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19.10.2017

Job-Infotag in Nellingen

Foto: Viele Schüler informieren sich an den Ständen der Firmen. Foto: Bail

600 Schüler aus Ostfildern, Denkendorf, Neuhausen und Wolfschlugen informierten sich bei 71 Anbietern des Job-Infotags der Riegelhofschule in Nellingen über Ausbildungsmöglichkeiten.

Zum zehnten Mal zeigten Unternehmen, Banken, Einrichtungen, weiterführende Schulen, Verbände und Versicherungen, überwiegend aus der Region, auf dem Campus und im KuBinO, welche Möglichkeiten sich den Schülern bieten, einen Beruf zu erlernen. Das Angebot reichte von Weltfirmen wie Balluff und Festo über das Diakonische Werk und die Großheppacher Schwesternschaft bis zur Lazi-Akademie und dem Handwerk.

Nicht nur die Realschüler machten von dem Angebot Gebrauch, zahlreiche Eltern begleiteten ihre Kinder. Damit die Vorbereitung auf den Infotag noch gezielter funktioniert, hatte die Schule in diesem Jahr das Ausstellerverzeichnis bereits zwei Wochen vor dem Startschuss verteilt. Robert Riedl, der Koordinator der Berufsorientierung an der Realschule, weiß, dass sich einige vorab gründlich informieren, um gezielt Unternehmen anzusteuern. Ziel der breitgefächerten Jobmesse ist es natürlich, Schulabgängern einen qualitativ hochwertigen Ausbildungsplatz zu vermitteln. Im Gegenzug haben Betriebe gute Schüler im Visier. „Ein schöner Begleiteffekt“ ist laut Schulleiter Markus Fritz, dass die Schüler Kontakte knüpfen, etwa für Praktikumsplätze, dass sie ihren Blick erweitern und selbständig tätig werden, auch in Hinsicht auf die Bewerbung.

Hatte man vor zehn Jahren in Anbetracht der damals angespannten Lehrstellensituation noch rein die Jobvermittlung an Schüler im Blick, so bemühen sich inzwischen die Unternehmen mit spannenden Angeboten, die Ausbildungsplätze zu besetzen. Das Interesse reiche über die Filderregion hinaus, wie die Teilnahme der Deutschen Bahn AG, der Bundeswehr, der Landjugend Baden-Württemberg und der Deutschen Rentenversicherung deutlich machte. Viele Schüler zeigten sich sehr angetan von den praktischen Stationen. Das multimediale Gastro-Mobil des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) wurde mit großem Vergnügen getestet und auch beim Handwerk boten sich verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Mädchen, wie die 14-jährige Emilie, griffen bei den Maurern überraschend oft zur Kelle. Das verblüffte auch Timo Weigand, Technischer Lehrer an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Nürtingen, zumal sich das Maurerhandwerk schwer tue, Nachwuchs zu finden. Etwas mit den eigenen Händen zu schaffen sei begeisternd, sagte der Meister, zeigte aber Verständnis, dass Emilie trotzdem eine Ausbildung als Hotelfachfrau vorzieht. „Frauen auf dem Bau haben es schwer.“

Patrick (15) hat viele Ideen. Schreiner schwebe ihm vor, sagte er, während er konzentriert ein Holzbrett bearbeitete. Aber auch Raumgestalter könnte er sich vorstellen, in jedem Fall etwas Kreatives. Den Job- Infotag, der von der Wirtschaftsförderung der Stadt unterstützt wird und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christof Bolay steht, fand er zur Orientierung sehr gut. Das sagten auch die 14-jährige Nina, die „etwas Soziales“ oder etwas im Steuerberaterbüro machen möchte, Laura (15), der Erzieherin vorschwebt, „oder auch etwas anderes“ und Lea (14), die „noch am Schauen“ ist. Bei der 14-jährigen Era waren die Vorstellungen schon konkreter als sie bei der Bundeswehr-Karriereberatung stand. Ihre Schwester sei bereits Offizierin und sie könnte sich auch eine Laufbahn bei der Bundeswehr vorstellen, allerdings nicht im militärischen, sondern im zivilen Bereich, etwa als Arzthelferin.

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