KW23_Mehrwegsystem_Recircle_Ambiente

Ein gebrauchter Becher hier, ein Behälter mit letzten Essensresten dort: Allzu oft werden genutzte Einwegartikel nicht im Mülleimer entsorgt, sondern achtlos weggeworfen.

So verschmutzen sie neben der Umwelt auch das Bild auf Straßen, Plätzen und Grünflächen. Eine deutlich nachhaltigere Alternative zu diesen Produkten bieten Mehrweg-Verpackungen. Damit die Bürgerschaft in Ostfildern beim Kauf von Essen zum Mitnehmen künftig von einem möglichst einheitlichen System profitieren kann, hat Oberbürgermeister Christof Bolay Kontakt mit Gastronomiebetrieben in der Stadt aufgenommen. Das Ziel: Die Pfandbehälter sollen an diversen Stellen entliehen und zurückgegeben werden können.

Doch nicht nur in Ostfildern gewinnt dieser Aspekt des Umweltschutzes an Bedeutung. Um den Einwegmüll zu reduzieren und Ressourcen sowie Natur zu schonen, treten am 3. Juli in der Europäischen Union neue Regeln in Kraft. Einwegbesteck und -geschirr aus Plastik haben dann ebenso ausgedient wie Trinkhalme oder Wattestäbchen aus Kunststoff. Auch Essenbehälter aus aufgeschäumtem Polystyrol dürfen anschließend – abgesehen von Restbeständen – nicht mehr verkauft werden.

Darüber hinaus hat das Bundeskabinett zu Jahresbeginn eine Änderung des Verpackungsgesetzes beschlossen. So müssen Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen für unterwegs oder Getränke zum Mitnehmen verkaufen, ihre Produkte ab 2023 auch in Mehrweg-Verpackungen vertreiben. Während das Hotel Hirsch in Ruit schon seit einiger Zeit auf Verpackungen der Firma Recircle aus Stuttgart setzt, werden sie seit wenigen Wochen auch im Restaurant Ambiente im Scharnhauser Park genutzt. Weitere Betriebe haben ebenfalls ihr Interesse daran signalisiert. Als Folge der Corona- Pandemie bietet das Gasthaus Brücke in Scharnhausen seiner Kundschaft ebenfalls bereits Speisen in Mehrweg-Verpackungen an. Mit den umweltfreundlichen Alternativen tragen die Betriebe auch zu einem sauberen Stadtbild bei, da weniger Müll achtlos entsorgt wird.

Die städtische Wirtschaftsförderung unterstützt Betriebe, die ein Pfandsystem einführen möchten. Wer Interesse hat, kann sich an Steffen Rohloff unter Telefon 0711 3404-228 oder per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@ostfildern.de wenden.

10. Juni 2021