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18.5.2017

Zeichen für gerechtere Welt

Foto: Oberbürgermeister Christof Bolay (rechts) freut sich mit dem Vorstand des Vereins Eine Welt über die erneute Zertifizierung Ostfilderns als Fairtrade-Stadt. Foto: Steffen Rohloff

Vor zwei Jahren wurde Ostfildern als Fair trade-Stadt ausgezeichnet. Jetzt stand die Überprüfung der Kriterien an, die das Zertifikat für weitere zwei Jahre sichert. Dies ist problemlos gelungen.

Oberbürgermeister Christof Bolay würdigte am vergangenen Montag zusammen mit Vorstandsvertretern des Vereins Eine Welt Ostfildern die Rezertifizierung.

Seit etwa sieben Jahren unterstützt die Stadt den Fairen Handel. 2010 beschloss der Gemeinderat einstimmig, im Beschaffungswesen und bei Ausschreibungen nur noch Produkte zu berücksichtigen, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden. Seither sind viele kleine Aktionen umgesetzt worden. Eine Lenkungsgruppe, in der Vertreter der Stadtverwaltung, der örtlichen Wirtschaft, Vereine und kirchliche Gruppierungen die Aktivitäten koordinieren, organisiert im Frühjahr Verkaufsstände mit fairen Waren auf den Wochenmärkten. Bei der Fairen Woche, die jährlich im Herbst stattfindet, beteiligen sich regelmäßig Vereine, Gastronomen und Einzelhändler aus der Stadt. Vor einem Jahr wurde schließlich der Verein Eine Welt Ostfildern gegründet, der sich verstärkt der Bildungsarbeit widmen wird. Aktuell nimmt die Stadt an der Handy-Aktion im Rahmen der Nachhaltigkeitstage teil. Außerdem ist in diesem Jahr eine Neuauflage des Fairen Einkaufsführers geplant. „Wir sind auf einem guten Weg“, betonte Elisabeth Mosbacher, Vorsitzende des Vereins Eine Welt Ostfildern, die sich bei Oberbürgermeister Bolay für die Unterstützung bedankte. „Wir sind bei Ihnen stets offene Türen eingerannt.“ Dieses Lob gab das Stadtoberhaupt zurück. „Ich danke Ihnen für das große Engagement“, sagte Bolay, „Damit setzen wir alle ein Zeichen für eine gerechtere Welt.

Für den Titel als Fairtrade-Stadt müssen fünf Kriterien erfüllt werden. So ist ein Beschluss des Gemeinderats, den Fairen Handel zu unterstützen, ebenso notwendig, wie die Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe, in der Vertreter aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft die Aktivitäten vor Ort koordinieren. Außerdem müssen im örtlichen Einzelhandel und in der Gastronomie mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel angeboten werden. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen müssen eine bestimmte Anzahl an Fair Trade-Produkten verwenden. Darüber hinaus müssen Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel umgesetzt werden und die örtlichen Medien über die verschiedenen Aktivitäten berichten. Ostfildern ist eine von mittlerweile mehr als 450 Fairtrade-Städten in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst rund 2.000 Städte und Gemeinden in 28 Ländern.

Weitere Informationen gibt es unter Link öffnet neues Fensterwww.fairtrade-towns.de

 

 

 

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