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16.3.2017

Umbauten am DRK-Gebäude in Nellingen und der Feuerwehr in Ruit

Der Gemeinderat hat mit dem Baubeschluss die Sanierung des Feuerwehrgebäudes in Ruit weiter auf den Weg gebracht. In Nellingen gibt es zwei neue Garagen als Lager für das Rote Kreuz.

Mit der Zustimmung zu zwei Vorlagen hat der Gemeinderat weitere Bauvorhaben zur Verbesserung der Situation der Rettungskräfte vor Ort auf den Weg gebracht. Jeweils einstimmig wurde sowohl der Anbau von zwei Garagen an das DRK-Gebäude in Nellingen wie auch die Sanierung des Feuerwehrgebäudes in Ruit beschlossen. Wegen des hohen Sanierungsbedarfs aller vier Feuerwehrgebäude in der Stadt hatte der Gemeinderat 2011 einem Sanierungskonzept zugestimmt. Demnach sind die Feuerwehrhäuser in Kemnat und Nellingen in den Jahren 2013 und 2015 bereits auf einen neuen Stand gebracht worden. Nun steht die grundlegende Sanierung des Feuerwehrgebäudes in Ruit an.

Schwerpunkte dabei sind unter anderem eine energetische Fassadensanierung sowie ein teilweiser Austausch der Fensterelemente. Eine Fahrzeugbox wird in einen Umkleideraum mit der Trennung von Einsatz- und Alltagskleidung umgebaut. Zudem werden die Werkstatt vergrößert und die Haustechnik sowie die Sanitäranlagen erneuert. Im Untergeschoss wird neben dem neu geschaffenen Kommandantenbüro ein kleiner Besprechungsraum eingerichtet. Die Haustechnik muss in den Bereichen Sanitär, Elektro und Lüftung komplett erneuert werden. Außerdem wird eine neue Fahrzeug-Abluftanlage eingebaut. In der Fahrzeughalle wird eine flächendeckende Deckenstrahlheizung eingebaut. Der Umbau startet im Mai dieses Jahres und wird voraussichtlich im April nächsten Jahres fertig werden. Die Bausumme beläuft sich auf rund 1,18 Millionen Euro.

Eine frühere Planung hatte vorgesehen, dass die Feuerwehr in Ruit auch eine neue Garage für ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes erhalten sollte. Von diesen Planungen rückten die Verantwortlichen aber ab. Die DRK-Fahrzeuge werden in Nellingen weiter zentralisiert. Künftig sollen alle DRK-Einsatzfahrzeuge in Nellingen stationiert werden.

Deswegen beschloss der Gemeinderat den Anbau einer Doppelgarage an die Fahrzeughalle in Nellingen. Im Bereich des zu erstellenden Durchgangs entsteht ein Treppenraum. Der wird mit einer zweiten Ebene versehen, so dass der Durchgangsbereich auch als zusätzliche Lagerfläche verwendet werden kann. Weil das Schaummittellager der Feuerwehr unter der Treppenanlage künftig wegfällt, entsteht dort ein zusätzlicher Raum. Der kann auch als Lager verwendet werden. Im Raum darüber wird eine Ersatzfläche für die in Ruit wegfallende Kleiderkammer des DRK entstehen.

Die Stellungnahmen der Fraktionen:

„Die Vorlagen müssen in Zusammenhang gesehen werden. Nur wenn die Sanierung des Feuerwehrhauses kommt, ist es logisch, die Garagen beim DRK zu beschließen“, sagte Werner Schmidt, der Fraktionsvorsitzende der SPD. Die Fraktion schätze seit jeher die wichtige und nicht wegzudenkende Arbeit der Ostfilderner Feuerwehr und habe stets die Fortschreibungen des Feuerwehrbedarfsplans mit der Materialund Fahrzeugbeschaffung unterstützt. Und stets habe die Fraktion betont, dass sie eine dezentrale Stationierung in einzelnen Stadtteilen für sinnvoll und effektiv halte. „Daher stehen wir auch dazu, dass die in die Jahre gekommenen Feuerwehrmagazine nicht nur saniert, sondern auch auf den neuesten Stand gebracht werden, um schon vom Gebäude aus die Einsätze optimieren zu können“, sagte Schmidt.

Nach Kemnat und Nellingen sei nun Ruit an der Reihe. Nachdem sich die Feuerwehr selbst, der Architekt sowie die Verwaltung auf die vorliegende Ausführung der Sanierung geeinigt hätten, trage die Fraktion diese auch mit. Da der Fraktion auch der bisherige Untermieter, das Deutsche Rote Kreuz, am Herzen liege, sei klar, dass ein Ersatz für die Fahrzeugunterbringung geschaffen werden muss. Durch die weitere Zentralisierung in Nellingen entstünden sogar verbesserte Bedingungen, was zu begrüßen sei. Die Finanzierung von zwei Garagen ergebe sich durch Verrechnung mit Einsparungen am Feuerwehrhaus Ruit sowie durch die Eigenbeteiligung des DRK in Höhe von 60.000 Euro. „Dieser Lösung kann also auch von der Finanzseite aus zugestimmt werden.“

„Mit diesen zwei Vorlagen kommt das Feuerwehrhaus in Ruit der Komplettsanierung einen großen Schritt näher“, sagte Petra Hönschel-Gehrung (Freie Wähler). Im Sommer 2011 habe der Gemeinderat beschlossen, die sanierungsbedürftigen Feuerwehrhäuser nacheinander zu sanieren. Nach sechs Jahren stehe nun Ruit zur Sanierung an. In vielen Gesprächen mit der Feuerwehrabteilung Ruit und dem DRK, das ein Nutzungsrecht für ein Fahrzeug in diesem Gebäude habe, sei nach langer Planungsphase die zur Abstimmung vorliegende Variante herausgekommen.

Zwischendurch habe die Feuerwehrabteilung Ruit auch mit einer Aufstockung geliebäugelt, was aber aus Kostengründen relativ schnell verworfen wurde. Die so genannte Schwarz-/Weißtrennung zwischen Zivil- und Dienstkleidung, der Einbau einer neuen Fahrzeug-Abluftanlage und die energetische Sanierung des Gebäudes seien die Schwerpunkte.

„Bereits am Beginn der Planung wurde von uns die Verlegung des DRK-Fahrzeuges angeregt. Zu diesem Zeitpunkt schien dies noch undenkbar“, sagte Hönschel-Gehrung. Dass nun eine Zentralisierung der DRKFahrzeuge in Nellingen stattfinden könne, finde die Zustimmung der Fraktion. „Nach Diskussionen in den Ausschüssen haben wir uns überzeugen lassen, dass die Größe des Anbaus der Doppelgarage in Nellingen sein muss und gleichzeitig eine Raumperspektive für die Zukunft darstellt.“ Nun seien sowohl die Feuerwehrabteilung Ruit als auch das DRK, die beide ehrenamtlich für die Sicherheit der Bürger in Ostfildern tätig seien, für die Zukunft gut gerüstet.

„Wir stimmen einem freiwilligen städtischen Zuschuss für den Bau der Garagen am DRK in Nellingen zu“, sagt Margarete Schick-Häberle, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Das DRK werde auf mehreren Ebenen gewinnen, sowohl mit dem Zuschuss als auch mit der Zentralisierung. Dadurch werde alles effizienter. Durch den Anbau gewinne das DRK noch Lagerfläche hinzu. „Für das DRK ist das eine positive Entwicklung und der Notwendigkeit geschuldet, dass in Ruit Veränderungen anstehen“, sagte Schick-Häberle. Und was die Feuerwehrbelange angehe, werde in Ruit mit der Schwarz-/Weißtrennung, der Erneuerung der Sanitäranlagen und der Einrichtung eines Kommandantenbüros am stärksten investiert. „Das verbessert die Situation für die Feuerwehr sehr.“

„Die CDU-Fraktion freut sich, dass nun nach einiger Verzögerung die Sanierung des Feuerwehrhauses Ruit angegangen wird“, sagte Konrad Rückle. Das Gebäude sei inzwischen 50 Jahre alt und habe deshalb einen hohen Sanierungsbedarf. Außerdem sei per Verordnung eine Schwarz-/Weißtrennung vorgeschrieben worden, sodass separate Umkleidebereiche geschaffen werden müssten. Allein die notwendige Erneuerung der Gebäudetechnik benötige etwa die Hälfte der veranschlagten Baukosten, um auf den heutigen Stand der Technik zu kommen.

Die interne Umgestaltung der Räumlichkeiten sei sinnvoll und nachvollziehbar. „Man muss dabei auch erwähnen, dass durch die konstruktive Zusammenarbeit der Feuerwehrabteilung Ruit mit dem Fachbereich 4 in der Verwaltung eine Bauplanung entwickelt wurde, die sich durchaus kostenbewusst darstellt. Dafür ein besonderer Dank“, sagte Rückle. Nun hoffe die Fraktion, dass die Feuerwehrabteilung Ruit mit Geduld und Gelassenheit die Bauphase überstehe und die Stadt als Geldgeber keine bösen Überraschungen bei der Gewerke-Ausschreibung erleben müsse.

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