In Zeiten wachsender Unsicherheiten und tiefgreifender Veränderungen steht Vertrauen vor besonderen Herausforderungen. Gleichzeitig ist es eine wichtige Grundlage für Engagement. Unter dem Titel „Engagement – Vertrauen in Menschen“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis zusammen und brachten ihre unterschiedlichen Perspektiven ein.
Zum Auftakt der Konferenz kamen in einer Blitzlichtrunde unterschiedliche Sichtweisen auf Vertrauen zusammen – von der Wirtschaftsethik über neurowissenschaftliche Erkenntnisse bis zum Engagement junger Menschen. Für die Stadt Ostfildern nahm Daniel Blank, Fachbereichsleiter Kultur und Soziales Miteinander, an der Runde teil. Am Beispiel der Zusammenarbeit von Gemeinderat und Stadtverwaltung machte er deutlich, was ein vertrauensvolles Miteinander braucht: „In Ostfildern kann man mit gutem Gewissen von einem vertrauensvollen Miteinander von Gemeinderat und Stadtverwaltung sprechen. Das ermöglicht in vielerlei Hinsicht eine konstruktive Arbeit an der Sache. Ein solches Vertrauensverhältnis braucht aber auch Pflege und ein klares Rollenverständnis der Beteiligten. Beides ist in Ostfildern erfreulicherweise sehr gut ausgeprägt.“
Auch Steffen Jäger, Präsident und Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags Baden-Württemberg, brachte seine Perspektive ein. Er machte deutlich, dass Veränderungen oft schwerfallen. Umso wichtiger sei es, die eigene Bereitschaft zum Engagement zu nutzen, Veränderungen mitzugestalten und gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Verantwortung zu übernehmen.
Veranstaltet wurde die zweite Perspektivenkonferenz vom Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart. Die Konferenz war zugleich Teil des 25-jährigen Jubiläums des Gemeindenetzwerks Bürgerschaftliches Engagement: Vor 25 Jahren kamen in Ostfildern 21 Kommunen zusammen, um die Förderung Bürgerschaftlichen Engagements als wichtigen Beitrag zur kommunalen Entwicklung zu stärken.