Zum achten Mal fand vom 23. Juli bis zum 11. September der Sommerleseclub "Mission Lesen" in der Stadtbücherei statt. 83 Schüler von der vierten bis zur siebten Klasse haben teilgenommen.

Der Abschluss der "Mission Lesen" wurde am vergangenen Samstag mit einem kleinen Leseclub-Fest im KuBinO gefeiert. "Schön, dass ihr alle mitgemacht habt", begrüßte Oberbürgermeister Christof Bolay die Kinder in der Bücherei. Er selbst habe als Kind früher auch viel gelesen. "Aber heute klappt das nicht mehr so gut", bedauerte der Oberbürgermeister. Immerhin: Auch er hat in den Sommerferien ganze drei Bücher geschafft. "Da hat man doch ein bisschen mehr Zeit", sagte Bolay.

Fragen dazu musste er aber im Gegensatz zu den Leseclub-Teilnehmern nicht beantworten. Denn bei der Rückgabe erzählten die Kinder den Bibliothekarinnen stets, worum es in dem Buch ging - dafür gab es dann einen Stempel in die Karte. Um erfolgreich abzuschließen, mussten mindestens drei Bücher gelesen werden. Die Auswahl an Lesestoff war groß und für jeden Geschmack war etwas dabei. Insgesamt stellte die Bücherei 259 Bücher zur Verfügung. Sie wurden 707 Mal entliehen, rein rechnerisch wurde also jedes Buch drei Mal gelesen.

De facto führten allerdings sechs Werke mit jeweils sechs Entleihungen die Rangliste an. Darunter war auch "Zimt & verwünscht" von Dagmar Bach. "In dem Buch geht es darum, dass ein Mädchen immer wieder in einer Parallelwelt Abenteuer bestehen muss", wusste eine Teilnehmerin auf Nachfrage von Heike Schepp, der Leiterin der Stadtbücherei. "Und dass es so gern von euch gelesen wurde, zeigt, dass ihr alle gerne mit einem Buch in andere Welten taucht", sagte Schepp.

Der Sommerleseclub "Mission Lesen" war 2012 ins Leben gerufen worden um zu vermitteln, dass Lesen die Fantasie anregt, die Sprachkompetenz fördert und Spaß macht. Angemeldet zum Sommerleseclub hatten sich in diesem Jahr 83 Schüler. Die Mädchen waren dabei klar in der Überzahl. 55 Mädchen und 28 Jungs haben in diesem Jahr teilgenommen, so war es also kein Wunder, dass die ersten drei Plätze der fleißigsten Leser ebenfalls weiblich dominiert waren.

Auch in diesem Jahr haben Schüler aller Schulen im Schulzentrum Nellingen teilgenommen, die meisten waren zwischen zehn und 13 Jahre alt. Eingeladen waren hauptsächlich Schüler der Klassen vier bis sieben, es wurden aber Ausnahmen gemacht. Auch Wiederholungstäter gab es wieder: 42 Teilnehmer hatten bereits schon einmal am Sommerleseclub teilgenommen, 41 hatten sich zum ersten Mal angemeldet. Spaß gemacht hat es wohl allen - auf die Frage Bolays, wer im nächsten Jahr wieder dabei sein will, gingen fast alle Hände nach oben.

Drei Mädchen haben besonders viele Bücher gelesen: Elisabeth Lang und Pauline Lamich haben jeweils zwölf Bücher gelesen, Isabelle Aupperle, die schon im Vorjahr die zweitmeisten Bücher verschlungen hatte, erstaunliche 30 Bücher. "Ich habe in diesem Jahr eigentlich weniger gelesen als im Vorjahr", sagte die Gymnasiastin verwundert. Sie hat sich einmal quer durch das Sommerleseclub- Angebot gearbeitet, ein bestimmtes Genre favorisierte sie dabei nicht: "Das war alles bunt gemischt." Betreut wurde der Sommerleseclub zum ersten Mal von der Jugendbibliothekarin Alice Ekert, der das sichtlich ebenso viel Spaß gemacht hatte wie den Teilnehmern.

Die drei Gewinner der Büchergutscheine wurden per Los bestimmt. Ebenso wurde der Hauptpreis - vier Karten für den Freizeitpark Tripsdrill - per Los bestimmt. Darüber freute sich Patrick Aupperle, der kleine Bruder der Vielleserin Isabelle. Alle Kinder erhielten Urkunden und ein kleines Geschenk und kamen in den Genuss einer interaktiven Lesung des Stuttgarter Autors Mathias Jeschke.

2. Oktober 2019