Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und ein kleines Geschenk – die Hauptpreise, Büchergutscheine, Spiele und vier Tickets für den Freizeitpark in Tripsdrill, wurden verlost. Die Teilnehmer waren zwischen sieben und 13 Jahre alt, die meisten zwischen zehn und zwölf Jahren. „Wir freuen uns sehr, dass der Wettbewerb weiterhin so gut läuft“, sagte Heike Schepp bei der großen Abschlussparty im Nellinger KuBinO mit Blick auf den neuen Teilnehmerrekord. Auch dass unter den insgesamt 152 Leseratten immerhin 51 Jungs waren, sorgte für Freude. „Im Leseclub wird Lesen endlich mal honoriert. Das ist ein Anreiz, auch für Jungs“, erklärte Schepp.
„Das ist ein Rekordjahr“, lobte Erster Bürgermeister Andreas Rommel, der erstmals die Siegerehrung übernahm. Er selbst habe nicht mehr viel Zeit zum Lesen. „Dabei regt Lesen die Fantasie an und lässt uns in andere Welten eintauchen.“ Er dankte besonders der Bürgerstiftung Ostfildern, vertreten bei der Abschlussparty durch die Stiftungsratsvorsitzende Irmgard Brendgen, die den Leseclub seit vielen Jahren unterstützt. „Das ist eine sehr privilegierte Partnerschaft für uns“, bestätigte auch Schepp. „Ohne die Bürgerstiftung wäre eine solche Abschlussparty gar nicht möglich.“
Insgesamt wurden zwischen dem 14. Juli und dem 26. September 441 aktuelle Bücher für den Leseclub bereitgestellt, bei 1.148 Entleihungen wurde in jedem Buch mehr als zweimal geschmökert. Erneut waren viele der Teilnehmer Wiederholungstäter – gleich 59 Jungen und Mädchen hatten bereits im Vorjahr am Sommerleseclub teilgenommen. Auch die Schulvielfalt war wieder groß. Schülerinnen und Schüler aller Schulen des Ostfilderner Schulcampus sowie der Grundschulen waren vertreten. Erstmals konnte in diesem Jahr zudem eine Kreativaufgabe abgegeben werden, bei der die Teilnehmer selbst ein Buchcover gestalten sollten.
Die meistgelesenen Bücher waren „Trubel im Tierhotel“ aus der Drei-!!!-Reihe von Miriam Mann, „Geisterprüfung“ von Christine Haas und „Wildpferde mutig und frei: Im Revier des Bären“ von Sabine Giebken. Den Titel „Oberste Ostfilderner Leseratte“ sicherte sich erstmals Leonie Ockert. Die Elfjährige aus der Parksiedlung hatte zum zweiten Mal am Sommerleseclub teilgenommen – und hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark gesteigert. Während sie 2025 „nur“ sechs Bücher schaffte, waren es in diesem Jahr 36 Bücher, die sie in ihrem Clubheft abstempeln ließ. „Ich habe mir immer wieder neue Ziele gesetzt, erst waren es sechs, dann zehn, dann 15, dann 21 und dann habe ich einfach immer weitergelesen“, gab Leonie Einblick in ihren Lese-Sommer. Dass es unterm Strich dann 36 Bücher geworden sind begründete Leonie damit, dass sie diesen Sommer einfach mehr Zeit gehabt habe. Auf den zweiten Platz kam Lotta Kulessa mit 29 Büchern, gefolgt von ihrem Bruder Paul Kulessa mit 26 Büchern.
Die Aktion fand zum 15. Mal im Rahmen von „Heiss auf Lesen“ statt, der landesweiten Sommerleseclub-Initiative der öffentlichen Bibliotheken in Baden-Württemberg. Angesprochen sind Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis ins Teenageralter, ausdrücklich auch junge Leute, für die eine Bibliothek bislang kein Hotspot ihres Lebens war. Im Fokus stehen spielerische Verbesserungen des Textverständnisses, der Sprach- und Medienkompetenz.
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