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5.4.2018

Tempo 30 auf Hauptstraßen

Grafik: So schnell darf auf Ostfilderns Straßen gefahren werden. Grafik: Stadt Ostfildern

Die Vorgaben aus der Lärmaktionsplanung für Ostfildern sind nun umgesetzt worden. Bei zukünftigen baulichen oder verkehrlichen Änderungen wird die Lärmsituation allerdings neu bewertet.
In den vergangenen Tagen und Wochen haben die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs an mehreren Streckenabschnitten auf den Hauptverkehrsstraßen in den Stadtteilen Tempo-30-Schilder aufgestellt.

Damit werden Maßnahmen umgesetzt, die im Zuge der Lärmaktionsplanung vom Gemeinderat beschlossen und in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Stuttgart nochmals abgestimmt worden sind.

„Eine Reduzierung der Geschwindigkeit ist immer die letzte Möglichkeit, den Lärm einzuschränken“, sagte Andreas Hesse, der Leiter des Sachgebiets Straßenverkehrsrecht im Fachbereich 1 (Bürgerservice). An manchen Stellen im Stadtgebiet sei es aber nicht möglich gewesen, den Lärm in einem absehbaren zeitlichen Rahmen auf andere Weise einzudämmen. Deshalb werden auf bestimmten Streckenabschnitten der Hauptverkehrsstraßen in den Stadtteilen Kemnat, Nellingen, Ruit und Scharnhausen nun Geschwindigkeitsreduzierungen in der Nacht auf Tempo 30 verwirklicht. Dort sind die Anwohner zum Teil von erheblichem Verkehrslärm betroffen. Das haben Berechnungen von Modus Consult, einem Büro für Verkehrsplanung, ergeben.

Einzig in der Stuttgarter und der Kirchheimer Straße wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung tagsüber und nachts angezeigt gewesen, erläuterte Hesse. Dazu hätten aber die Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs Bedenken geäußert, weil sich so die Taktzeiten nicht mehr einhalten ließen. „Das haben wir in die Abwägung mit einbezogen“, erklärte Andreas Hesse. In den Gesprächen mit den Betreibern des öffentlichen Nahverkehrs soll dies thematisiert werden. Damit soll eine Optimierung der Vorhaben erreicht werden, die die Umsetzung von Geschwindigkeitsbegrenzungen auch tagsüber ermöglicht.

Die streckenbezogenen Geschwindigkeitsbegrenzungen werden künftig auch auf Einhaltung überwacht. Dazu werden stationäre Messanlagen angeschafft. Im Zuge künftiger Sanierungsarbeiten wird die Lärmthematik im Rahmen der Möglichkeiten weiterhin berücksichtigt. Es wird auf einen geräuschreduzierenden Straßenbelag – so wie er auf der Nellinger Straße in Scharnhausen bereits realisiert worden ist – gesetzt. „Dadurch sollen sich die Lärmwerte nochmals deutlich verringern“, sagte der Sachgebietsleiter.

Die Planungen zur Erstellung eines Lärmaktionsplans waren im Jahr 2012 gestartet worden. Nach der Erhebung der Lärmwerte wurden verschiedene Maßnahmen ausgearbeitet und dann mit dem Regierungspräsidium abgestimmt und ergänzt.

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