Blässinger blickt auf eine fast 100-jährige Firmengeschichte zurück. Heute führt Till Blässinger das Familienunternehmen in dritter Generation. Vom Hauptsitz in Kemnat aus ist das Unternehmen mit zahlreichen weiteren Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv. Bei einem Rundgang durch die Lagerhallen und die Fertigungsbereiche erhielten die Gäste Einblicke in die betrieblichen Abläufe. Blässinger betreut 5.000 Industriekunden und bietet ihnen neben technischen Komponenten auch individuelle Beratung und maßgeschneiderte Lösungen. „Wir können mehr als andere“ – dieser Anspruch zeigt sich auch darin, dass beispielsweise technische Lager durch den Einsatz spezieller Schmierstoffe an besondere Einsatzbedingungen angepasst werden können.
Deutschlandweit beschäftigt das Unternehmen 160 Mitarbeitende, darunter 25 Ingenieure und Techniker. Das umfangreiche Sortiment zeigt sich auch im Onlineshop mit mehr als 300.000 Artikeln. Mit dem Netzwerk 3ISP setzt Blässinger auf internationale Zusammenarbeit. Gemeinsam mit spezialisierten Handelspartnern kann das Unternehmen Industriekunden auch über Ländergrenzen hinweg mit technischen Produkten, Beratung und Service unterstützen.
Neben den Einblicken in das Unternehmen ging es wurden auch die wirtschaftlichen Herausforderungen für die Industrie thematisiert. Till Blässinger bezeichnete die Situation im Maschinenbau als die heftigste Krise, die er bislang erlebt habe. Erste Anzeichen einer Belebung seien zwar erkennbar, machten sich im Tagesgeschäft aber noch nicht deutlich bemerkbar. Während die Elektroindustrie, die Chemiebranche und die Verteidigungsindustrie derzeit eine stärkere Nachfrage verzeichneten, bleibe die Lage in anderen Bereichen angespannt.
Auch die Rahmenbedingungen am Standort Ostfildern kamen zur Sprache. Erster Bürgermeister Rommel nutzte die Gelegenheit, um über aktuelle Entwicklungen in der Stadt zu informieren. Gleich zu Beginn stellte er klar, dass trotz der angespannten Haushaltslage keine Erhöhung der Gewerbesteuer vorgesehen sei. Zugleich investiere die Stadt weiterhin in die Bildungsinfrastruktur. Ein Beispiel dafür sei die Sanierung der Pfingstweideschule in Kemnat. Rommel unterstrich zudem die Bedeutung des direkten Austauschs mit den Unternehmen: „Uns ist es wichtig, Stimmung und Stimmen von Ihnen aufzunehmen.“
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