„Viele Menschen fragen sich, welche Auswirkungen der Flächennutzungsplan auf ihr unmittelbares Umfeld haben kann“, sagt Baubürgermeister Michael Lübke. „Deshalb ist mir wichtig zu betonen: Der Prozess befindet sich noch in einer frühen Phase. Mit dem Flächennutzungsplan werden keine konkreten Bauvorhaben beschlossen.“
In den Stellungnahmen und Gesprächen wurden vor allem Fragen zur zukünftigen Entwicklung der Stadt gestellt. Dabei ging es insbesondere um mögliche neue Bauflächen, den Schutz von Klima und Umwelt, den Erhalt von Freiräumen sowie die Auswirkungen auf Verkehr und soziale Infrastruktur.
Was passiert jetzt mit den Stellungnahmen?
Die genannten Themen stehen nun im Mittelpunkt der weiteren Arbeit am Flächennutzungsplan. Derzeit werden alle eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet und fachlich geprüft. Dies braucht Zeit: Jede Stellungnahme wird sorgfältig geprüft und in die fachliche Abwägung einbezogen. Geprüft wird insbesondere, welche Hinweise bereits berücksichtigt sind, welche Anregungen in die weitere Planung einfließen können und wo weiterer Untersuchungsbedarf besteht.
Die eingegangenen Beiträge sind damit ein wichtiger Bestandteil des laufenden Planungsprozesses. Eine Frage wird dabei besonders häufig gestellt: „Wird auf den dargestellten Flächen jetzt bald gebaut?“ Die Antwort lautet: Nein. Der Flächennutzungsplan schafft noch kein Baurecht. Er legt die langfristigen Entwicklungsziele einer Stadt fest und zeigt auf, welche Nutzungen künftig grundsätzlich denkbar sein könnten.
Bis aus einer Fläche tatsächlich ein Baugebiet werden kann, sind noch zahlreiche weitere Schritte erforderlich. Dazu zählen unter anderem: fachliche Untersuchungen und Gutachten, politische Beratungen und Beschlüsse sowie das Bebauungsplanverfahren zur Schaffung von Baurecht. Auch diese Verfahren bieten weitere Beteiligungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit.
Dabei werden wichtige Themen wie Verkehr, Klima, Natur- und Artenschutz, soziale Infrastruktur sowie die technische Erschließung genauer untersucht. Der Flächennutzungsplan ist somit ein wichtiger erster Schritt, aber noch keine Entscheidung über eine konkrete Bebauung einzelner Flächen.
Mit dem Abschluss der frühzeitigen Beteiligung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nun beginnt die nächste Phase des Verfahrens. Der Dialog mit der Bürgerschaft wird fortgesetzt: Auch in den kommenden Monaten wird über den aktuellen Stand informiert und es werden weitere Möglichkeiten zum Austausch angeboten. So bleibt der Flächennutzungsplan ein Prozess, der transparent begleitet und gemeinsam diskutiert wird.
So geht‘s weiter
- fachliche Prüfung der Stellungnahmen
- Erarbeitung des Planentwurfs
- Fortsetzung des Dialogs mit der Bürgerschaft
- öffentliche Veranstaltung Anfang 2027
- Offenlage des Entwurfs
Weitere Informationen zu diesem Thema
Flächennutzungsplanung