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Schüler baggern auf der Kinderbaustelle an der Grundschule Ruit

Mit Hammer und Kelle konnten die Fünf- bis Siebenjährigen ihre handwerklichen und kreativen Fähigkeiten an zwei Tagen testen, frei nach dem Kinderliedmotto: „Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zu uns Kindern gehn.“ Und so folgte auch Stein auf Stein, bis die Mauer fertig war. Fünf Stationen hatten Mitarbeiter der Baufirma eingerichtet, um den Jungen und Mädchen das Handwerk nahezubringen. Dachdecken, Treppenbau, Pflastern, Mauern und  Baggern, alles durften die Schüler selbst erfahren.

„Kriegen wir Helme?“, wollten Grundschulkinder wissen, die Baustellenluft im abgezäunten Bereich neben der neuen Grundschule schnuppern durften, die derzeit von der Firma Wolff und Müller errichtet wird. „Kinderbaustellenleiter“ Christian Münch, der im wirklichen Leben Projektmanager der Marketingfirma von Wolff und Müller ist, pochte sogar noch auf gelbe Warnwesten mit dem Aufdruck „Ich bin ein Handwerker“ und auf Arbeitshandschuhe. Das war ein eindeutiges Signal für die Schüler: Sicherheit wird auf der Baustelle groß geschrieben.

Für die drei ersten Klassen der Grundschule Ruit, die noch in zwei dezentralen Gebäuden im Stadtteil untergebracht ist, war das ein außergewöhnlicher Auftakt in die Pfingstferien. Gleichzeitig bildete die Aktion den krönenden Abschluss der Projektwoche an der Schule, die sich mit dem bevorstehenden Umzug im nächsten Schuljahr in die neuen Räumlichkeiten beschäftigt, erläuterte Rektor Wolfgang Heinzl-Stahl. Was die Kinder auf der Baustelle erlebten, wird im Unterricht aufgearbeitet, sagte der Schulleiter.

Für die Baufirma, die die Kinderbaustelle sponsert, ist das Werkeln der Jungen und Mädchen eine Möglichkeit, das Handwerk transparent zu machen. Professionelle Handgriffe wie das richtige Verlegen von Biberschwänzen wurden von fachkundigem Personal vermittelt. Bereits in Berlin und Nürnberg sammelte man damit gute Erfahrungen, die nun in Ruit in einen sehr strukturierten und geregelten Ablauf einflossen. In kleinen Gruppen wurde nach klaren Ansagen konzentriert gearbeitet und durchaus kritisch reflektiert: „Der Stein sitzt nicht richtig“, stellte ein Mädchen beim Pflastern fest, und ein Junge ergänzte mit Kennerblick: „Der daneben auch nicht.“

In einer Stunde wurden die einzelnen Stationen durchlaufen. Der Renner war natürlich das Schaufeln in einem Mini-Bagger. Beim Baggerführer sitzen und die Hebel bedienen war eindrucksvoll. Einem Jungen zitterte danach vor freudiger Aufregung die Hand. Nach achteinhalb Minuten Hämmern, Mörteln, Klopfen und Dachziegelverlegen kam der Pfiff vom „Kapo“, der Baustopp signalisierte, Ausweiskärtchen abstempeln lassen und Wechsel des Gewerks.

Die Kinder waren mit Feuereifer dabei: Nägel in Holz zu hämmern war „geil“, und ein Knirps entschied sich spontan: „Ich will Handwerker werden“. Leonie trumpfte sogar mit Kenntnissen auf. „Ich wohn‘ halt auf dem Bauernhof. Da kann man viel.“ Am Ende hatten sich die Nachwuchskräfte ihr Vesper redlich verdient. Getränke und eine Urkunde gab es auch.

 

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