Beim "Marktplatz der Guten Geschäfte" finden Unternehmen und gemeinnützige Organisationen zusammen, knüpfen Partnerschaften und schließen Vereinbarungen zum beiderseitigen Nutzen. Dabei gibt es nur zwei Regeln: Alles ist freiwillig! Geld ist tabu!

Der siebte Marktplatz der Guten Geschäfte in Ostfildern ist für das Frühjahr 2020 geplant.


Geben und Nehmen auf Augenhöhe

Am 20. Mai 2011 eröffnete Oberbürgermeister Christof Bolay per Gongschlag den ersten Marktplatz der Guten Geschäfte in Ostfildern. Eingeladen waren Vertreter gemeinnütziger Einrichtungen, genauso Vereine, Schulen und Vertreter ortsansässiger Unternehmen. Gerade einmal neunzig Minuten brauchten die ca. 100 Marktteilnehmer, um einander kennenzulernen, Ideen auszutauschen, Alternativen abzuwägen und Aktivitäten zu verabreden. Knapp 70 sogenannte "Engagementvereinbarungen" zu beiderseitigem Nutzen waren das Ergebnis einer überaus munteren und kurzweiligen Veranstaltung.

Die Methode hat sich in unserer Stadt mittlerweile etabliert, denn seither fanden in den folgenden Jahren fünf weitere Marktplätze in Ostfildern statt. In fast spielerischer Weise wurde dabei eine Vielzahl an konkreten Vereinbarungen zum wechselseitigen Nutzen geschlossen. Einfallsreichtum und Eigeninitiative waren gefragt. Und über alles konnte gesprochen und verhandelt werden, nur nicht über Geld.

Die Marktplatzidee

Die Idee des Marktplatzes ist es, Unternehmen und gemeinnützige Organisationen miteinander in Kontakt zu bringen um Kooperationen zu vereinbaren. Konkretes Ziel ist die Verabredung zum Austausch von Leistungen, die für beide Seiten von Nutzen sind. Welcher Art die Leistungen sind, zu denen man sich gegenseitig verpflichtet, ist ganz der Phantasie der Gesprächspartner überlassen, nur Geld darf es nicht sein. Und was bringt der Marktplatz der Guten Geschäfte?

  • Marktplatzteilnehmer erweitern ihren beruflichen Horizont, knüpfen Kontakte, entwickeln neue Ideen, bilden ungewöhnliche Partnerschaften und haben bei allem auch noch Spaß dabei
  • Unternehmen erhöhen ihren Bekanntheitsgrad und werden in der Öffentlichkeit als sozial engagiert wahrgenommen
  • Gemeinnützige können mit zusätzlichen Ressourcen ihre Ziele erreichen und ihre Angebote sinnvoll ergänzen
  • Ostfildern und seine Bürgerinnen und Bürger profitieren von neuen Formen bürgerlichen Engagements
Die Marktplatzmethode

Der Marktplatz dauert 90 Minuten. In einer Form von Speed-Dating lernen sich die Vertreter von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen untereinander kennen, tauschen Ideen aus und entwickeln Projekte zur Zusammenarbeit. Für beide Seiten gelten lediglich zwei Regeln: Alles ist freiwillig, und  Geld ist tabu! Es geht nicht um Spenden, sondern um Zusammenarbeit in Form von Engagementvereinbarungen, die von beiden Seiten unterschrieben und von der Marktplatzleitung bestätigt werden.

Weitere Informationen zur Idee des Marktplatzes finden Sie unter www.gute-geschaefte.org

Organisatoren

Der Marktplatz der Guten Geschäfte in Ostfildern wird von der sogenannten Marktplatzgruppe organisiert. Darin arbeiten Vertreter der städtischen Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement (KoBE), der Wirtschaftsförderung der Stadt sowie ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen.

Beim bislang letzten Marktplatz der Guten Geschäfte 2018 waren dies:

Manfred Braum, Martin Herrmann, Barbara Merkle, Brigitte Meye-Gruhler, Klaus Reichert, Waltraud Reichert, Jörg Riedel, Steffen Rohloff und Birgit Romanowicz.