Levon Biss, Orchid Cuckoo Bee (Side View)

11. Oktober bis 12. Januar 2021
Facetten

Beteiligte Künstler*innen:

Willi Baumeister, Rosemarie Trockel, Norbert Kricke, Hann Trier, Manuela Tirler, Levon Biss, Lili Fischer, Renée und Thomas Rapedius, Jeanette Zippel, Sabine Wieluch, Heinz Peter Fothen, Beate Diao, Dana Meyer, Matthias Garff, Uli Gsell, Bettina Bürkle,  Joachim Stallecker

In einer Gruppenausstellung zeitgenössischer Kunst soll das Verhältnis von Menschen, Insekten und Spinnen in den Blick genommen werden. Viele Arten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Eine wichtige Rolle im Ökosystem haben Insekten und Spinnen, die seit etwa 500 Millionen Jahren die Erde besiedeln und sich auf vielfältigste Weise an sämtliche Lebensräume angepasst haben. Der Mensch, der die Umwelt in erster Linie nach seinen Bedürfnissen gestaltet, hat  den Lebensraum vieler Arten bereits vernichtet und ist dadurch für deren Aussterben verantwortlich. Nicht nur direkte Nützlinge wie die Honigbiene haben jedoch für die menschliche Existenz eine hohe Bedeutung.

Das Verhältnis des Menschen zu Insekten ist also seit jeher ein ambivalentes. Einerseits bestaunen wir diese Wunder der Natur, versuchen fasziniert deren Strukturen zu ergründen und von ihnen zu lernen. Andererseits ist das Verhältnis oft von Distanz, Ekel und Angst vor unhygienischen bzw. gesundheitsbedrohlichen Erscheinungsformen geprägt - bis hin zur Phobie.

Für die Ausstellung "Facetten"  präsentieren sich Künstlerinnen und Künstler als präzise Beobachter, zeigen Ideen, Formen, Ordnungsprinzipien, Strukturen und Rhythmen. Sie dokumentieren, kommentieren, variieren, transformieren, konterkarieren und inszenieren ihre Sujets mit unterschiedlichen Techniken.

"Facetten" möchte zum sensiblen Umgang mit bedrohten Arten anregen - sowohl mit Insekten, als auch mit der Spezies der Künstler.