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26.4.2018

Unternehmen kooperieren mit gemeinnützigen Organisationen beim Marktplatz guter Geschäfte

Foto: Die Teilnehmer beim Marktplatz guter Geschäfte kommen ins Gespräch. Foto: Eisenhardt

Nach einem Jahr Pause trafen sich kürzlich Vertreter von lokalen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zum Marktplatz der guten Geschäfte im Stadthaus im Scharnhauser Park.
Ziel der Veranstaltung im Stadthaus war es wieder einmal, neue Kontakte zu knüpfen und Kooperationen zu vereinbaren.

Ganz wichtig beim Marktplatz guter Geschäfte: Geld spielt keine Rolle, es geht um den Austausch von Leistungen, „um eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, erklärt Susanne Volpp, die Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Familie der Stadt und Marktplatz-Botschafterin, die Regeln. „Wer dabei ist, hat schon gewonnen. Erweitern Sie Ihren Horizont und treffen Sie konkrete Vereinbarungen“, gab sie den Teilnehmern mit auf den Weg.

Der Fantasie der Teilnehmer waren dabei keine Grenzen gesetzt. Oberbürgermeister Christof Bolay, der als Schirmherr den Marktplatz traditionell mit einem Gongschlag eröffnete, betonte, diese Veranstaltung sei nur durch die engagierte Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamtlichen in der neunköpfigen Lenkungsgruppe möglich. Erfreulich sei es, dass unter den zahlreichen Stammgästen auch einige neue Gesichter bei den Teilnehmern zu sehen seien, etwa aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. „Es geht nicht nur um besonders viele Abschlüsse, sondern ebenso um die Vernetzung untereinander“, betonte der Oberbürgermeister.

90 Minuten dauerte anschließend das Speed-Dating, schnell kamen die Teilnehmer miteinander ins Gespräch. Darunter waren die Erzieherin Miriam Feller aus dem Haus für Kinder im Scharnhauser Park und Eric Sauter, der Geschäftsführer der Steigerwald Wohnbau und in diesem Jahr ebenfalls Marktplatz-Botschafter.

„Die Kinder dürfen uns auf einer Baustelle besuchen – entweder bei einem Hausbau oder dem Abriss eines Hauses. Im Gegenzug werden unsere Mitarbeiter mit Kuchen oder einem Buffet versorgt“, erklärte Sauter das schriftlich fixierte Tauschgeschäft. Ein paar Tische weiter besiegelten Manfred Bretschneider von der evangelischen Kirchengemeinde Nellingen und Thomas di Rosa vom Haus für Kinder Scharnhauser Park ihre Vereinbarung. Die Kirchengemeinde erhält Unterstützung beim Bau eines Gartenhauses vom Haus für Kinder sowie von Azubis der Firma Herbert Hänchen. Dafür bietet die Kirche Führungen durch den Klosterhof mit Kirche und Turmbesteigung an, inklusive einem kleinen Imbiss und zehn Kisten eigenem Apfelsaft.

Ein weiteres Beispiel war die Vereinbarung zwischen der Rechtsanwaltskanzlei K3S, die einen Praktikumsplatz für künftige Rechtsanwaltsfachangestellte zur Verfügung stellt, im Gegenzug bietet die Kinder- und Jugendhilfe (Kiju) im Rahmen ihres Projekts „Tempo pro Ausbildung plus“ Freikarten für das Frauenfrühstück im L-Quadrat.

Zum ersten Mal beim Marktplatz mit von der Partie war der Schachclub, der Schachkurse für Kinder anbietet und dafür von der Schulkindbetreuung im Scharnhauser Park eine Popcornmaschine für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt bekommt. Hans Gruber, Ehrenamtlicher der Traumfelder-Bürgergärten, machte sich auf die Suche nach Betreuern für die regelmäßigen Besuche der Schulklassen. „Die Schulkinder dürfen in den Gärten bei der Pflege und beim Pflanzen helfen, für diese Termine bräuchten wir noch mehr Betreuungspersonen.“

Am Ende hatte der Marktplatz-Notar Manfred Braum 32 Vereinbarungen mit insgesamt 674 Leistungsstunden eingetragen. „Das ist ein schönes Ergebnis. Die Umsetzung der Projekte begleiten wir ab Mitte des Jahres aktiv.“ Birgit Romanowicz von der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt zeigte sich mit dem Ergebnis des Marktplatzes ebenfalls zufrieden. „Jeder hat etwas zu bieten. Schön ist auch, dass neben dem Schulkind- und Kindergartenbereich diesmal mehr Vereine vertreten sind“, sagte sie.

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