ruit (ehemals Jugend- und Sportleiterschule Nellingen/Ruit) weiht das für fünf Millionen Euro grundlegend sanierte Waldhaus ein.
  • 3. März: Die Ruiter Medius-Klinik nimmt erstmals zwei Patienten aus dem Landkreis Esslingen auf, die mit dem Coronavirus (Sars-CoV-2) infiziert sind. Sie werden gegen Covid-19 auf der Isolationsstation behandelt.
  • 16. März: Im Landkreis Esslingen sind 111 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Um das dynamische Wachstum zu reduzieren, soll das öffentliche Leben weit möglichst reduziert werden. Die Stadtverwaltung Ostfildern schränkt den Publikumsverkehr in den Rathäusern stark ein. Städtische Einrichtungen sollen bis 19. April geschlossen bleiben. Veranstaltungen werden abgesagt oder verschoben.
  • 18. März: Bislang sind im Landkreis Esslingen 193 Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Bundesweit werden die Einschränkung im Rahmen eines „Shutdowns“ verschärft, u.a. werden alle Geschäfte geschlossen, die nicht den täglichen Bedarf decken. Gastronomische Betriebe sind ebenfalls geschlossen.
  • 13. Mai: Die Stadtverwaltung hält es derzeit nicht für angezeigt, die Hindenburgstraße in Nellingen umzubenennen. Reichspräsident Paul von Hindenburg sei eine Person mit vielen Facetten. Es sei in diesem Fall besser, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, als sie zu tilgen. 
  • 25. Mai: Die Bauarbeiten an der Otto-Vatter-Straße in Ruit beginnen. Im Rahmen der „Grünen Mitte“ soll durch Baumpflanzungen und Pflasterungen eine bessere Verbindung von Grünzone und Rathaus gestaltet werden. Die beiden Bäume, die vor dem Rathaus das Ruiter Gemeindewappen symbolisierten, wurden dafür gefällt.
  • 8. Juni: Der neue Champagne-Fahrradweg entlang der Breslauer Straße wird eingeweiht. Mit einer Steigung von bis zu neun Prozent ist es die steilste Filderauffahrt vom Neckartal nach Ostfildern im Vergleich zur Zollbergstraße und zur Berkheimer Steige. 
  • 15. Juni: Die Rathäuser in Ostfildern sind wieder regulär geöffnet, coronabedingt jedoch mit Hygiene- und Abstandsregelungen.
  • 8. Juli: Im Ausschuss für Technik und Umwelt wird ein ganzheitliches Konzept für eine zukunftsfähige Mobilität in Ostfildern vorgestellt, das vom Frauenhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) erarbeitet wurde. Als ein mögliches Projekt wurde der Ausbau der Stadtbahnhaltestelle Scharnhauser Park zu einer „Mobilitätsstation“ genannt: Dort soll nicht nur die Stadtbahn fahren, sondern auch Busse und Fahrräder. Auch Elektroautos sollen dort aufgeladen und Fahrräder in einem eigenen Parkhaus abgestellt werden können, und Fußgänger sollen dort auch noch gehen können.
  • 16. September: Ikeros hat im Nellinger Schulzentrum eine Zweigstelle eröffnet. Das seit 2007 am Herzog-Philipp-Platz existierende Ikeros-Jugendbüro der Kinder- und Jugendförderung Ostfildern unterstützt Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf.
  • 3. Oktober: In der Parksiedlung wird in den ehemaligen Räumen der Volksbank am Herzog-Philipp-Platz die „Parksiedlerei“ eingeweiht. Der Bürgerraum steht den bürgerschaftlichen Aktivitäten des Stadtteils zur Verfügung. 
  • 2 November: Aufgrund der stark gestiegenen Corona-Infektionsfälle beginnt bundesweit ein zweiter „Shutdown“. Im Unterschied zu einem Lockdown (engl. „Ausgangssperre“) dürfen sich die Einwohner noch außer Haus begeben. Einige Bereiche werden jedoch bis Ende November stark einschränkt, so dürfen z.B. Restaurants nur noch Abholung bzw. Lieferung anbieten. Die Schulen und Kindertagesstätten bleiben geöffnet.
  • 11. November: Der Gemeinderat fasst den Baubeschluss für den Neubau der Sporthalle 1 in Nellingen. Mit veranschlagten 14,6 Millionen Euro ist sie eines der teuersten Projekte der Stadtgeschichte. Die an anderer Stelle erbaute Halle soll Ende 2022 fertig gestellt sein.
  • 9. Dezember: Der Gemeinderat beschließt, die Errichtung eines „Fairteilers“ in Scharnhausen mit 5.000 Euro zu unterstützen. Die evangelische Kirchengemeinde will auf ihrem Grundstück eine Hütte bauen, in der überschüssige Lebensmittel abgelegt werden, die von allen kostenlos mitgenommen werden können. 
  • 9. Dezember: Der Gemeinderat beschließt, dass sich die Stadt Ostfildern als Gesellschafterin an der neuen Klimaschutzagentur des Landkreises beteiligt. Der Gesellschafterbeitrag beläuft sich zunächst auf 17.500 Euro pro Jahr. Allerdings müssen alle von Ostfildern angeforderten Leistungen gesondert vergütet werden.
  • 16. Dezember: Auch in Ostfildern treten verschärfte Corona-Beschränkungen in Kraft: Zum ersten Mal gibt es im Rahmen eines Lockdowns nächtliche Ausgangssperren von 20 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

2021

  • 5. Januar: OB Christof Bolay veröffentlicht seine Neujahrsansprache wegen der Corona-Pandemie per Video. Er bittet die Bevölkerung um die Einhaltung der Beschränkungen und stellt in der Krise eine neue Achtsamkeit fest. Bolay sieht die Chance, dass wir nach der Pandemie „in neuer Form, aber alter Stärke unsere Gesellschaft gestalten können.“
  • 3. Februar: Der Gemeinderat befürwortet, dass das neue Gewerbegebiet Scharnhausen West CO2-neutral und mit 100 Prozent erneuerbarer Energie versorgt wird. Eine Machbarkeitsstudie von EnBW und Urban Standards hat verschiedene Varianten aufgezeigt.
  • 7. Februar: Oberbürgermeister Christof Bolay (SPD) wird mit 68,6 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen für eine dritte Amtsperiode wiedergewählt. 
  • 14. April: Der Gemeinderat stimmt für die Errichtung von zwei neuen RegioRad-Stationen in Ostfildern. Die Ausleihe von jeweils fünf Pedelecs soll zukünftig sowohl auf dem Rathausplatz in Scharnhausen als auch an der Stadtbahnhaltestelle Kreuzbrunnen möglich sein. OB Bolay rechnet mit „großer Nachfrage“. Das Angebot kostet die Stadt einmalig etwa 20.000 Euro zur baulichen Herstellung der Stationen und jährlich gut 9.000 Euro für den Betrieb bis 2026.
  • 14. April: Aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Ostfildern wie auch im ganzen Landkreis Esslingen wieder eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens. Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis liegt bei 179, und hat eine steigende Tendenz.
  • 28. April: Der Gemeinderat beschließt den Bebauungsplan für den Neubau der Sporthalle 1 in Nellingen. Die Kosten des Gebäudes werden derzeit mit rund 13 Millionen Euro angegeben. Es soll nahezu CO2-neutral sein. Die Halle für 950 Zuschauer soll sowohl den Anforderungen des Schulsports als auch des Leistungssports genügen.
  • 23. Juni: Der Gemeinderat beschließt den Modus der zukünftigen Jugendbeteiligung im Gemeinderat. Demnach sollen zwei Sprecher, die von einer Jugendvollversammlung gewählt sind, bei jugendrelevanten Gemeinderatsthemen Gehör finden.
  • 2. Juli: In Scharnhausen wird der so genannte „Fairteiler“ in Betrieb genommen. In einer Holzhütte bei der evangelischen Kirche sollen von „Foodsavern“ Lebensmittel angeboten werden, die übrig geblieben sind. Der Aufruf an die Bevölkerung lautet: „Kommt retten“.
  • 12. August: Die Fluglärmkommission Stuttgart hat sich im Juli mit einer neuen Abflugvariante vom Flughafen in Richtung Süden befasst. Ein steilerer Abflugwinkel bei manchen Flügen könnte viele Anwohner der Region vom Fluglärm entlasten, andere aber mehr belasten. Ostfildern würde entlastet. Auch würde CO2 eingespart. 
  • 31. August: Ostfildern unterzeichnet mit den anderen sieben Gesellschaftern den Gesellschaftsvertrag für die Klimaschutzagentur (Klischa) des Landkreises Esslingen. Erstes Leuchtturmprojekt ist ein Integriertes Klimaschutzkonzept für den Kreis. Die Klischa will ein breites Leistungsspektrum für Privatpersonen, Firmen und Kommunen anbieten.
  • 1. September: Die Stadtverwaltung Ostfildern beginnt mit der finanziellen Förderung des Radfahrens. Bedienstete können einen zinslosen Gehaltsvorschuss zum Kauf eines Fahrrads oder Pedelecs bekommen. Wer künftig mit dem Drahtesel zur Arbeit fährt, erhält an maximal 100 Tagen im Jahr jeweils drei Euro „Radlerbonus“.
  • 14. September: Die RegioRad Stuttgart eröffnet offiziell ihre Pedelec-Verleihstationen an der Stadtbahnhaltestelle Kreuzbrunnen und am Marktplatz in Scharnhausen. Je fünf Fahrräder mit Motorunterstützung können dort ausgeliehen und an mehr als 200 Verleihstationen in der Region zurückgegeben werden. 
  • 17. September: Am 17. Und 18. September findet in Ostfildern erstmals eine stadtweite Markungsputzaktion statt. Etwa 350 Einwohner sammeln rund 30 Kubikmeter Müll, von der Zigarettenkippe bis zu Altreifen. Die Putzete soll nächstes Jahr wiederholt werden.
  • 6. Oktober: Nach der Umgestaltung der Autobahn-Anschlussstelle Esslingen wird der Verkehr auf der neuen Straßenführung komplett frei gegeben. Jetzt wird die neue nördliche Autobahnparallele L1204 sowohl bei der Auffahrt als auch bei der Abfahrt genutzt. Grund der Umgestaltung ist die neue ICE-Trasse parallel zur Autobahn A8.
  • 14. November: Erstmalig gibt es in Ostfildern eine zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag für alle Stadtteile. Er findet auf dem Nellinger Friedhof statt. Künftig wird der Stadtteil, in dem der Volkstrauertag begangen wird, jedes Jahr wechseln.

2022

  • 24. Februar: Russland startet einen Angriffskrieg auf die Ukraine. Auch die Einwohner der Partnerstadt Poltawa leben nun in ständiger Angst.
  • 3. April: Nach der Beendigung der pandemischen Coronalage treten Lockerungen in Kraft. So ist zum Beispiel die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden oder in Einkaufsläden aufgehoben. In den städtischen Verwaltungsgebäuden entfällt die Maskenpflicht für Mitarbeiter und Besucher ebenfalls. Teile der Verwaltung halten jedoch an der Maskenpflicht für Besucher zunächst fest.
  • 22. April: Im Auftrag des kommunalen Starkregenmanagements veröffentlicht das Stuttgarter Ingenieurbüro Winkler und Partner Ostfilderner Überflutungskarten von drei Starkregenszenarien. Als kleinstes Risiko wird ein einstündiger Niederschlag mit 43 Litern pro Quadratmeter angenommen. Ein solcher Starkregen soll sich statistisch gesehen einmal in 30 Jahren ereignen.
  • 23. April: Die Stadt Ostfildern überschreitet die Marke von 40.000 Einwohnern. Als 40.000. Einwohnerin wird in der Stadtrundschau vom 23. Juni die Neubürgerin Kristina Fauser vorgestellt.
  • 25. Mai: Im Jugendhaus Zentrum Zinsholz fand die konstituierende Sitzung der Jugendvollversammlung statt. Sie löst das Jugendforum ab. Als Sprecher des fünfköpfigen Jugendrats wurden für zwei Jahre die Schülerin Merle Dorneich und der Lehramtsstudent Hannes Schmid gewählt. 
  • 26. Juni: In den Bürgergärten im Scharnhauser Park findet unter dem Titel „Gartentraum“ zum ersten Mal ein Gartenmarkt statt. Bei bestem Sommerwetter kommen viele Besucher. Veranstalter ist das städtische Kulturbüro zusammen mit den Obst- und Gartenbauvereinen Ostfilderns.
  • 8. Juli: Das neue Gewerbegebiet Scharnhausen West wird ein Klima-Vorzeigeprojekt. Das elf Hektar große Gebiet soll zu 65 Prozent energieautark werden. Mit 370 Erdwärmesonden wird es das derzeit größte Erdwärmesondenfeld in Deutschland. Photovoltaikanlagen sollen auf allen Dächern installiert werden. Mindestens 200 Ladepunkte für E-Autos sind geplant. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Gewerbegebiet gleicher Größe sollen damit rund 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Die Gebäude des Gewerbegebiets entstehen ab 2024. Dort können gut 2.200 Arbeitsplätze entstehen.
  • 27. Juli: Der Gemeinderat beschließt ein Maßnahmenpaket, um die Stadtverwaltung als Arbeitgeberin attraktiver zu machen. Darunter gehört unter anderem ein zusätzlicher Urlaubstag am Geburtstag oder die Bezuschussung von 75 Prozent des ÖPNV-Ticketpreises bei der Fahrt zum Arbeitsplatz. 
  • 27. Juli: Erster Bürgermeister Rainer Lechner gibt im Gemeinderat bekannt, dass er zum 31. März 2023 im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand wechseln wird. Er ist eigentlich noch bis 2026 gewählt. 
  • 6. August: Die Ferienfreizeit Sommerlager Ostfildern findet erstmals an der Lindenschule in der Parksiedlung statt, da die traditionell genutzte Körschtalhalle mit Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine belegt ist.
  • 13. Oktober: Die Stadtverwaltung Ostfildern bereitet sich mit einem dreistufigen Energie- Aktionsplan auf die Einschränkungen der derzeitigen Energiekrise vor. Bereits in Stufe 1 gilt eine Beschränkung der Raumtemperatur in städtischen Gebäuden auf 19 Grad. Nebenflächen sollen nicht mehr geheizt werden.
  • 25. Oktober: OB Bolay beschließt, in diesem Jahr gänzlich auf die Aufstellung von Weihnachtsbäumen in den Stadtteilen zu verzichten. Der Grund ist, dass die elektrischen LED-Kerzen zu viel Strom verbrauchen. Bei einem jeweils sechsstündigen Leuchtbetrieb an 40 Tagen würden an sechs Standorten zusammengerechnet grob geschätzt knapp 100 kWh Strom verbraucht werden. 
  • 22. November: Der Landkreis Esslingen gibt eine neue Studie über die Machbarkeit der Stadtbahnverlängerung von Nellingen nach Esslingen in Auftrag. Da nun Aspekte wie Klimaschutz, Energieaufwand oder Barrierefreiheit auch als Bewertungskriterien gelten, werden dem Zukunftsprojekt neue Chancen eingeräumt. Die Stadt Ostfildern beteiligt sich mit 20.000 Euro an den Kosten der Machbarkeitsstudie.
  • 5. Dezember: Die Freiwillige Feuerwehr Ostfildern erhält im Jahr 2023 eine hauptamtliche Leitung. Die neue Beamtenstelle im gehobenen Dienst umfasst auch die Leitung des neu zu schaffenden Sachgebiets Feuerwehr und Katastrophenschutz mit bis zu vier Beschäftigten. 
  • 15. Dezember: Das Landratsamt Esslingen veröffentlicht zum letzten Mal die täglichen Coronazahlen für die Städte und Gemeinden im Landkreis. Für Ostfildern sind an diesem Tag insgesamt 19.420 gemeldete Infektionen seit Beginn der Pandemie angegeben. Das ist fast die Hälfte der Ostfilderner Bevölkerung. Die tatsächliche Zahl dürfte davon jedoch abweichen, da zum einen zahlreiche Bürger bereits mehrfach infiziert waren, zum anderen jedoch auch, da es vor allem in letzter Zeit eine hohe Dunkelziffer gab: Viele Infizierte verzichten auf den PCR-Test und werden deshalb gar nicht mehr an das Gesundheitsamt gemeldet.

2023

  • 16. Januar: Die Stadt Ostfildern und die Netze BW haben in Scharnhausen und Kemnat jeweils sechs neue Ladepunkte für Elektroautos eingerichtet. Sie wurden im ersten Monat 100- bzw. 134-mal genutzt. Insgesamt betreibt die Stadt Ostfildern mit der Netze BW nun 20 Lademöglichkeiten in Ostfildern. 15 weitere Ladepunkte sind öffentlich zugänglich. Die Stadtverwaltung will die Lademöglichkeiten für E-Autos weiter ausbauen.
  • 8. Februar: Der Gemeinderat stimmt dem Antrag der Stadtverwaltung zu, künftig das Deutschland-Ticket ihrer Bediensteten mit 75 Prozent der Kosten zu subventionieren. Dabei ist nicht Bedingung, dass der ÖPNV zur Fahrt zur Arbeitsstätte genutzt wird. 
  • 8. Februar: Der Gemeinderat wählt den 37-jährigen Andreas Rommel zum Ersten Beigeordneten. Er ist bislang Kämmerer der Gemeinde Schwaikheim im Rems-Murr-Kreis. 
  • 24. März: Die Stadt Ostfildern stellt ihr Integrationskonzept mit Hilfe eines umfassenden Monitorings auf den Prüfstand. Dazu ist das Integrationskonzept 2.0 veröffentlicht worden.
  • 31. März: Erster Bürgermeister Rainer Lechner wird im Saal des Stadthauses feierlich in den Ruhestand verabschiedet.
  • 1. April: Die Stadt Ostfildern fördert bürgerschaftliche Stecker-Solargeräte („Balkonkraftwerke“) mit 250 Euro pro 600-Watt-Solaranlage. Das Fördervolumen ist zunächst auf 10.000 Euro begrenzt. Die damit subventionierten 40 Anlagen produzieren im besten Fall 0,017 Prozent des Ostfilderner Gesamtstromverbrauchs. Der Fördertopf ist binnen drei Tagen ausgeschöpft.
  • 19. April: Im Gemeinderat wird der neue Erste Bürgermeister Andreas Rommel vereidigt. Er tritt sein Amt am 1. Mai 2023 an.
  • 26. Mai: Im Körschtal bei Scharnhausen wird das neue Rückhaltebecken an der Ruiter Straße eingeweiht. Das massive Absperrbauwerk, an dem seit 2021 gebaut wurde, kann bei extremem Hochwasser 183.000 Kubikmeter Wasser bis fast nach Stockhausen aufstauen und kontrolliert abgeben. Es hat 6,9 Millionen Euro gekostet.
  • 22. Juni: Die 20 Teilnehmer des Klimafit-Kurses der Volkshochschule (VHS) werden von OB Bolay für ihre Teilnahme mit einer Urkunde ausgezeichnet. Es handelte sich dabei um die bundesweit größte Teilnehmerzahl eines solchen VHS-Kurses.
  • 1. Juli: In der neuen Unterkunft für Geflüchtete in den Holzwiesen im Scharnhauser Park findet ein Tag der offenen Tür statt. Damit hat Ostfildern insgesamt 800 Unterkunftsplätze für Flüchtlinge.
  • 26. Juli: Der Gemeinderat stimmt den erarbeiteten Zielszenarien der kommunalen Wärmeplanung zu. Bis 2040 müssen demnach jährlich 250 Millionen kWh in Ostfildern vollständig durch CO2-freie Wärmequellen gedeckt werden. Bis 2028 sollen Konzepte und Machbarkeitsstudien vorliegen.
  • 17. August: Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Stadtverwaltung Ostfildern für die vorbildhafte Nutzung von umweltfreundlichem Recyclingpapier ausgezeichnet. Die Verwaltung verwendet zu 88 Prozent Papier mit dem „Blauen Engel“.
  • 21. September: Die Stadtverwaltung Ostfildern ist nun auch in den sozialen Medien Facebook und Instagram mit einem Auftritt vertreten. Die Pressestelle informiert zukünftig regelmäßig über aktuelle Themen und Veranstaltungen.
  • 7. Oktober: Die neue Nellinger Sporthalle 1 zwischen Parkhaus und TVN-Heim In den Anlagen wird eingeweiht. Die Bauzeit der Halle betrug über zwei Jahre. Sie hat rund 14 Mio. Euro gekostet.
  • 26. Oktober: Bei der „1. Kinderdemokratiekonferenz – Wir in Ostfildern“ haben 89 Kinder aller zwölf örtlichen Schulen ihre Wünsche und Visionen für die Stadt artikuliert. Sie wollen mehr Wald und weniger Müll auf den Schulhöfen. Kino, Freibad, Zoo und Klettergarten stehen ebenso ganz oben auf der Wunschliste. Finanziert wurde die Veranstaltung von der „Partnerschaft für Demokratie Ostfildern“, also aus Bundesmitteln.
  • 16. November: Im Jugendhaus Zentrum Zinsholz findet eine so genannte Demokratiekonferenz mit etwa 50 Gästen statt, darunter etliche Mitglieder des Gemeinderats und städtische Bedienstete. Es geht dabei um Aufklärung über das Phänomen Verschwörungstheorien. Die Veranstaltung wird über das Bundesprogramm „Demokratie leben“ finanziert.

2024

  • 25. Januar: OB Christof Bolay hat zusammen mit 29 anderen Oberbürgermeistern in Baden-Württemberg einen offenen Brief gegen rechtsextremistisches Gedankengut und für die demokratischen Grundwerte unterschrieben.
  • 31. Januar: Der Gemeinderat wählt Michael Lübke zum neuen Baubürgermeister. Der 51-jährige Diplom-Ingenieur Raum- und Umweltplanung ist derzeit Verwaltungsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Oberndorf am Neckar. 
  • 6. März: Der Gemeinderat stimmt der Modernisierung von vier Stadtbahnfahrzeugen zu. Nach mehr als 23 Jahren ist die Stadt Ostfildern vertraglich dazu verpflichtet, etwa 6,5 Millionen Euro für die Sanierung aufzuwenden.
  • 6. März: Der Gemeinderat stimmt dem modifizierten Bebauungsplan für das Baugebiet Parksiedlung Nord-Ost zu. Damit sind die Mängel beim Großprojekt behoben. Der Bebauungsplan war bereits drei Mal vor Gericht gelandet. Die fünf Gebäude der Hofkammer stehen bereits und können jetzt vermarktet werden.
  • 21. März: Im Bürgerhaus Ruit wird Baubürgermeisterin Monika Bader offiziell verabschiedet.
  • 9. April: Die ukrainische Partnerstadt Poltawa wird erstmals seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges von einer russischen Rakete getroffen. Es gibt eine Tote und Verletzte.
  • 11. April: Der Glasfaserausbau für ein schnelles Internet in Nellingen ist gestartet.
  • 17. April: Der Gemeinderat beschließt, die stark ramponierten „Sitz- und Flitzhasen“ der Künstlerin Rosalie im Scharnhauser Park renovieren zu lassen. Es wird mit Kosten von rund 80.000 Euro gerechnet. Die Hälfte dieser Summe soll als Spende von den Bürgern kommen. Das Kunstwerk wurde für die Landesgartenschau 2002 geschaffen und gilt inzwischen als ein Wahrzeichen Ostfilderns.
  • 1. Juli: Baubürgermeister Michael Lübke tritt sein Amt an.
  • 4. Juli: In der Kita Kunterbunt in Nellingen soll ab Herbst 2024 der Malteser Hilfsdienst zusätzliche Spiel- und Betreuungszeiten für Kinder ab drei Jahren anbieten. Mit dem Pilotprojekt sollen die Kindergarteneltern angesichts des Fachkräftemangels zeitlich entlastet werden.
  • 15. Juli: Die Stadt Ostfildern wird beim „European Energy Award“ ausgezeichnet. Damit werden die zahlreichen kommunalen Planungsschritte für den Klimaschutz honoriert. Insgesamt werden 22 Kommunen in Baden-Württemberg mit dem Preis ausgezeichnet, auch der Landkreis Esslingen selbst.
  • 25. Juli: Auf dem Stifterforum der Bürgerstiftung Ostfildern (BSO) wird das Projekt „Kaiserhaus“ verkündet. Das Gebäude Kaiserstraße 7, das der BSO 2011 von Richard Kühnle vermacht worden waren, soll bis 2026 zu 16 Altenwohnungen umgebaut werden. Die BSO rechnet mit Kosten in Höhe von 3,9 Millionen Euro.
  • 20. August: Drei Gebäude in Ostfildern sind von der Architektenkammer Baden-Württemberg als „Beispielhaftes Bauen im Landkreis Esslingen“ ausgezeichnet worden: Das Haus Liselotte der Gradmann-Stiftung (Architekten Kauffmann Theilig Partner, Kemnat), die neue Sporthalle 1 in Nellingen sowie die „Häuser im Park“ der HKPE Hofkammer Projektentwicklung GmbH. Insgesamt wurden 22 Gebäude im Landkreis prämiiert.
  • 29. August: Die Stadt Ostfildern verstärkt den Katastrophenschutz mit einem Verwaltungsstab. So will man besser auf Risiken wie Hochwasser, Starkregen oder Stromausfall vorbereitet sein.
  • 18. November: Alle Schulen in Ostfildern sind einem „Pakt für Prävention“ beigetreten. Dabei sollen den Schülerinnen und Schülern Werte wie Respekt, Toleranz, Gewaltfreiheit, Demokratie, Vertrauen, Stärken, Verantwortung und Zivilcourage vermittelt werden. Operativ wird das Projekt von der Kinder- und Jugendförderung (KiJu) getragen, finanziell von der Bürgerstiftung Ostfildern (BSO), die im ersten Jahr 15.000 Euro beisteuert.
  • 21. November: Ein Verwaltungsstab der Stadtverwaltung hat eine Übung für Krisenfälle wie Hochwasser oder Stromausfall durchgeführt.
  • 5. Dezember: Die neue Sporthalle 1 in Nellingen wurde von der Architektenkammer Baden-Württemberg als „Beispielhaftes Bauen“ ausgezeichnet. Die Jury lobte die Kombination aus Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit beim 14-Millionen-Projekt.
  • 31. Dezember: Die Holzheizkraftwerk Scharnhauser Park GmbH & Co. KG wird aufgelöst. Nach 20 Jahren steigen die KWA Contracting AG und die Kraftwärmeanlagen GmbH aus. Neue Gesellschafter werden die Stadtwerke Esslingen (SWE) und die Stadtwerke Ostfildern (SWO). Für die Bewohner des Scharnhauser Parks ändert sich bei ihrer Wärmeversorgung nichts.

Stand: 31. Dezember 2024

Ausgewertet wurden für die Stadtchronik ab 1992 folgende Zeitungen:

  • Stadtrundschau - Mitteilungsblatt der Stadt Ostfildern
  • Eßlinger Zeitung (EZ)
  • Filder-Zeitung (FZ) bis 31. Dezember 1998
  • Stuttgarter Zeitung (StZ)
  • Stuttgarter Nachrichten (StN)

Das in der Chronik genannte Datum bezieht sich meistens auf das Ereignis selbst. In einigen Fällen wurde jedoch das Datum des zu dem Ereignis erschienenen Zeitungsberichts gewählt. Das Ereignis selbst hat demnach in diesen Fällen kurz zuvor stattgefunden.

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