Ferienjobs im Handwerk

Am 30. Juli haben in Baden-Württemberg die Sommerferien begonnen. Viele Schüler nutzen die freie Zeit, um sich etwas dazu zu verdienen. Ein Ferienjob in einem Handwerksbetrieb bietet vielfältige Möglichkeiten, die über einen Zuschuss zum Taschengeld hinausgehen. Die Praxiserfahrung ermöglicht es, die Branche kennenzulernen und erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Nicht selten folgt dem Ferienjob eine handwerkliche Ausbildung.

Handwerksbetriebe sind im Sommer häufig mit der Herausforderung konfrontiert, dass sich ihre Mitarbeiter in den wohl verdienten Sommerurlaub verabschieden und ein Personalmangel entsteht. Doch trotz der ruhigeren Ferienzeit müssen Aufträge abgearbeitet, Lager sortiert oder andere Arbeiten erledigt werden. Für Schüler ergibt sich damit die Gelegenheit, die Sommerferien für einen Ferienjob im Handwerk zu nutzen. Junge Menschen, die sich für eine Beschäftigung während der Schulferien interessieren, lockt an erster Stelle meist der finanzielle Anreiz. Gleichzeitig bietet der Einblick in die Berufswelt auch die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen und die Arbeitsbereiche des Handwerks kennenzulernen. Dadurch kann das Interesse, vielleicht sogar die Leidenschaft, für die Branche geweckt und eine zukunftsweisende Erfahrung gemacht werden.

Für alle Interessierten lohnt es sich, einen Blick auf die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Region Stuttgart zu werfen. Dort sind Betriebe gelistet, die auf der Suche nach Auszubildenden und Praktikanten sind, oder auch Ferienjobbern ermöglichen, Erfahrungen im Handwerk zu sammeln.

Weitere Informationen zur Lehrstellenbörse gibt es unter www.hwk-stuttgart.de/lehrstellenboerse

Weitere Informationen zum Thema Ferienjobs gibt es unter www.azubitv.de/ferienjob

Welche Rahmenbedingungen für die Beschäftigung von Ferienjobbern gelten, erfahren Sie auf der Website der Handwerkskammer unter www.hwk-stuttgart.de/ferienjobs

Ausbildungsprämie gestartet

Ab sofort können Ausbildungsbetriebe die Ausbildungsprämie oder andere Unterstützungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen. Das Förderprogramm bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen waren aber dennoch ihr Ausbildungsniveau aufrechterhalten oder gar erhöhen, finanzielle Unterstützung. Die Antragsstellung der Ausbildungsprämie ist ab sofort über die Arbeitsagentur möglich. (https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern) Neben diesem Antrag wird eine Bescheinigung der zuständigen Kammer über die eingetragenen Ausbildungsverhältnisse benötigt. Informationen dazu stehen unter www.hwk-stuttgart.de/ausbildungspraemie oder https://www.stuttgart.ihk24.de/coronavirus-informationen-unternehmen/corona-ausbildungspraemie-4831532 bereit.

 

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sieht 410 Millionen Euro für die Maßnahmen der ersten Förderrichtlinie vor. Diese enthält Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro für Betriebe, die – obwohl sie die Corona-Pandemie stark getroffen hat – ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen. Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung gibt es, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt und Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Unternehmen übernehmen. Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Dies gilt auch, wenn der Ausbildungsvertrag bereits früher abgeschlossen wurde.

Für die Förderung kommen Betriebe in Betracht, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen. Praktika sind ausgeschlossen. Es wird nur eine Prämie pro Ausbildung gezahlt. Neben diesen Förderungen sind keine Leistungen mit gleicher Zielrichtung oder gleichem Inhalt aus anderen Programmen des Bundes oder der Länder möglich.