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Gemeinderat beschließt öffentlichen Internetzugang an drei Standorten

Künftig wird es im Zentrum An der Halle und am KuBinO in Nellingen sowie am Stadthaus im Scharnhauser Park einen öffentlichen, kostenfreien Internetzugang über WLAN geben. Die Einrichtung der Hotspots kostet knapp 20.000 Euro, die Betriebskosten belaufen sich dann jährlich auf 1.800 Euro.

Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat die Einrichtung der öffentlichen Zugänge an den drei belebten öffentlichen Plätzen und Gebäuden in der Stadt beschlossen. Das Thema war auf Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Rede zum Haushalt 2015 aufs Tapet gekommen. Im Sommer vergangenen Jahres entschloss sich der Gemeinderat dann grundsätzlich dazu, WLAN als weiteren Punkt einer modernen Infrastruktur an den drei Standorten in der Stadt anzubieten. Dann sind die Kosten und Möglichkeiten der Umsetzung geprüft worden. „WLAN ist nichts außergewöhnliches mehr“, stellte Oberbürgermeister Christof Bolay bei der Vorstellung des Tagesordnungspunktes fest, es gebe geradezu die Erwartung, in der Öffentlichkeit WLAN nutzen zu können.

Petra Hönschel-Gehrung (Freie Wähler) stellte fest, dass der technische Fortschritt immer schneller voran schreite. Das mache die Entwicklung der Mobiltelefone deutlich. In Bezug auf die Installation des freien Netzes behindere die Bauweise mit Beton mancherorts eine einfache Einrichtung. „Deshalb gestaltet sich das Ganze nicht kostengünstig.“ Hönschel-Gehrung fragte, warum die städtische Musikschule im Zentrum an der Halle in Nellingen einen Bedarf anmeldete, WLAN auch in die Räume der Musikschule auszustrahlen. „Die Leser in der Bücherei im Stadthaus hätten wohl eher etwas davon als die Musikschüler und -lehrer an der Halle.“

Norbert Simianer, der Fraktionsvorsitzende der CDU, sah das städtische Angebot angesichts zahlreicher WLAN-Anbindungen in Hotels, an Plätzen und jetzt auch in den Bussen des öffentlichen Nahverkehrs auf den Fildern nicht in einer Vorreiter-Rolle: „Wir versuchen, mit einer Entwicklung Schritt zu halten.“ Wichtig war ihm bei dem Beschluss, dabei, dass das WLAN nicht in den umliegenden Schulbereich am KuBinO ausstrahlt. „Die Betriebskosten von jährlich 1.800 Euro sind vertretbar“, sagte Simianer mit Blick auf die jährlichen Folgekosten der Investition.

Oliver Werner (Grüne) stellte angesichts der stetigen Nutzung von Geräten wie Smartphone und Tablets fest: „Mobile Internetzugänge sind längst Alltag.“ Deswegen freue es die Fraktion, dass auf ihren Antrag hin nun eine moderne WLAN Infrastruktur geschafft werde. „Wir begrüßen insbesondere die Einrichtung von Innenantennen“ im Gebäude der Musikschule im Zentrum An der Halle sowie in der Stadtbücherei im KuBinO. Die Verwaltung forderte Werner auf, die Anbringung von Innenantennen auch für das Stadthaus mit einem Büchereistandort in einem zentralen Aufenthaltsort zu prüfen. Das Angebot des Betreibers besteche durch gute Erfahrungen in den Nachbarkommunen. „Wir freuen uns auf Auswertung Nutzung nach erste Betriebsjahr“, sagte Werner.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Schmidt hatte dazu eine ganz andere Meinung. „Wir haben jetzt viel von neuem Zeitgeist gehört“, trotzdem investiere die Stadt hier in eine Freiwilligkeitsaufgabe. Im vergangenen Jahr habe der Gemeinderat den Beitritt beim Radfahrclub Baden-Württemberg aus diesem Grund abgelehnt. Zudem sah der Fraktionsvorsitzende keinen Vorteil bei der punktuellen Einrichtungen von öffentlichem Internet in einer Flächenstadt wie Ostfildern. Und „wer auf einen Pass wartet, kann das auch ohne WLAN.“ Nach dem Bericht der Enkelinnen werde schon jetzt in der Mensa im KuBinO oftmals mehr auf den Geräten gewischt als gegessen oder gesprochen. Die Fraktionskollegin Stefanie Sekler-Dengler sah hingegen mit der Einrichtung von WLAN „die Möglichkeit der Teilhabe“ gegeben, auch für Menschen, die aus Flucht und Vertreibung in die Stadt kommen.

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