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15.8.2018

Stadtwerke Ostfildern haben die Energiezentrale im Hallenbad Nellingen modernisiert

Foto: Am Bildschirm kann die Fehleranalyse bei der Wärmeversorgung analysiert werden. Foto: Stotz

Eine Energiezentrale im Keller des Hallenbads Nellingen versorgt die Gebäude des Campus und rund 70 private Abnehmer mit Wärme. Nach einem Umbau ist die Anlage auf modernstem Stand.
Die Stadtwerke Ostfildern (SWO) betreiben in Nellingen ein Fernwärmenetz, das auf relativ kleiner Fläche etliche städtische Gebäude versorgt, die gleichzeitig Großverbraucher an Heizenergie sind.

 

So müssen die Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums, des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Riegelhof-Realschule nicht frieren, Badegäste des Nellinger Hallenbads, die Kindergartenkinder sowie die Sportler in den Sporthallen 1 und 2, in der Riegelhofturnhalle und der Jahn-Sporthalle finden eine angenehme Temperatur und warmes Wasser in der Leitung vor. Auch rund 70 weitere, private Abnehmer in der Adlerstraße und der Straße In den Steinen, das Filderhotel, die Technische Akademie und die Bewohner des Hochhauses in der Ernst-Kirchner-Straße werden versorgt.

Für die reibungslose und zuverlässige Versorgung der Verbraucher sorgt seit 40 Jahren eine Energiezentrale im Keller des Hallenbads. Doch die Anlage war in die Jahre gekommen. „Die Technik war veraltet und entsprach längst nicht mehr den zeitgemäßen Standards und Anforderungen, sowohl bei der Heizung selbst als auch bei der Steuer- und Regelungstechnik“, erklärt Karl Zobel, der stellvertretende technische Leiter der SWO.

Ab dem Jahr 2014 packten die SWO deshalb umfangreiche Umbauarbeiten an der Anlage an, die mehrere Jahre in Anspruch nahmen. Ein veralteter Heizkessel, der mit Holzhackschnitzeln betrieben worden war, wurde abgebaut und ein Blockheizkraftwerk installiert. Es folgte der Einbau eines Pufferspeichers mit 80.000 Litern Inhalt, der für einen stabilen Fernwärmebetrieb sorgt. Zusätzlich wurde ein neuer Holzhackschnitzel- Heizkessel eingebaut und in Betrieb genommen.

Ab dem Jahr 2015 wurde, bedingt durch den Einbau der neuen Heiztechnik, das gesamte Rohrleitungssystem in der Energiezentrale umgebaut und modernisiert. „Das war eine Herausforderung, weil es im laufenden Betrieb und teilweise im Winter gemacht werden musste, aber es hat problemlos funktioniert“, erzählt Zobel. Schließlich wurde die Steuer- und Regelungstechnik modernisiert, die Übergabestationen für die Fernwärme an den städtischen und den großen privaten Gebäuden wurden umgebaut. Parallel wurde eine neue Leittechnik aufgebaut. Damit werden sämtliche Funktionen bei der Erzeugung in der Energiezentrale und auch in der Verteilung der Energie an die Verbraucher in Echtzeit an einen Rechner übertragen und können so zentral vom Bürogebäude der SWO aus kontrolliert werden. Sämtliche Abläufe sind dabei in schematischen Bildschirmdarstellungen nachvollziehbar. „Die Fehleranalyse vom Büro aus hat das System wesentlich verbessert, spart Zeit und Geld und funktioniert sogar auf dem Handy“, erläutert Zobel.

Insgesamt haben die SWO in den vergangenen rund drei Jahren mehr als 1,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Energiezentrale investiert. „Das ist ein enormer Aufwand, aber er hat sich gelohnt, weil wir eine umweltfreundliche Energieversorgung leisten wollen“, betont Zobel. Die SWO sähen sich in der Verantwortung, wichtige Beiträge für das Erreichen der Klimaziele der Stadt zu leisten. Für die reine Warmwasserversorgung des Gebiets würde das mit Erdgas befeuerte Blockheizkraftwerk ausreichen. Etwa 80 Prozent der Wärme, die im Versorgungsgebiet benötigt wird, werde jedoch mit Holz produziert. „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, so haben wir einen an sich CO2-neutralen Betrieb“, sagt Zobel. Da dennoch ein ökologischer Fußabdruck hinterlassen werde, solle der so klein wie möglich sein. „Die Hackschnitzel kommen ausschließlich aus Waldproduktion und aus einem Umkreis von 50 Kilometern. Das ist vertraglich festgelegt. Wir wollen nicht, dass das Holz durch die halbe Republik gekarrt wird“, betont Zobel.

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