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Sabrina rolland


Mitglied seit: 12.03.2020
Wohnort: Ruit


geschrieben: 13.03.2020 13:38 Uhr
Betreff: Enge Fußgängerwege & Verkehr in Ruit


Menschen, die in Ruit spazieren gehen kennen das - die Bürgersteige viel zu eng um mit einem Kinderwagen drüber zu gehen. Daneben fahren unzählige Autos mit einer Geschwindigkeit von mind. 50km/h
Wann wird die Stuttgarter Straße endlich verkehrsberuhigt? Nur damit der Bus seine Zeiten noch halten kann?
Muss erst ein Kind erfasst werden oder wann passiert hier was???
Das selbe gilt übrigens für die Scharnhauser Straße
Wie lange müssen sich hier noch die LKW durch die enge Straße quetschen und auf den ohnehin engen Bürgersteig ausweichen?? Der übrigens erst durch Steuergelder neu gemacht wurde!
Ich verstehe die Stadt nicht! Vielleicht kann mir das Thema ja im Detail erläutert werden!


Michael Werner


Mitglied seit: 24.03.2015
Wohnort: Parksiedlung


geschrieben: 18.03.2020 21:53 Uhr
Betreff: Re: Enge Fußgängerwege & Verkehr in Ruit


Damit beschreiben Sie Ostfildern meiner Meinung nach ganz gut. Fußgänger und Radler haben sich auf den Feldern zu vergnügen, alles andere hat man mit dem Auto zu erledigen.

Ich bekam letzten Jahr die folgende Aussage vom der Abteilung Verkehrsrecht: "Zumal im gesamten Quartier im Scharnhauser Park offiziell keine Gehwege gewidmet sind"
Ich denke mal die ganzen Dinger zwischen den Parkplätzen und den Regenwasserrinnen sind Ausstiegshilfen für Autofahrende. Nicht dass sich ein armes Auto, oder Mitfahrende Aua an den Rinnen machen.

Tempo 30 innerorts ist meiner Meinung nach mehr als überfällig, an allen Stellen, an denen ungeschützte Verkehrsteilnehmer nicht ausreichend von Autos und LKW getrennt sind. In Ostfildern also so ziemlich überall.


Marc Rudolph


Mitglied seit: 27.01.2016
Wohnort: Scharnhausen


geschrieben: 21.03.2020 12:49 Uhr
Betreff: Re: Enge Fußgängerwege & Verkehr in Ruit


Tempo 30 bringt keinen breiteren Bürgersteig. An diversen Stellen ist es zwischen den Häusern einfach zu eng, um es modern auszubauen. In Scharnhausen am Berg zum Marktkauf hoch z.B. sind diese auch teilweise sehr eng - aber woher soll der Platz kommen? So ist es an anderen Stellen auch.

Wiederrum: wie haben es nur die ganzen Menschen mit Kinderwagen und Fahrrad die letzten 30 Jahre geschafft, sich auf den Wegen zu bewegen? Heute wird überall immer nur drauf gepocht, wer was will und sich vorstellt, komischerweise ging es vorher aber auch schon. Das sollte man sich auch mal im Hinterkopf bewahren.

Und das ständige Hauen und Stechen gegen Autofahrer lass ich mal so stehen. Die sind das Lieblingsopfer geworden bei vielen.


Michael Werner


Mitglied seit: 24.03.2015
Wohnort: Parksiedlung


geschrieben: 21.03.2020 15:10 Uhr
Betreff: Re: Enge Fußgängerwege & Verkehr in Ruit


Richtig, Tempo 30 macht keinen Gehweg breiter. Es bringt Kraftfahrzeuge aber unter die Geschwindigkeit, bei der ein Unfall für Unfallbeteiligte ohne Knautschzone statistisch eher schlecht ausgeht. Daher auch die Einschränkung mit der räumlichen Trennung

Einer der Ausgangspunkt von Frau Rolland war übrigens, dass wenigstens das traurige bisschen Gehweg das wir in Ostfildern haben autofrei bleiben sollte. Die flachen Randsteine in Ostfildern laden die Autofahrer ja ein "kurz" drauf zu halten oder einander auszuweichen. Wenn selbst das zu viel ist weiß ich auch nicht mehr.

Die Verkehrspolitik der letzten (locker) 70 Jahre war einseitig aufs Auto fixiert. Das hat den Zustand geschaffen, dass der Straßenraum zu 80% von Autos belegt ist (1m Gehweg pro Seite, 8m Fahrbahn inklusive Parkbucht). Fußgänger, Fahrradfahrer und neuerdings die E-Roller sollen sich die restlichen paar Prozent aufteilen ohne sich dabei in die Quere zu kommen. lol.


Michael Werner


Mitglied seit: 24.03.2015
Wohnort: Parksiedlung


geschrieben: 06.04.2020 8:45 Uhr
Betreff: Re: Enge Fußgängerwege & Verkehr in Ruit


Inzwischen hat sich die Situation ja etwas gewandelt.

Ich kann nur empfehlen auf der Fahrbahn zu gehen. Der Witz den man z.B. in den Schapa-Querstraßen oder in Ruit als Gehweg bezeichnet ist nicht dazu geeignet den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes zu folgen.

StVO §25 Absatz 2 deckt das meiner Meinung nach, sofern man den einzuhaltenden Abstand als sperrigen Gegenstand definiert. Falls er es nicht tut stehen 5€ Bussgeld 100€ Bussgeld aus dem Infektionsschutzgesetz gegenüber. Nehmen Sie sich Zweifelsfall irgendein Fahrzeug (Kinderwagen, Bollerwagen, Tigerente...) mit.

Es wäre darüberhinaus meiner Meinung nach angemessen, wenn die Stadt die sogenannten Bettelampeln auf dauergrün für Fußgänger umschalten würde, um Kontaktflächen, die jeder anfassen muss, zu vermeiden. Es sind ja Kontaktschleifen vorhanden über die Fahrzeuge auf der Fahrbahn grün anfordern können.


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