Energieeffiziente Gebäude

Energie sparen. Gebäude modernisieren. Zukunft sichern.

Um die Klimaziele zu erreichen, muss die Sanierungsrate von derzeit etwa 1 % auf rund 2 % pro Jahr steigen. Gleichzeitig braucht es einen deutlich höheren Anteil an erneuerbaren Energien in der Wärme- und Stromversorgung.

Neben dem Klimaschutz bietet dieser Wandel auch konkrete Vorteile für Haushalte: Ein geringerer Energieverbrauch senkt langfristig Kosten und der Umstieg auf erneuerbare Energien macht Gebäude unabhängiger von steigenden Preisen für fossile Brennstoffe.

Die Stadt Ostfildern setzt dabei auf Vorbildfunktion, Information und gezielte Unterstützung, um Eigentümerinnen und Eigentümer bei der energetischen Modernisierung und beim Umstieg auf eine klimafreundliche Energieversorgung zu begleiten.

Kommunales Energiemanagement – Ostfildern geht voran

Die Stadt betreibt in rund 80 öffentlichen Gebäuden ein professionelles Energiemanagement. Ziel ist es, Energieverbrauch und CO₂-Emissionen zu senken und gleichzeitig auch die Betriebskosten zu reduzieren.

Das umfasst:

  • laufende Überwachung von Strom- und Wärmeverbrauch
  • Fernüberwachung technischer Anlagen
  • Erstellung und Aushang von Energieausweisen
  • jährlicher Energie- und Tätigkeitsbericht
  • Einsatz innovativer Technik bei Neubau und Sanierung

Die Stadt arbeitet dabei eng mit der Bürgerenergiegenossenschaft zusammen und geht beim klimafreundlichen Bauen mit gutem Beispiel voran, u.a. mit der sukzessiven energetischen Sanierung städtischer Gebäude und dem Ausbau und der Nutzung erneuerbarer Energien. Zahlreiche Schulen, Kitas, Sporthallen und Verwaltungsgebäude verfügen über PV-Anlagen. 

So können mittlerweile gut 60 Prozent des Stromverbrauchs der städtischen Liegenschaften über den eigenerzeugten Strom gedeckt werden. 
Beispiele sind die Sporthalle 1, die Riegelhofschule, die Schule im Park sowie die Lindenschule.

Energieeffizienz im privaten Gebäudebestand 

Ein Großteil der Wohngebäude in Ostfildern ist unsaniert. Hier liegt das größte Potenzial.
Zentrale Aufgaben, die zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen sind:

  • Heizungsmodernisierung oder -tausch
  • Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke
  • Fenstertausch
  • Nutzung erneuerbarer Energien (Biomasse, Solarthermie, Wärmenetzanschluss)

Die steigende CO₂-Bepreisung macht energetische Sanierungen zunehmend wirtschaftlich attraktiv.
Bund, Land und Kommune unterstützen mit Förderprogrammen und Beratung.

Energieeffizienz im privaten Neubau

Neubauten müssen heute hohe energetische Standards erfüllen. Wesentliche Anforderungen sind:

  • sehr guter baulicher Wärmeschutz
  • Einsatz erneuerbarer Energien: Mindestens 65 Prozent der Wärmeerzeugung muss aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme kommen (§ 71 Abs. 1 GEG). Es gibt verschiedene Heizungen, die diese Vorgabe erfüllen, beispielsweise Wärmepumpen, Stromdirektheizungen, Solarthermie- und Biomasseheizungen sowie der Anschluss an ein Wärmenetz (§ 71 Abs. 3 GEG).
  • Photovoltaikpflicht bei Neubauten gem. § 8a bis § 8c des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg (KSG BW)

Ziel ist es, Gebäude von Anfang an klimafreundlich, wirtschaftlich und zukunftssicher zu errichten.

Beratung & Förderung

Eine qualifizierte Beratung sowie Fördermittel erleichtern Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. 
Hier finden Sie weitere Informationen zu Beratungs- und Förderangeboten 

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