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Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 03.07.2018 12:17 Uhr
Betreff: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Viele Straßenbäume im Scharnhauser Park (aber nicht nur da) leiden zur Zeit unter Wassermangel. Insbesondere die jungen neu gepflanzten Bäume lassen ihre Blätter hängen oder zeigen bereits Schäden an den Baumstämmen. Die jungen Linden in der Theodor-Rothschild-Straße seien hier besonders erwähnt. Obwohl Neupflanzungen den Steuerzahler teuer zu stehen kommen, ist man bei der Verwaltung nicht bereit, Abhilfe zu schaffen, weil der Aufwand zu groß sei, "7000 Bäume in der Stadt" zu gießen. Auch einen Aufruf an die Straßenanwohner, "ihre" Bäume in Trockenzeiten zu gießen, lehnt die Stadt ab (derweil ziehen täglich von der Stadt beauftragte Mähtrupps durch den Schapa, um das letzte halbverdorrte Grün auszumerzen). Andere Städte und Naturschutzverbände praktizieren solche Aufrufe übrigens regelmäßig, weshalb die Haltung der Stadt unverständlich ist.
Daher mein privater Appell: Bitte schaut nach euren Bäumen direkt vor der Haustür.....mit wenigen Gießkannen kann lässt sich schon viel bewirken.


Moderator


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 05.07.2018 14:00 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Guten Tag Frau Poll,

herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Dass Bäume generell unter den vermehrt auftretenden extremen Witterungsbedingungen leiden, ist leider richtig. Besonders schwer haben es dabei die Straßenbäume, die oftmals unter Extrembedingungen und an ungeeigneten Standorten überleben müssen.

Die Stadt Ostfildern sorgt schon seit Jahren dafür, dass Neuanpflanzungen von Bäumen in ausreichend großen Baumgruben und unter Verwendung von speziellem Baumsubstrat mit wasserspeichernden Bodenverbesserungen erfolgen. Ziel ist es, den Bäumen von Anfang an die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie sich an ihrem Standort etablieren können. Dazu zählt auch, dass alle neugepflanzten Bäume in den ersten drei Jahren regelmäßig alle zwei Wochen gegossen werden. In den folgenden rund fünf Jahren werden die Bäume bei Bedarf gegossen.

Dass es für die Stadt nicht leistbar ist, alle etwa 7000 innerstädtischen Bäume zu gießen, dürfte aber auch klar sein. Es kann aber keine Rede davon sein, dass der Verwaltung der Zustand der Bäume egal ist. Hinweisen auf Probleme wird – wie in anderen Bereichen auch – selbstverständlich nachgegangen.

Als so kritisch, wie Sie die Situation der Bäume darstellen, schätzen wir den derzeitigen Zustand – auch in der Theodor-Rothschild-Straße – allerdings nicht ein. Für einen offiziellen Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger, die Bäume zu gießen, gibt es derzeit keinen Anlass.

Selbstverständlich begrüßen wir es, wenn dem hitzegeplagten Baum vor der eigenen Haustür die eine oder andere Gießkanne Wasser spendiert wird. Dabei gilt aber auch wie im eigenen Garten: Lieber seltener und dafür durchdringend wässern. Für einen mittelgroßen Baum sollten es aus fachlicher Sicht schon 200 bis 300 Liter sein, um ihm nachhaltig etwas Gutes zu tun.

Freundliche Grüße

Andrea Wangner
Pressereferentin



Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 06.07.2018 12:03 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Sehr geehrte Frau Wagner,
dass Jungbäume alle zwei Wochen gegossen werden, entspricht nicht meiner Beobachtung und auch nicht der Auskunft, die ich von der Stadt zu diesem Thema erhielt, wonach das Gießen der Straßenbäume zu aufwendig sei. Es ist vielmehr so, dass die Jungbäume regelmäßig ersetzt werden müssen, weil sie von den Trockenzeiten Schäden davon tragen. Die Neupflanzung ist eine aufwendige und teure Sache, wie Sie sicherlich wissen. Es geht mir auch nicht darum, dass "alle etwa 7000 innerstädtischen Bäume" gegossen werden, sondern lediglich die, die ganz offensichtlich unter Wassermangel leiden. Um das zu erkennen, muss man auch kein Fachmann sein.
Die Behauptung, dass ein "mittelgroßer Baum" zum Überleben 200-300 Liter benötigt, halte ich für fragwürdig. Wäre dem so, würden noch viel weniger Bäume den Sommer überstehen. Nur mal zum Vergleich: Wenn in einer Stunde mehr als zehn Liter Regen auf einen Quadratmeter Boden fallen, gibt der Deutsche Wetterdienst eine "markante Wetterwarnung" heraus. Bei mehr als 25 Litern pro Stunde oder mehr als 35 Litern in sechs Stunden wird eine "Unwetterwarnung" ausgelöst. Die 200-300 Liter pro Baum dürften somit in der Natur ein eher seltenes Ereignis sein. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen den Link zu dieser Information zur Verfügung stellen.
Schöne Grüße
Martina Poll


Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 09.07.2018 11:30 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Das Land Brandenburg z. B. geht andere Wege:https://www.svz.de/regionales/brandenburg/staedtische-baeume-im-hitzestress-id20189287.html
In dem Beitrag wird ausgeführt, dass ein Stadtbaum je nach Größe 9-14 Liter pro Tag benötige.


Moderator


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 12.07.2018 11:08 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Guten Tag Frau Poll,

gerade beim Wässern von Bäumen kommt es darauf an, dass das Wasser auch in die tieferen Bodenschichten gelangt, da es dort länger für den Baum verfügbar ist und die Wurzelbildung in tieferen Bodenschichten gefördert wird. Wird nur oberflächlich gegossen, dann konzentrieren sich die Feinwurzeln in den obersten Bodenschichten, die auch sehr schnell wieder austrocknen. Nur mit Wasser aus den obersten Bodenschichten könnte kein Baum im Sommer überleben.
Aus diesen Gründen ist es für den Baum langfristig besser, ihn alle zwei bis drei Wochen mit 200-300 Litern zu gießen, als täglich mit 10 Litern. Zu dem von Ihnen angeführten täglichen Wasserbedarf sehe ich da keinen Widerspruch.

Freundliche Grüße

Andrea Wangner
Pressereferentin


Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 13.07.2018 12:20 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Sehr geehrter Moderator,
wenn Sie es für besser halten, Bäume mit 2-300 l alle drei Wochen zu gießen, dann sollten Sie das doch tun. Wenn Sie dazu aber nicht bereit sind, sollten Sie vielleicht die Initiative von Bürgern , Bäume zu wässern begrüßen und sogar würdigen, statt dauernd ein Haar in der Suppe zu suchen.
Wie gesagt, viele andere Städte sehen das anders als Sie und ich nehme an, dass die Verwaltungsleute dort auch nicht völlig ahnungslos sind. Unserem Straßenbaum ist es bislang sehr gut bekommen, dass er nur "oberflächlich" gegossen wurde (wie der Regen es übrigens auch tut). Ich lade Sie ein, sich von seinem Zustand (und vom Zustand der anderen Bäume in unserer Straße) persönlich zu überzeugen.
Schöne Grüße


Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 24.07.2018 11:55 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Ergänzend erlaube ich mir noch den Hinweis auf einen informativen Beitrag in der Süddeutschen Zeitung:
https://www.sueddeutsche.de/news/wissen/umwelt---potsdam-staedte-und-gemeinden-rufen-zum-bewaessern-von-baeume-auf-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180618-99-765255
Der letzte Satz lautet:
"Je nach Größe benötigt ein Straßenbaum laut der Organisation täglich zwischen neun bis 14 Liter. Gerade in Hitzeperioden sicherten Extra-Kannen Wasser den Stadtbäumen das Überleben."
Die Linden in der Theodor-Rothschild-Str. lassen immer noch die Blätter hängen, obwohl es am Wochenende geregnet hat. Bedauerlich, dass das niemandem von der Stadtverwaltung auffällt.


Gunter Schöller


Mitglied seit: 21.10.2009
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 26.07.2018 10:27 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Hallo zusammen,

wir haben letztes Jahr zwei neue Bäume bekommen, ohne Bewässerung unsererseits wären sie wohl schon letztes Jahr wieder eingegangen. 200 bis 300 Liter haben sie aber nicht bekommen, sondern eine bis zwei Gießkannen alle 2 bis drei Tage in der heißen Zeit.
Soviel bekommen sie gerade auch, ist auch deshalb notwendig, da wir die Bepflanzung des Bereiches rund um die Bäume auch selbst übernommen haben, nachdem die Stadt außer Versprechungen zur Bepflanzung hier nur häßlichen Unkrautwildwuchs geliefert hat.
Zu den 200 bis 300 Liter kann ich nur sagen, dass dann der offizielle Wasserwagen der Stadt, den man max. einmal im Jahr zu Gesicht bekommt gerade mal für eine Handvoll Bäume reicht. Seltsamerweise werden aber deutlich mehr damit gewässert.
Irgendwie scheint sich ein Thema bei der Stadt Ostfildern ,zumindestens im Scharnhauser Park, durch zu ziehen: Anlage und Beschaffung im Bereich Außenanlagen TOP, Unterhalt FLOP. Als ob nie berücksichtigt würde, dass Plätze und Grünanlagen eben auch Pflege, Reinigung und gelegentlich sogar Reparaturen erfordern.
Das bedeutet dann halt, das Plätze vermüllen, von Unkraut überwuchert werden und junge Bäume vertrocknen.
Ich denke deshalb auch, dass in der jetzigen Hitzeperiode ein Aufruf zum Gießen der Bäume in der Stadtrundschau angemessen wäre. Bzw. offizielle Patenschaften vergeben werden müssten wenn die Verwaltung es nicht alleine schafft (nicht nur in den Bürgergärten), das machen andere Gemeinden ja momentan schon vor.

Gunter Schöller



Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 26.07.2018 23:21 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Hallo Herr Schöller,
es freut mich, dass sich auch andere Schapa-Bewohner um die Bewässerung der Straßenbäume vor der eigenen Haustür kümmern. Sicher wären noch viel mehr Menschen dazu bereit, wenn die Stadt dazu anregen und informieren würde. Schließlich sind gesunde Bäume nicht nur eine Wohltat für das Stadtklima, sondern auch fürs Auge und damit in unser aller Interesse.
Ich habe übrigens in 13 Jahren den Wasserwagen lediglich einmal gesehen....
Was den Unterhalt von Außenanlagen durch die Stadt im Allgemeinen betrifft: Die Stadt gibt sehr viel Geld für die Grünpflege aus. Ob die Maßnahmen immer sinnvoll sind, steht auf einem anderen Blatt. So wurde z. B. die Wegkante der Kastanienallee vor wenigen Wochen mit schwerem Gerät freigelegt, mit dem Ergebnis, dass der Weg links und rechts einen halben Meter breit regelrecht verwüstet wurde. Auch die Wege in den Holzwiesen wurden über viele Tage wenn nicht Wochen abgetragen und dann wieder aufgeschüttet - der Sinn der Arbeit hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Ständig sind Mähtrupps im Einsatz - und machen den blühenden Wiesen den Garaus (was übrig bleibt, vertrocknet in der Hitze). Währenddessen sammeln sich auf der Landschaftstreppe Glasscherben und anderer Müll, ohne dass es jemanden kümmert. Auch der Stadtbahnplatz ist regelmäßig zugemüllt.
Baumpatenschaften sind eine gute Idee und ich hoffe, dass die Stadt dem Beispiel anderer Gemeinden folgen wird. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr, denn viele Bäume leiden seit Wochen unter dem Wassermangel ....


Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 31.07.2018 21:39 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/trockenheit-baeume-sollen-gegossen-werden


Kathrin Wiem


Mitglied seit: 17.01.2010
Wohnort: Parksiedlung


geschrieben: 02.08.2018 18:00 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Hallo, Frau Poll und Mitleser,
leider ist es so, dass wir etwas ins Forum schreiben und dann ,wenn eine Antwort kommt, heisst es "geht nicht, können wir nicht, kein Geld da..." daran müssen wir uns anscheinend gewöhnen. Mittlerweile wird auf der Landschaftstreppe tatsächlich etwas öfter sauber gemacht als noch vor Jahresfrist, trotzdem findet man eigentlich immer Glasscherben von zerbrochenen Flaschen, denn die Mitarbeiterer vom Bauhof entfernen nur den gröbsten Müll. Die Krähen und Ratten vermehren sich gerade sehr stark, besonders deshalb, weil an beliebten Aufenthaltsplätzen reichlich Essensreste weggeworfen werden. Dazu kommen die Gelben Säcke, die nicht nur Verpackungsmüll, sondern auch für Ratten Fressbares enthalten und entsprechend riechen und oft schon tagelang vor der Abfuhr hinaus gestellt werden. Die dünne Folie ist oft aufgebissen, die Parksiedlung wimmelt von Ratten. Es muss ein wirksames neues Müllkonzept her.Das Geld dafür wäre gut angelegt.



Gunter Schöller


Mitglied seit: 21.10.2009
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 03.08.2018 9:19 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Hallo zusammen,

dabei macht es Esslingen gerade vor wie man mit dem Thema Müll proaktiv umgehen kann.
Ich weiß aber auch nicht ob es ein Ostfildernproblem ist oder eines, welches sich sehr stark auf den SchaPa konzentriert. Letzters glaube ich und leider wohnen weder unser Bürgermeister nocht die meisten Leiter der Verwaltung im SchaPa und werden wie wir täglich mit der Situation konfrontiert.
Ohne "erzieherische" Maßnahmen werden wir der Vermüllung an den Müllbrennpunkten im SchaPa auch nicht beikommen. Hier sind Ordnungsamt, Polizei und Jugendsozialarbeiter gefragt.
Den meisten Müll hinterlassen die Gruppen von Jugendlichen, die mit der Stadtbahn in den SchaPa kommen, sich mit Essbarem und "Trinkbarem" versorgen und den Müll davon einfach an Ort und Stelle hinterlassen.
Der SchaPa ist in der Gemeinde Ostfildern trotz hohem Bevölkerungsanteil von der Verwaltungs- und Politikaufmerksamkeit immer noch ein "Anhängsel" und das spürt man einfach.
Gruß
Gunter Schöller


Gunter Schöller


Mitglied seit: 21.10.2009
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 03.08.2018 9:23 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


kleine Ergänzung aus dem Protokoll der letzten Gemeinderatssitzung:

Punkt 17.1

Pflege der Bäume und öffentlichen Grünanlagen
Es wird darum gebeten, ein verstärktes Augenmerk auf die Pflege und Bewässerung der städt
i-
schen Bäume und Grünanlagen
im öffentlichen Raum zu legen und die neu gestalteten Räume,
wie die Grüne Mitte in Ruit, von Anfang an gut zu pflegen.
Die Verwaltung sagt zu, hier nochmals sehr genau hinzuschauen.

Wir werden sehen ob das wie so häufig nur protokollierte Worte bleiben.




Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 05.08.2018 17:23 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Liebe Frau Wiem, ich teile Ihren Eindruck, dass von städtischer Seite wenig Unterstützung kommt, wenn man ein Anliegen an diese adressiert. Für mich völlig unverständlich im Fall der Bäume, denn es würde die Stadt nichts kosten, die Bürger zur Eigeninitiative aufzurufen, aber offenbar ist diese nicht erwünscht. Dass es hier ein Problem gibt, ist ja dem Gemeinderatssitzungsprotokoll zu entnehmen (Danke für die Info Herr Schöller).
In der Stadtrundschau waren die Bäume nun auch ein Thema - aber die Wassernot war dabei nur unter "ferner liefen". Dabei ist es doch gerade jetzt das Problem Nr.1

Zitat:
>....Und Wasser ist wichtig: Bei Temperaturen um 35 Grad braucht ein Baum 200 bis 300 Liter Wasser pro Tag. Die Stadtverwaltung freut sich über jede Unterstützung, aber die täglich benötigte Menge kann in der Regel von Privatpersonen nicht geleistet werden. Statt dessen sorgt die Stadt mit ihren Gießkolonnen für ausreichende Versorgung."

Dass hier wieder mit falschen Zahlen hantiert wird, wundert mich schon, wo es doch genug Informationsquellen gibt, in denen 10 bis 20 L pro Tag (d. h. 1-2 Gießkannen) oder 200 L pro Woche empfohlen wird. Warum ist die Stadt so schlecht informiert? Der Hinweis, dass die Menge von Privatpersonen nicht geleistet werden könne, ist geradezu geeignet, Bürger davon abzuhalten, selbst zu gießen, da es ja ohnehin sinnlos ist...Keine Ahnung übrigens, wo die Gießkolonnen unterwegs sind - ich habe dieses Jahr noch keine gesehen.


unbekannt


Mitglied seit: 01.01.1970
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geschrieben: 07.08.2018 8:16 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Hallo Zusammen,

warum diskutieren wir über Wassermengen von Bäumen??
Klar ist doch großer Baum - viel Wasser
kleiner Baum weniger Wasser.

Ich gieße seit mehr als 2 Wochen einen sehr großen Baum und 2 Sträucher.10 Gießkannen morgens und abends. Die Nabarschaft sieht es und tut nichts.
Wenn ein Aufruf im "Blättle" kommen sollte
würde trotzdem niemand etwas tun.
Das ist kein städtisches Problem, sondern ein GESELLSCHAFTLICHES PROBLEM!!!!
wir sollten einfach was tun und nicht immer reden.



Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 07.08.2018 11:41 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Hallo Frau Wiem,
mir wäre es auch lieber, nicht über die Menge diskutieren zu müssen. Nur leider bekam ich von der Stadt als Antwort, dass ich als Bürger es nicht leisten könne, einen Baum ausreichend zu gießen, weil ein Baum 2-300 Liter pro Tag benötige. Mit solchen Angaben hält man die Leute eher davon ab zu gießen, statt sie zu ermuntern.
Viele Städte - auch Stuttgart - rufen ihre Bürger zur Zeit auf, die Straßenbäume zu gießen und stoßen dabei auch auf eine positive Resonanz. Ich bin also nicht so pessimistisch wie Sie und glaube, dass Appelle durchaus helfen können.
Schöner wäre es natürlich, es wäre gar nicht nötig.
Aber Sie haben natürlich Recht: Nicht nur reden, sondern auch tun.... :)

Schöne Grüße
Martina Poll



unbekannt


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 07.08.2018 18:44 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Hallo Frau Poll,

ich kann Sie gut verstehen.
Es würde nichts kosten, wenn die Stadt
die Bürger um Hilfe bittet.


Gruß



Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 09.08.2018 0:36 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Sorry, mein letzter Beitrag richtete sich natürlich an Sie, Frau Ammon...
Gruß
Martina Poll


Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 16.08.2018 11:53 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Heute begegnete ich einem Wassertank-Fahrzeug, welches die Kastanienallee entlang fuhr. Gegossen wurde allerdings nichts. Gerne hätte ich die Männer auf die vertrocknenden Linden in der Theodor-Rothschild-Straße aufmerksam gemacht, aber leider waren sie schon wieder weg, als ich den Wassertank auf der Ladefläche erblickte....


Gabriele Knappe


Mitglied seit: 24.10.2014
Wohnort: Ostfildern


geschrieben: 27.08.2018 15:41 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Ein Hallo in die Runde,

in Ostfildern fährt das Bewässerungsfahrzeug primär an der Hindenburgstraße entlang, also wässert die floralen "Prunkstücke" (z.B. vor der KSK und an den Ladenzeilen entlang). Ein Schelm könnte meinen, so soll das Stadtimage zumindest nicht vertrocknen. ;-)


Eine Bewässerung durch Mitbürger scheitert bei uns (ich spreche für unseren Straßenabschnitt) an diesen Gründen:

- Eigeninitiative gilt als Tabu-Wort, wenn nicht gar Affront.

- Sprachbarriere bei den Zugewanderten bzw. Desinteresse.

- Ansicht einiger "Alteingesessener", dass durch die Steuerentrichtung (Grunderwerbssteuer) der Beitrag geleistet wird, ein Mehr von der Stadt kommen muss.

- Einzelne Eigentümer bezahlen bereits für die Pflege ihrer Gärten/Vorgärten u.ä., wollen sich also nicht kostenfrei für die Gemeinde engagieren.

- Ein Gießeinsatz wird als Tropfen auf den heißen Stein empfunden, da damit nicht alle potentiellen Bäume/Pflanzen abgedeckt werden können. Folge: Gar nicht erst anfangen, so die Devise.




Ohne um den heißen Brei zu reden, ich kann ein stückweit alle Beteiligten und auch unsere Nachbarn verstehen. Bei uns kann man regelmäßig beobachten, wie Leute (Nellinger und/oder Besucher?) Blumen herausreißen bzw. mitnehmen, weil gedacht wird, sie blühen gratis am Straßenrand. Aus meinem oberen Fenster sehe ich die Leute, die ungeniert sogar mit einem kleinen Messer die Blumen abschneiden und in die Plastiktüte verschwinden lassen.

Zwei Mal habe ich es geschafft diese "Blumenfreunde" anzusprechen bzw. anzuhalten, wurde daraufhin wüst beschimpft. Seither überlege ich es mir gut, ob und wie ich Leute anspreche respektive mich selber engagiere. Ich teile da den Eindruck von Ihnen, Frau Wiem, im Kontext Unrat in den Gemeinden bzw. dessen Entfernung: Es sind in der Regel immer die "Gutmenschen", die sich einbringen und nie die, die es eigentlich tun sollten.


Es gibt kein Gemeinschaftsgefühl oder eben nicht mehr, die Stadt hat sich verändert und das nicht zum Positiven hin. Vereinzelt gibt es noch Einsatz und Zusammenhalt, aber das große Ganze fehlt. Insofern gilt wieder die unschöne Devise: Jeder ist sich selbst der Nächste.



Martina Poll


Mitglied seit: 09.01.2008
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 02.09.2018 18:43 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Liebe Frau Knappe,
Sie haben sicher Recht mit Ihren Beobachtungen.
Gleichwohl habe ich die Hoffnung, mit einem Gieß-Appell jene Menschen zu erreichen, die sich um das Thema einfach noch keine Gedanken gemacht haben. Manchmal braucht es nicht viel, um einen Bewusstseinsprozess in Gang zu setzen, dass wir selbst es in der Hand haben, in welcher Umgebung wir leben.
Während man im Urlaub Naturparadiese aufsucht, scheint die Natur im Alltag und in direkter Wohnumgebung oft keine Rolle mehr zu spielen. Das ist für mich ein Widerspruch.
Ich denke, es ist zu früh, zu resignieren. Bedauerlich ist aber, dass von der Stadt so wenig Unterstützung kommt. Da ist man anderswo deutlich weiter.



unbekannt


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 15.11.2018 18:38 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Baumfreunde ! Naturschutz ! Photosynthese und Klima Verbesserung durch weniger Versiegelung, klug und natürlich! Allerdings würde ich gern mal erfahren wieso in unserem "Landschaftsschutzgebiet"(gemäß 2er Schilder) zwischen Nellinger Stadion und Steinen zum wiederholten Male auf einer Streuobstwiese eine ganze Reihe mit 7-8 großen Apfelbäumen einfach abgesägt werden? Streuobstwiesen möchte man überall schützen von Seiten mancher Politiker und Naturschützer, aber dann passiert so etwas. Auf einem Landschaftsschutzgebiet ist dies doch verboten. Wieso gibt es Gesetze, die von jedem anders ausgelegt zu werden scheinen?

Bewässerung von Bürgern ist doch aktives Tun für uns alle. Aktive Bürger in unserer Stadt. Danke im Namen der Bäume!


Moderator


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 20.11.2018 9:22 Uhr
Betreff: Re: Straßenbäume leiden unter der Trockenheit


Guten Tag Herr Eberspächer,

die von Ihnen angesprochenen Bäume wurden auf einem Grundstück gefällt, das in Privatbesitz ist. Deswegen kann ich Ihnen dazu keine Auskunft geben.

Freundliche Grüße

Andrea Wangner
Pressereferentin


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