KW42_Spendenübergabe_NetzeBW

Die Netze BW bezahlt für jede Zählerkarte, die ungenutzt bleibt, eine Prämie. In Ostfildern kommen dadurch drei Vereinen insgesamt rund 13.300 Euro zugute.

Die Netze BW ruft seit einiger Zeit dazu auf, ihr den Stand des Stromzählers nicht mehr per Post, sondern mittels elektronischer Medien mitzuteilen. Als Anreiz verspricht der Netzbetreiber, das dadurch eingesparte Porto einer gemeinnützigen Einrichtung vor Ort zu spenden. So kamen in den vergangenen beiden Jahren in Ostfildern rund 13.300 Euro zusammen.

Die Spende geht mit 7.835,40 Euro an den Verein Hallenbad-Initiative Kemnat und mit jeweils 2.720,62 Euro an die Vereine Lichtblick und Zusammen(h)alt. Letzteren wollte die Netze BW die Spende bereits im vergangenen Jahr übergeben – was coronabedingt nicht möglich war. Auch wenn die Vereine das Geld längst erhalten haben, wurde die symbolische Scheckübergabe in der vergangenen Woche in einem gemeinsamen Termin mit dem diesjährigen Spendenempfänger nachgeholt. „Schließlich geht es mit der Aktion auch darum, ehrenamtliches Engagement zu würdigen und ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken“, sagte Lars Grunder von der Netze BW.

Nicht zuletzt wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie ist die Freude über den Geldsegen groß. Bei der Hallenbad-Initiative Kemnat um den Vorsitzenden Wolfram Binder trägt die Spende dazu bei, die Chloranlage im Hallenbad zu erneuern. Wolfgang Maier und Gerd Jeandrée, die Vorsitzenden der Vereine Zusammen(h)alt und Lichtblick, fördern mit den zusätzlichen Mitteln die beiden gleichnamigen Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. „Die Netze BW hat da eine ganz tolle Idee gehabt – gut gemacht“, findet Erster Bürgermeister Rainer Lechner lobende Worte für die Aktion und ergänzt: „Mein herzlicher Dank richtet sich auch an alle Haushalte, die die Spende mit ihrer Teilnahme überhaupt erst möglich gemacht haben.“ Die Netze BW wird ihre Spendenaktion im kommenden Jahr fortführen, dann mit einer neuen Zielsetzung. Denn den Zählerstand online mitzuteilen, ist aus Sicht des Netzbetreibers erst die halbe Miete. Schließlich werden zuvor entsprechende Aufforderung versandt – per Post. Um diesen Hinweis stattdessen per E-Mail senden zu können, bedarf es einer Einverständniserklärung. Damit diese möglichst oft erteilt wird, greift das Unternehmen auf das Anreizprinzip zurück.

26. Oktober 2021