KW42_GR-Besuch_Domäne_Weil

Mitglieder des Gemeinderats informieren sich vor Ort über die Ideen, die auf dem Gelände am nördlichen Rand der Parksiedlung angedacht sind.

Eine Illustration des Gebäudes ziert bereits die Flaschen. Dort, wo einst Tiere untergebracht waren, soll der Wein künftig eine bedeutende Rolle spielen: im fast 200 Jahre alten Schweizerhaus der Domäne Weil. „Das war früher der größte und modernste Kuhstall in Württemberg“, sagte Christof Clauss, als in der vergangenen Woche Mitglieder des Gemeinderats zu Gast waren. Sie informierten sich über die Vorhaben, die am nördlichen Ende der Parksiedlung angedacht sind. Bereits seit einigen Jahren hat der Landwirt Christof Clauss das Gelände von der Hofkammer des Hauses Württemberg gepachtet, um sich auch dort dem Obst- und Weinbau zu widmen und eine neue Nutzung des Gebäudeensembles der Domäne Weil voranzutreiben. So wurde das ehemalige Milchhäuschen bereits renoviert, neben dem Schweizerhaus soll ein Weinkeller mit Tanks für mehrere zehntausend Liter Wein entstehen und im früheren Kuhstall ein Holzfasskeller, in dessen Umfeld Kulinarisches probiert werden kann. „Das ist ein spannendes Projekt mit viel Potenzial“, sagte Oberbürgermeister Christof Bolay.

Bereits seit etwas mehr als zwei Jahren können es sich Gäste im Hofcafé der Domäne Weil schmecken lassen und an einem weiteren Standort lokale Erzeugnisse einkaufen. Dort sowie im Geschäft der Familie Clauss in Ruit werden vom kommenden Jahr an nach einer schrittweisen Umstellung ausschließlich biologisch angebaute Produkte angeboten. Die Besucher erhielten auch einen theoretischen Eindruck davon, wie sich die Digitalisierung in der Landwirtschaft auswirkt – etwa mit Traktoren, die GPS-gesteuert zentimetergenau durch die Weinberge fahren.

25. Oktober 2021