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23.2.2012

Zuschüsse für ehrenamtliche Büchereien

Für die ehrenamtlichen Stadtteilbüchereien in Scharnhausen und Ruit bewilligten die Mitglieder des Verwaltungsausschusses des Gemeinderates 24.640 Euro für das Jahr 2012.

Zudem will die Stadt die Räume kostenlos zur Verfügung stellen. Das beschloss das Gremium am vergangenen Mittwoch bei drei Stimmenthaltungen. Demnach erhält Scharnhausen insgesamt 7.920 Euro für den laufenden Betrieb und Ruit 6.720 Euro. Für beide Einrichtungen gibt es zudem einen einmaligen Investitionskostenzuschuss von 1.000 Euro. Darüber hinaus stellte der Verwaltungsausschuss für Ruit 8.000 Euro für notwendige Umbaumaßnahmen zur Verfügung.

„Zur Finanzierung kann auf Restmittel aus der Büchereiabrechnung 2011 zurückgegriffen werden“, erläuterte Oberbürgermeister Christof Bolay den Räten die Vorlage der Verwaltung. Von den 700.000 Euro, die die Stadtbücherei zur Verfügung hatte, waren am Ende des Jahres noch fast 45.000 Euro übrig gewesen. Diese Restmittel sollen nun je zur Hälfte die beiden ehrenamtlichen Büchereien und die Stadtbücherei erhalten. „Wenn das nicht reichen sollte, kann auf Restmittel der kulturellen Veranstaltungen zurückgegriffen werden“, sagte Bolay.

Die beiden Büchereien waren im Mai vergangenen Jahres aus Sparzwängen geschlossen worden. Um die beiden Einrichtungen zu erhalten, schlossen sich Bürger zusammen und boten an, die Büchereien auf ehrenamtlicher Basis weiterzuführen. „Nun haben die ehrenamtlich engagierten Menschen einen nächsten Schritt getan und einen Förderverein gegründet“, freute sich Bolay über die aktuelle Entwicklung. Vor Ort kümmern sich zwei Initiativen um die inhaltliche Arbeit. Die Ruiter Bücherei will sich auf Kinderliteratur spezialisieren, muss aber noch in kleinerem Umfang umgebaut werden. Deshalb steht noch nicht genau fest, wann der Büchereibetrieb dort wieder beginnen kann. Die Wiedereröffnung in Scharnhausen ist für den 24. März geplant.

Joachim Dinkelacker (FW) wollte vor der Abstimmung über die Finanzierung der Büchereien von der Verwaltung wissen, weshalb die Büro- und Personalkosten so hoch angesetzt werden. Für Ruit beträgt dieser Posten immerhin 2.100 Euro und für Scharnhausen 3.300 Euro im Jahr. Der Grund ist einfach: Die Beträge enthalten die Kosten für die Reinigung von 500 Euro für Ruit und für 1.500 Euro für Scharnhausen. „Die Fläche in Ruit ist kleiner als die in Scharnhausen“, begründete Bürgermeister Michael Assenmacher den Unterschied. Werner Schmidt (SPD) bezeichnete die Verwaltungsvorlage als „logische Konsequenz“ aus dem Grundsatzbeschluss, die Büchereien auf ehrenamtlicher Basis zu erhalten. Theo Hartmann (FW) dankte all jenen, die sich für die Büchereien ehrenamtlich engagieren. 

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