Damit das Prinzip der Rücksichtnahme auch im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger verankert wird, soll die Kampagne „Besser Gemeinsam Unterwegs“ neu belebt werden und künftig dauerhaft im Stadtgebiet präsent sein.
Den Grundstein für die Kampagne legte ein Runder Tisch im April 2023. Auf Einladung der Stadt kamen Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaft, Verwaltung, Bürgerschaft und Verbänden zusammen, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam Lösungen für mögliche Konflikte zu entwickeln. Daraus entstand die Kampagne „Besser Gemeinsam Unterwegs“.
In den vergangenen Jahren machte die Stadt mit Plakaten entlang der Wirtschaftswege auf die Kampagne aufmerksam. Da die Plakate jedoch immer wieder durch Vandalismus oder auch Stürme beschädigt wurden, setzt die Stadt jetzt auf eine robustere Lösung. An zunächst zehn Standorten wurden Metallschilder installiert. Bewähren sie sich, soll die Kampagne auf das gesamte Wirtschaftswege- und Radroutennetz der Stadt ausgeweitet werden.
Rücksicht auf den Feldwegen
Im Mittelpunkt stehen dabei einige einfache Grundsätze. Auf den Feld- und Wirtschaftswegen ist es erwünscht, in gemäßigtem Tempo zu fahren. Gleichzeitig hat der land- und forstwirtschaftliche Verkehr Vorrang. Das gilt auch dann, wenn ein Weg als Hauptradroute ausgewiesen ist. Radfahrerinnen und Radfahrer erhalten dadurch keinen Vorrang gegenüber landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Wer zu Fuß, mit dem Rad, beim Joggen oder mit dem Pferd unterwegs ist, muss landwirtschaftlichen Fahrzeugen das notwendige Ausweichen ermöglichen – selbstverständlich nur, soweit dies ohne Gefahr möglich ist. Beim gegenseitigen Überholen sollte nach Möglichkeit ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
Pflanzen und Tiere schützen
Auch abseits der Wege ist Rücksicht wichtig. Während der landwirtschaftlichen Nutzzeit, in der Regel zwischen März und Oktober, sollen Felder, Wiesen sowie Obst- und Weinbauflächen nicht betreten werden. Das schützt nicht nur die Pflanzen, sondern auch Tiere, die ihre Jungtiere teilweise am Boden aufziehen. Auch im Wald sollten die Wege nicht verlassen werden, um Wild und junge Bäume zu schützen.
Für eine saubere Landschaft
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sauberkeit. Hundekot gehört nicht auf landwirtschaftlich genutzte Flächen. Bei der Ernte kann er ins Futter gelangen und für Nutztiere gesundheitliche Folgen haben. Deshalb gilt: Hundekot aufnehmen und in den dafür vorgesehenen Mülleimern entsorgen. Auch Abfälle vom Picknick oder von Ausflügen sollten wieder mit nach Hause genommen werden. Verschmutzungen auf den Wegen sollten von den Verursacherinnen und Verursachern so schnell wie möglich beseitigt werden.
Mit „Besser Gemeinsam Unterwegs“ möchte die Stadt nicht nur auf Regeln hinweisen, sondern vor allem das Verständnis füreinander stärken. Nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme bleibt Ostfilderns Naherholungsgebiet ein Ort für Erholung, Arbeit und Begegnung.
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Besser Gemeinsam Unterwegs