Emotion Bild
 
17.11.2017

Haus der Kinder in der Waldstraße in Kemnat eröffnet

Foto: Die Kinder begrüßen die Gäste mit einem Lied. Foto: Eberle

Der neue Kindergarten in der Kemnater Waldstraße passt perfekt. Von außen und von innen. Am Freitag wurde er feierlich eröffnet. Inklusive Interimslösung kostete er 2,75 Millionen Euro.

„Ein bisschen beneide ich euch, weil ihr jetzt jeden Tag hierher kommen dürft“, sagte Oberbürgermeister Christof Bolay zu den Kindergartenkindern. In den vergangenen Jahren habe Ostfildern viele Kindergärten saniert oder gebaut, „aber lieber beschäftigen wir uns mit solchen Fragestellungen als keine Kinder mehr in der Stadt zu haben“, sagte Bolay. Nun stehe ein neues Projekt in der Mutzenreisstraße an. Und er wünschte den Kindern in ihrem neuen Kindergarten „immer viel Spaß“. Viel Spaß und Vergnügen bereiteten die Kinder den Gästen mit ihrem Lied „Im Kindergarten fangen alle mal als kleine Leute an“.

Das Haus für Kinder Waldstraße bietet Platz für 55 Kinder, neben zwei Gruppen für Kinder über drei Jahren gibt es eine Kleinkindgruppe mit zehn Kindern. Ein großer Raum, in dem Begegnungen stattfinden, die Kinder spielen und in dem Feste gefeiert werden können, ist das Herz des neuen Kindergartens. Für Helligkeit sorgt ein Oberlicht. Um ihn herum ordnen sich die verschiedenen Räume für die Kinder, zum Essen und Spielen und die Räume für die Erzieherinnen, beispielsweise für Elterngespräche an.

Die Atmosphäre ist warm und freundlich, geprägt durch helles Holz. Alle Räume verfügen über einen Ausgang in einen großzügig überdachten Außenbereich, der Essraum ist mit einer Glastür vom großen Spielflur abgetrennt und orientiert sich ebenfalls ins Grüne. „Uns ist es gelungen, mit Kreativität viele wirtschaftliche Lösungen zu finden“, sagte der Erste Bürgermeister Rainer Lechner.

Der Vorgängerbau in der Waldstraße war in die Jahre gekommen. Im Januar 2015 begannen die ersten Planungen, um Ostern 2016 zogen die Kindergartengruppen in Container und Ende August 2017 in ihr neues Haus für Kinder. „Wir waren von Anfang an in die Planungen und die Auswahl der Materialien und Möbel eingebunden und auch die Kinder haben den Bau hautnah miterlebt“, erzählte die Leiterin Angelika Kucht. Für die Erzieherinnen und Kinder seien es zwei sehr ereignisreiche Jahre gewesen. „Wir haben zugeschaut, wie der alte Kindergarten abgerissen wurde und der neue gewachsen ist“, sagte sie. Und auch in die Planungen der Außenanlagen wurden die Kinder einbezogen, sie haben sich einen Taschentuchbaum und einen Esskastanienbaum ausgesucht und auch bereits geholfen, einen Baum zu pflanzen.

Die Baukosten liegen im durchschnittlichen Bereich, sagte der Architekt Stephan Eberding. Aus ökologischer Sicht sei das Gebäude aber beispielhaft. Zum einen durch die CO2-neutrale Holzbauweise mit sehr guten Wärmedämmwerten, zum anderen durch die Erzeugung von Strom mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. „Und wir erfüllen damit die hohen Vorgaben der Stadt, die beispielhaft vorangeht“, sagte Eberding. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer, der Firma Weizenegger aus Bad Wurzach, die in Ostfildern schon mehrere Projekte realisiert hat. „Wir alle fühlen uns hier unglaublich wohl“, sagte Angelika Kucht. Christof Bolay dankte ihr, ihrem Team, den Eltern und den Kindern für ihre Geduld und für ihr Engagement während der Bauzeit.

Zurück zur Übersicht

Direkteinstiege:

Logo

 

nicht_loeschen 

 

Logo_SeimeinNachbar_Startseite 

 

Klimaschutz-Ostfildern_CMYK