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Vorschau auf die folgenden Ausstellungen

Eric Carle

18. November bis Januar 2019

Die kleine Raupe Nimmersatt und ihre Freunde

2009 ehrte die WLB (Württembergische Landesbibliothek, Stuttgart) zwei Berühmtheiten. Anlass waren deren runde Geburtstage. Die kleine Raupe Nimmersatt wurde 40 Jahre alt, deren Schöpfer Eric Carle feierte seinen 80. Geburtstag. Rund zehn Jahre später nimmt die Städtische Galerie Ostfildern die erneuten Jubiläen (50. und 90. Geburtstag) zum Anlass, den Weg vom collagierten Original aus bunten, vom Künstler gestalteten Seidenpapieren zum Print-Objekt bzw. Buch aufzuzeigen. Allen voran bezaubert die kleine Raupe Nimmersatt die Besucher, aber auch ihre tierischen Freunde wissen zu begeistern.

Das Buch „Ich habe die Geige klingen sehn“ ermöglicht die Verknüpfung visueller Eindrücke mit Klangerfahrungen. Eric Carle schreibt im Vorwort:

“Ich sehe ein Lied, ich male Musik, ich höre Farbe, ich berühre den Regenbogen und die tiefe Quelle im Boden. Meine Musik erzählt, meine Farben tanzen. Hören Sie zu und sehen Ihr eigenes Lied!“ Die Instrumentalmusik zum Bilderbuch, vertont und produziert von Gregor Hübner rundet das synästhetische Erleben ab.

Im Rahmen der Ausstellung ermöglicht eine Leseecke die Vertiefung in Eric Carles Bildwelten und machen weitere Mitmachangebote diese erfahrbar.

Zu Eric Carle: Er ist einer der erfolgreichsten picturewriter unserer Zeit. Er hat über 70 Bücher illustriert und die meisten auch selbst geschrieben. Sie wurden in über 648 Sprachen übersetzt und in über 145 Mio. Exemplaren publiziert.

Eric Carle, 1929 in Syracuse / NY geboren, kam mit seinen Eltern 1935 nach Stuttgart. Hier studierte er an der Kunstakademie und arbeitete für das Amerika-Haus. 1952 ging er wieder in die USA zurück.

 

27. Januar 2019 bis 19. März 2019

Florina Leinß

Rochade

Die 1984 in Freudenstadt geborene Künstlerin Florina Leinß erhielt 2017 den Förderpreis des Künstlerbundes Baden-Württemberg.

Ihre Arbeiten changieren zwischen Malerei, Design, Zeichnung und Plastik, die sie in raumbezogenen Arbeiten raffiniert kombiniert und verbindet. Realität, Illusionismus und Konkretion eröffnen spannende, vielschichtige Perspektiven.

Dabei bedient sich Florina Leinß eines vielfältigen Formenrepertoires, das technisch inspiriert oder auch dem Bereich des Designs entlehnt scheint und in präzise konturiertem Hochglanzlack eine starke künstlerische Setzung bedeutet. Diese meist in kühlen Farben klar umrissenen Formen stehen in einem spannenden Kontrast zu den malerisch gestalteten, gegenständlich inspirierten Bereichen, die häufig eine Stofflichkeit widergeben. Dabei interessieren die Künstlerin vor allem die Grenzbereiche. Wo hört das Tafelbild auf und wird zum Raumobjekt? Wie behaupten sich Zwischenräume und Durchblicke. Welche Möglichkeiten bieten in Öl gemalte, illusionistische Bildbereiche im Vergleich zu den ästhetischen Hochglanzflächen, die den Raum und den Betrachter je nach Licht und Umgebung reflektieren? Welche Oberfläche wirkt sinnlicher? Folgt die Farbe der Form? Was ist Design ohne Funktion? Diese und andere Fragen stellen den Betrachter vor immer neue Aufgaben.

Es entsteht ein freies Form- und Farbspiel voller erstaunlicher Bezüge. Eine Rochade, sorgfältig, konzentriert, präzise, poetisch und hoch ästhetisch zugleich.

 

31. März bis 25. Juni 2019

Gert Riel

Umformung

Umformung ist ein Sammelbegriff für Verfahren, bei denen dreidimensionale Körper unter Einsatz von Energie umgeformt werden. Gert Riel verwendet elastisch-verformbare metallische Träger unterschiedlicher Formen, Größen und – seit 2008 auch Farben - für deren Metamorphose. Kunstgeschichtlich sind die Plastiken bzw. Wandobjekte von der Konkreten Kunst bzw. Minimal Art geprägt.

Konvexe oder konkave Wölbungen spiegeln oder absorbieren ihre Umgebung. Potenziert wird diese Wirkung je nach Lichteinfall durch Hochglanz- bzw. pigmentierte Mattlacke, die das einfallende Licht gezielt spiegeln oder brechen.

Matt – Hochglanz, Absorption – Spiegelung, konvex – konkav, groß – klein, Streuung – Dichte, positiv – negativ und viele andere spannungsreiche Gegensätze verleihen den Werken Lebendigkeit.