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18.5.2017

Vorsitz-Wechsel im Kommunalen Arbeitskreis Filder

Foto: Denkendorfs Bürgermeister Peter Jahn, Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub und Filderstadts Bürgermeister Reinhard Molt (von rechts). Foto: Köhler

Anfang Mai hat Denkendorfs Bürgermeister Peter Jahn turnusgemäß den Staffelstab an Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub im Kommunalen Arbeitskreis Filder (KAF) übergeben.

Mit neuer Spitze wollen die KAF-Mitgliedskommunen Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Ostfildern, Denkendorf, Neuhausen sowie die Filderbezirke von Stuttgart und Esslingen das bewährte Miteinander fortsetzen. Zusammen vertreten sie die Interessen von rund 200.000 Bürgern.

„Im Kommunalen Arbeitskreis Filder wollen wir mitgestalten, nicht nur andere gestalten lassen“, sagte der scheidende Vorsitzende, Denkendorfs Bürgermeister Peter Jahn. Viele aktuelle Themen forderten „das geschlossene Auftreten sowie die gemeinsame Verantwortung der Filderkommunen“ für die Zukunftsgestaltung. Beispielsweise mache der Verkehr nicht vor Stadtgrenzen halt, sagte Jahn. Dies unterstrich auch Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub. „Zahlreiche Verkehrsfragen können nicht einzeln, sondern nur im kommunalen Verbund gelöst werden“, sagte er. Als aktuelles Beispiel nannte Traub die Feinstaub-Problematik. „Was bedeutet es für die Filder, wenn in Stuttgart ab 1. Januar wegen Feinstaubalarm ein Fahrverbot gilt? Gehen dann in Degerloch die Schranken runter und die Autos stauen sich zurück?“ Traub stellte klar: „Ich sehe es nicht als unsere Aufgabe an, Parkhäuser zu bauen, damit Pendler mit der S-Bahn nach Stuttgart fahren können.“ Nach seiner Überzeugung könne eine lösungsorientierte Partnerschaft so nicht aussehen. Christoph Traub wollte seine kritischen Äußerungen jedoch keineswegs „als Schuldzuweisung“ an die Adresse der Landeshauptstadt verstanden wissen. Die Stadt habe das Feinstaub-Problem auch nur geerbt und leide ebenfalls darunter, dass es keine Umgehungsstraßen um Stuttgart herum gebe.

Künftig spiele der öffentliche Personennahverkehr eine zunehmend bedeutendere Rolle, erklärte Filderstadts Bürgermeister Reinhard Molt, der Anfang vergangenen Jahres die KAF-Geschäftsführung übernommen hatte. Er erinnerte an die gemeinsam formulierte Forderung des Kommunalen Arbeitskreises Filder zum Regionalverkehrsplan, die S-Bahn von Bernhauen über Sielmingen nach Neuhausen auch ins Neckartal zu führen. „Das Projekt ist so bedeutend, dass es untersucht werden muss“, sagte Christoph Traub. Die Region habe aus Sicht der KAF-Kommunen zu früh das Aus für diese Variante beschlossen.

Der neue KAF-Vorsitzende wünscht sich künftig eine „verbindlichere Form“ der Zusammenarbeit mit den Mitgliedskommunen, denn die Beschlüsse des KAF haben keine rechtliche Bindung. Doch nicht alle KAF-Mitglieder seien bereit, Kompetenzen an das Gremium abzugeben. So fehle dem Zusammenschluss manchmal die nötige Schlagkraft. Deshalb bleibe das Thema einer künftigen Kooperation der Mitglieder weiterhin auf der Tagesordnung.

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