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Catrin Fuchslocher


Mitglied seit: 27.11.2016
Wohnort: Scharnhausen


geschrieben: 14.11.2017 20:03 Uhr
Betreff: Verkehrsführung Scharnhausen


Werte Stadtverwaltung,
seit geraumer Zeit stelle ich mit Erstaunen fest, dass sich der morgendliche Berufsverkehr ganz selbstverständlich die schnellsten und staufreien Straßen zu eigen macht:
Spätestens um 08:00 Uhr, wenn der Verkehr aus Richtung Scharnhauser Park nach Scharnhausen sich in der Nellinger Straße (bis zur Ortsmitte und in die Plieninger Straße) derart staut, dass bereits ab dem Ortseingang (Sonnenhalde) bzw zum Teil schon kurz nach dem Kreuzbrunnen alles "dicht" ist, biegt der Verkehr munter in die Sonnenhalde und Lenzhalde ab!
Mit der Folge, dass der Verkehr sich durch das südliche Wohngebiet zwängt...klar, man hat es eilig und wen interessiert die 30er-Zone und die Spielstraße (Eichenweg)?
Es wäre doch sicherlich angeraten, dem ein Ende zu setzen! Derartiger Verkehrsfluss ist doch sicher nicht im "Verkehrswegekonzept" der Stadt Ostfildern enthalten?!? Oder doch?
Ich rege daher an, den südlichen Bereich von Scharnhausen (Sonnenhalde und Lenzhalde) am Einfahrtsbereich mit einer Anliegerzone auszuweisen und bitte hier im Forum um eine Antwort. Bürgerorientiert wäre hier im Forum eine Antwort bis 21.11.17 sicherlich mehr als angemessen und ich bitte ausdrücklich darum.
Sollte ich bis dahin nichts von Ihnen hören: Gehen Sie davon aus, dass Sie eine schriftliche Anfrage an den Gemeinderat und/oder den Bürgermeister bekommen - diese selbstverständlich auch mit schriftlicher Fristsetzung.
Danke für die Bürgernähe und liebe Pressereferentin oder Beantworter(in) der Stadt: Es ist eine substantielle bzw. gehaltvolle und lösungsorientierte Antwort gewünscht und keine politische....
Herzlichen Dank!


Moderator


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 15.11.2017 13:17 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Guten Tag Frau Fuchslocher,

herzlichen Dank für Ihren Eintrag. Bei Anordnung eines Durchfahrtsverbots mit Zusatz „Anlieger frei“ handelt es sich um eine Beschränkung des Verkehrs. Diese ist nach der Straßenverkehrsordnung nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Zudem gibt die Straßenverkehrsordnung vor, dass Verkehrseinrichtungen und Verkehrszeichen nur dort anzuordnen sind, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist. Diese Voraussetzungen sind im Bereich der Sonnenhalde und der Lenzhalde nicht gegeben.

Bei der Sonnenhalde und der Lenzhalde handelt es sich um Straßen, die das südliche Wohngebiet in Scharnhausen erschließen. Es ist richtig, dass einige Autofahrer versuchen, dem erhöhten Verkehrsaufkommen in der Nellinger Straße zu entgehen, indem Sie in die Sonnenhalde abbiegen. Allerdings ist die Sonnenhalde recht eng und der Umweg über Sonnenhalde und Talstraße oder die Lenzhalde führt dazu, dass der abkürzende Autofahrer als Linksabbieger wieder auf die stark befahrene Nellinger Straße auffahren muss und hier ebenfalls für ihn Wartezeiten entstehen. Daher ist davon auszugehen, dass die Mehrheit der Autofahrer über die Nellinger und Plieninger Straße durch Scharnhausen fährt.

Wir verstehen Ihre Verärgerung über den ansteigenden Verkehr in Scharnhausen, insbesondere im Wohngebiet. Die Situation, dass mancher Autofahrer versucht, den Verkehr auf einer Ortsdurchfahrt über das Wohngebiet zu umgehen, besteht jedoch auch in anderen Stadtteilen Ostfilderns sowie in zahlreichen anderen Gemeinden in Ballungsgebieten und stellt für sich gesehen noch keine Besonderheit der örtlichen Verhältnisse und der infolgedessen das allgemeine Risiko erheblich überschreitende Gefahrenlage dar. Die Voraussetzung für eine Beschränkung des Verkehrs wird daher nicht erfüllt.

Zudem ist die Verbesserung der Verkehrssituation durch ein Durchfahrtsverbot mit Zusatzzeichen „Anlieger frei“ fraglich. Das Zusatzzeichen „Anlieger frei“ bedeutet, dass jeder Autofahrer mit einem Anliegen den gesperrten Bereich befahren darf. Hierzu gehören zum Beispiel Anwohner, Besucher der Anwohner und des Kindergartens und zahlreiche weitere Verkehrsteilnehmer. Dieses Durchfahrtsverbot ist aufgrund der Vielzahl der Berechtigten daher nur schwer zu kontrollieren und kaum tatsächlich durchzusetzen.

Die Beschwerde über die gefahrene Geschwindigkeit nehmen wir Ernst. Die Einhaltung der angeordneten Geschwindigkeitsbeschränkungen wird in nächster Zeit verstärkt überwacht.

Freundliche Grüße

Andrea Wangner
Pressereferentin



Marc Rudolph


Mitglied seit: 27.01.2016
Wohnort: Scharnhausen


geschrieben: 28.11.2017 17:45 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Guten Tag,

wie lange müssen sich die Anwohner eigentlich noch diese Verkehrsführung der Hauptstrasse gefallen lassen?

Ich wohne in der Ostlandstrasse, stehe jeden Morgen Richtung Plieningen im Stau. Mittags teils auch aber das ist nicht so wild, außer wenn die Anwohner mit den Traktoren wieder 10 Minuten lang Mannöver veranstalten und alle Seiten verstopfen.
Sei es drum.

Aber der abendliche Verkehr ist grausam. ich stand eben weil ich ein Fahrzeug zum Luftdruck bewegt hatte erst Richtung Plieningen im Stau, weil Feston mal wieder Feierabend hat und da dann gar nichts mehr geht. Da geht eine Schlange von Scharnhausen bis zur T-Kreuzung.
Anschließend nochmal 20 Minuten zurück durch den Durchgangsverkehr.

Es ist nicht mehr zumutbar. Wann kommt endlich ein konstruktiver Vorschlag ohne Ausreden, dass es nicht möglich wäre? Ich bin hier aufgewachsen, war einige Jahre beruflich woanders und kam dann zurück und seit 2013 hat der Verkehr enorm zugenommen.
Das liegt auch nicht an der fleissig hergenommenen Ausrede mit der vollen Autobahn, das haben wir hier sehr oft.

So kann es nicht weitergehen.
Es wundert mich nicht, dass Fahrzeugführer völlig gefrustet und vielleicht unter teilweiser Verzweiflung durch die Wohngebiete "heizen", um Boden gut zu machen. Vermutlich klappt dies sogar noch.
Anschließend wir die beliebte Abkürzung am Marktplatz für Busse genommen und das Abkürzen hintenrum (Gartenstrasse) geht weiter.

Grausam, unverständlich. Es passiert nichts. Es wird über Tempo 30 diskutiert auf der anderen Seite vom Berg, was als Allheilmittel gesehen wird.
Das tut gehen den Verkehr leider gar nichts.

Vielleicht kommen ja mal konstruktive Vorschläge, keine Theorien zum Vorschein, die wirklich helfen.


Michael Werner


Mitglied seit: 24.03.2015
Wohnort: Parksiedlung


geschrieben: 29.11.2017 12:04 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Ich persönlich sehe 3 Optionen, die ohne ganz große Eingriffe Entlastung an der Stelle bringen können:

1. Ganztägige Freigabe der Nürtinger Straße, mit Wiederanbindung über den Rathausplatz (Das trennt die Verkehrsströme "Autobahn" und "Festo/Plieningen")

2. kurze Umgehung von der Kreuzbrunnenstraße zur Neuhauser Straße um Nellingen herum verbunden mit ganztägiger, beidseitigen Freigabe der Straße, falls das topographisch möglich ist. (Das lenkt den Verkehr aus dem SchaPa zur Autobahn durch unbewohntes Gebiet und entlastet zusätzlich ein wenig die Hindenburgstraße in Nellingen)

3. Bessere Taktung der Linie 122 und eine neue Haltestelle beim Industriegebiet das ja noch weiter ausgebaut werden soll.

Die ersten beiden Optionen müssen natürlich auch vor dem Hintergrund der Mehrbelastung der betroffenen Anwohner abgewogen werden

Alternativ darf Scharnhausen gerne für den Autodurchgangsverkehr gesperrt werden wenn es der Luftreinhaltung dient. Der Autostau der sich allzu gerne auf den Radweg ausbreitet ist mir ja eh ein Dorn im Auge ;-).


Moderator


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 08.12.2017 11:33 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Guten Tag Herr Werner,

herzlichen Dank für Ihren Eintrag und die Vorschläge.

Die Sperrung der Nürtinger Straße erfolgte im Zuge der Planung der Westumfahrung. Hier wurde die komplette Sperrung der Nürtinger Straße vorgesehen. Diese wurde später zeitlich befristet, um den Binnenverkehr zwischen Scharnhausen und Neuhausen zu ermöglichen. Da sich jedoch ein erheblicher Durchgangsverkehr ergeben hat, der nicht verkehrssicher durch die engen Straßen im Ortszentrum abgewickelt werden konnte, wurde eine Ausweitung der Sperrzeiten vereinbart und die Sperrung in beide Fahrtrichtungen angeordnet. Dadurch soll der Durchgangsverkehr durch das Stadtgebiet soweit als möglich eingeschränkt werden.

Dieses Verkehrskonzept ist richtig, auch wenn es nicht vollständig zu erreichen ist. Durch die Sperrung der Nürtinger Straße und die richtungsbezogene und zeitlich befristete Sperrung der Neuhauser Straße im Stadtteil Nellingen wird erreicht, dass sich in den Hauptverkehrszeiten keine starken Durchgangsverkehrsbeziehungen durch die Stadt entwickeln. Bei einer Öffnung der Nürtinger Straße würden sich kurzzeitig eine Entspannung der Verkehrssituation ergeben. Sobald diese jedoch bekannt wird, wird von den Kraftfahrern die günstigere Route gewählt und beide Straßen durch Scharnhausen würden höher belastet werden. Diese erhöhte Verkehrsmengen ist auf der vorhandenen Verkehrsflächen nicht abzuwickeln. Die Gartenstraße und die Raiffeisenstraße können keinen zusätzlichen Verkehr aufnehmen.

Eine Führung des Verkehrs über den Rathausplatz scheidet aus. Dieser Bereich wird sehr stak von Fußgänger genutzt. Eine Verstärkung des Durchgangsverkehrs über den Rathausplatz hätte eine Gefährdung der Fußgänger zur Folge.

Zudem müsste die erhöhte Verkehrsmengen durch die ganze Stadt weitergeführt werden und wir hätten einen Durchgangsverkehr, der kaum abgewickelt werden kann und den wir den Anwohnern in der Stadt nicht zumuten wollen.

Auf die Taktung der Linienbusse im Personennahverkehr haben wir keinen Einfluss. Dies wird durch die örtlichen Unternehmen abgestimmt.

Freundliche Grüße
Sandra Vugrinec
Straßenverkehrsrecht, Verkehrsüberwachung


Moderator


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 08.12.2017 11:34 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Guten Tag Herr Rudolph,

herzlichen Dank für Ihren Eintrag.

Sie sind verärgert über die ansteigenden Verkehrsmengen in Scharnhausen und weisen auf den Rückstau insbesondere zu den Arbeitsbeginn- und –Endzeiten der Firma Festo hin.

Im April dieses Jahres wurde die Vorfahrtsregelung in der Nagelstraße Kreuzung Siemensstraße geändert und der Nagelstraße die Vorfahrt eingeräumt, um zumindest hier die Zufahrt zu ermöglichen, ohne von rechts kommende Fahrzeuge zu bevorrechtigen und so einen Stau bis in den Kreuzungsbereich der Plieninger Straße zu vermeiden.

Die Hinweise aus der Bevölkerung auf überhöhte Geschwindigkeiten oder Missachtung bestehender Durchfahrtsverbote nehmen wir ernst und überwachen beides regelmäßig.

Wir verstehen Ihre Verärgerung über den ansteigenden Verkehr in Scharnhausen, insbesondere im Wohngebiet. Die Situation besteht jedoch auch in anderen Stadtteilen Ostfilderns sowie in zahlreichen anderen Gemeinden in Ballungsgebieten. Weitere Maßnahmen zur Verringerung des Verkehrs sehen wir derzeit leider nicht.

Freundliche Grüße
Sandra Vugrinec
Straßenverkehrsrecht, Verkehrsüberwachung


Janine Ehni


Mitglied seit: 15.02.2018
Wohnort: Scharnhausen


geschrieben: 15.02.2018 12:00 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Guten Tag Frau Vugrinec,

ich bin leider von der Situation mit der teilweise (zumindest für normal berufstätige PKW-Fahrer, 07:00 - 08:00 Uhr; 16:00 - 18:00 Uhr) auch stark betroffen. Ich wohne in einer Parallel-Straße zur Nürtingerstraße, unterhalb der Felder und muss jeden Tag aus meiner Straße herausfahren, mich durch den Stop&Go-Verkehr auf der Hauptstraße durch den Ort schieben, nur um auf Höhe Festo wieder links abzubiegen und die ganze Strecke zurück bis zur Kreuzung nach Neuhausen zu fahren. Es wird also erwartet, dass ich lieber einmal im Kreis durch den Ort fahre (morgens/Nachmittags/Abends ca. +15-25min Verzögerung) anstatt die 500m auf der gesperrten Strecke.

Leider wurde ich auch schon einige Male von der Stadt geblitzt und mit Bußgeld verwarnt, als ich die Nürtingerstraße außerhalb der zugelassenen Zeiten befahren habe.
Wäre es denn nicht machbar für die Personen, die im direkten Umfeld wohnen eine Sondergenehmigung zu vergeben?

Das Argument mit den LKW kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, dann wird die Straße eben für LKW gesperrt?!
Für mich und auch die restlichen Bewohner unserer Straße ist es eine Farce! Gesetzlos auf dem Landweg zwischen den Feldern zu fahren um nicht geblitzt zu werden ist zwar eine Möglichkeit, das geht aber sicherlich auch besser..

Vorab vielen Dank für die Rückmeldung!
MfG


Moderator


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 19.02.2018 10:26 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Sehr geehrte Frau Ehni,

die von Ihnen im Bürgerforum geschilderte Situation und Ihre Verärgerung über die verkehrsbedingten Verzögerungen auf Ihrem Arbeitsweg kann ich sehr gut nachvollziehen. Wir haben uns die Entscheidung über die Anträge auf Ausnahmeregelungen zum Befahren der Nürtinger Straße zu den Sperrzeiten nicht leicht gemacht.

Die Gründe für die Sperrung der Nürtinger Straße wurden bereits im Eintrag vom 08.12.17 erläutert.

Jetzt ist es so, dass ein solches Durchfahrtsverbot immer an einem bestimmten Punkt installiert werden muss. Um nicht einzelne Straßen vom Ortskern abzuschneiden, kam nur eine Sperrung nach dem Ortsende Scharnhausens in Frage. Dies hat leider zur Folge, dass die Bewohner der Nürtinger Straße und der anderen direkt angrenzenden Straßen, wenn sie in Richtung Neuhausen fahren wollen, auch von dieser Sperrung zu den bekannten Zeiten betroffen sind.

Ihr Vorschlag, den direkten Angrenzern eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen wurde bereits vor einigen Jahren geprüft. Aus Gleichbehandlungsgründen wären wir allerdings tatsächlich gezwungen, zumindest allen Autofahrern, die im östlichen Teil Scharnhausens wohnen und regelmäßig nach Neuhausen fahren müssen, eine Genehmigung zu erteilen. Es gibt in diesem Gebiet zahlreiche Anwohner, welche eine solche Ausnahmegenehmigung erhalten müssten und dies würde faktisch zu einer Aufhebung der Sperrung führen.

Daher kommt eine Ausnahmeregelung für Anwohner an dieser Stelle nicht in Betracht.


Mit freundlichen Grüßen

Sandra Vugrinec
Straßenverkehrsrecht


Catrin Fuchslocher


Mitglied seit: 27.11.2016
Wohnort: Scharnhausen


geschrieben: 04.10.2018 22:09 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Wangner,

ich war so frei und habe mir etwas Zeit gelassen, was eine erneute Rückmeldung auf den Beitrag zur Verkehrsführung in Scharnhausen betrifft und bedanken mich zunächst für Ihre erste Rückmeldung.
Es ist mir sehr wohl bewußt, dass eine "Anlieger-frei"-Ausweisung über ein entsprechendes Verkehrszeichen den Verkehr beschränkt; nichts anderes ist mit meiner Anfrage beabsichtigt.
Ihren Ausführungen kann ich - vor dem Hintergrund, dass es dem Großteil der Straßenverkehrsteilnehmer im Berufsverkehr / zu Stoßzeiten erlaubt wird, die Wegstrecke durch ein reines Wohngebiet zu wählen - leider nicht in Gänze nachvollziehen. Welches sind Ihrer Meinung nach die "bestimmten Voraussetzungen", unter denen eine "Anlieger-frei"-Zone ausgewiesen werden kann? Wann ist dies "zwingend geboten"? Und vor allem: Warum sind die "Voraussetzungen im Bereich der Sonnenhalde und der Lenzhalde nicht gegeben"?
Wir haben in diesem (mittleweile nahezu reinem) Wohngebiet einen nicht üblichen Verkehrsstrom zu verzeichnen, der
- durch erhöhte Geschwindigkeiten gekennzeichnet ist,
- ein überproportionales Verkehrsaufkommen zeigt
- entsprechende Lärmbelästigung und
- ein erhöhtes Abgasvolumen in der Summe zeigt. Das Ganze wird durch enge Straßen und die Hanglage potentiert.
Sie argumentieren mit einem "(...) daher ist davon auszugehen, dass die Mehrheit der Autofahrer über die Nellinger und Plieninger Straße durch Scharnhausen fährt (...)".
Hier erwarte ich von Ihnen bitte keine "Glaskugel-Ausgangslage" sondern konkrete Argumente. Haben Sie eine Verkehrszählung veranlasst? Gibt es weitere Zahlen, etwa in Form von Verkehrsverstössen in diesem Bereich, die aussagekräftig sind und als Näherungswert herangezogen werden können? Das ist mir leider etwas zu pauschal und allgemein vereinfachend.
Ob und inwieweit andere Stadteile oder Städte das gleiche Problem haben: Nun, liebe Fr. Wagner, liebe Stadt Ostfildern; es reicht mir nicht, dass Sie auf gleiche Probleme anderer Kommunen verweisen. Von Ihnen als Verantwortliche für die Verkehrspolitik der Stadt Ostfildern erwarte ich Lösungansätze und Innovation. Auf eine Antwort zum "Verkehrswegekonzept" der Stadt Ostfildern warte ich leider 11 (!) Monate nach Beitragserstellung immer noch. Daher die Bitte: Beantworten Sie doch auch gleich diese und werden Sie konkret: Wie gedenken Sie, die Verkehrsproblematik im Stadteil Scharnhausen - u.a. durch die flächenmäßig durch Sie begünstige, nicht unerhebliche Ausweitung des Gewerbegebietes im nordwestlichen Stadteilbereich -
a) mit welchen Maßnahmen
b) innerhalb welchen Zeitraums und
c) auf Basis welcher Daten / Fakten / Zahlen mit
d) welchem Ziel
zu lösen???
Was das Zeichen "Anlieger frei" betrifft: Eine Ausweisung steht der Kontrolle nicht entgegen! Der städtische Ordnungsdienst bzw. dessen Schwerpunktsetzung und personelle Ausstattung ist hier sicherlich entscheidend. Und im Notfall können Sie sich als Ortspolizeibehörde die Unterstützung anderer Behörden erbeten. Das Argument "Wir können nicht kontrollieren." ist textlich wohl nicht ganz richtig; Sie "können" durchaus - nur ist fraglich, unter welchen Rahmenbedingungen bzw. mit welchen Mehrwaufwendungen.
Ich bitte um eine Antwort hier im Bürgerforum bis Montag, 15.10.2018 und bitte erneut darum, den südlichen Bereich der Nellinger Straße (Sonnenhalde / Lenzhalde / Talstraße / Körschtal- und Krähenbachstraße) zeitnah in eine "Anlieger-frei"-Zone auszuweisen.
Viele Grüße


Michael Werner


Mitglied seit: 24.03.2015
Wohnort: Parksiedlung


geschrieben: 19.10.2018 12:21 Uhr
Betreff: Re: Verkehrsführung Scharnhausen


Hallo,
ich glaube nicht dass sich da etwas tun wird. Scharnhausen bleibt ein Stauort; inzwischen muss ich mich mit dem Fahrrad auch Freitags durch den Stau kämpfen. Das war bisher meistens noch der Tag an dem die Autos nicht im Weg stehen.
Die Autofahrer (übrigens auch die Polizei) stellen sich auf den Radweg, die meisten starren dabei auf die Handys und machen den Weg nicht frei wenn man klingelt.
Das einzige was Scharnhausen helfen kann ist eine Ortsumgehung, für die es keinen Platz gibt.
Die Anlieger frei Staße wird den Durchgangsverkehr bei Ihnen nicht nennenswert minimieren, da die Strafen sehr gering sind. Nichtmal ein Einfahrt verboten Schild wie in der Hohenheimer Straße in Esslingen wirkt. Autofahrer im Stau kennen scheinbar weder Gesetze noch Hemmungen.


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