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21.9.2017

Sorge um Parkplätze und Verkehrsbelastung

Foto: Die Bürgerinformation war gut besucht. Foto: Bail

Verwaltung informiert über den Bebauungsplan Ob der Halde Teil 2 in Scharnhausen.
Bis zu 100 Wohneinheiten sollen am Ortsrand von Scharnhausen gebaut werden. Sorgen bereiten den Bürgern fehlende Parkplätze und der zunehmende Verkehr.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit erläuterten die Baubürgermeisterin Monika Bader, der Stadtplaner Karl-Josef Jansen sowie Stefan Rothe und Tomas Rauscher vom Fachbereich 3 (Planung
und Baurecht) den Bebauungsplan Ob der Halde, Teil 2. Bereits vor einem Jahr hatte die Verwaltung die Bürger über das Bauvorhaben zwischen der Jahnstraße und dem nördlichen Ortsrand von Scharnhausen
informiert. Auf dem etwa zwei  Hektar großen Gebiet Ob der Halde, dem ehemaligen Sportgelände des Turn- und Sportvereins Scharnhausen, wird ein Projekt mit gefördertem Wohnungsbau sowie frei verkäufliche  Wohneinheiten im Verhältnis 70 zu 30 verwirklicht.

Zahlreiche Bürger machten auch dieses Mal von dem Angebot der Stadt Gebrauch und diskutierten im gut gefüllten Raum des Schwäbischen Albvereins in der Alten Schule in Scharnhausen über den zweiten Teil des Bebauungsplans, der den Bereich zwischen dem Ende der Silcherstraße und dem Ende der Ostlandstraße umfasst und sich nahtlos an das Teilgebiet 1 an der Jahnstraße anschließt. Etwa 80 bis 100  Wohneinheiten werden in den beiden Teilen entstehen. Die Bebauungsstruktur gliedert sich in klare Blockbereiche mit unterschiedlichen Wohngebäuden, kleinere Mehrfamilienhäuser und Einzelhäuser sowie Reihen-, Doppel- und sogenannte Kettenhäuser, wie Tomas Rauscher erklärte. Einige viergeschossige Punkthäuser sollen den Nordrand des Quartiers zur Natur markieren. In der Jahnstraße ist ein Quartierstreffpunkt vorgesehen, ebenso wie Spieleinrichtungen für Kinder. Die drei rechtwinklig von der Jahnstraße abzweigenden Erschließungsstiche sind durch Querspangen verbunden und enden in Wendebereichen für Müllfahrzeuge.

Grundsätzlich begrüßten die Teilnehmer des Abends das Bauvorhaben der Stadt. Was vielen Bewohnern allerdings Bauchschmerzen bereitet, sind in ihren Augen zu wenige Parkplätze und eine hohe Verkehrsbelastung. „Wir haben kein Problem mit dem Neubaugebiet, sondern mit der fehlenden Straße“, sagte eine Anwohnerin aus der Nellinger Straße, die den Bau einer zusätzlichen Straße zur Entlastung der bereits jetzt schon stark frequentierten Jahnstraße begrüßen würde. Das allerdings würde laut Jansen das Vorhaben, dessen Fokus auf einer kostengünstigigen Umsetzung liegt, erheblich verteuern. Ein weiterer  Zuhörer sprach von Wartezeiten bis zu zehn Minuten, um morgens von der Jahnstraße in die Nellinger Straße zu gelangen. Die Forderung nach einer Ampel und einer Einbahnregelung wurde laut.

Auch die Parksituation, vor allem in der Bauphase, beschäftigte die Zuhörer. Die Verwaltung rechnet mit partiellen Halteverboten in der Jahn- und Silcherstraße. Die 40 bis 42 öffentlichen Parkplätze, die die Stadt im Zuge des Wohngebiets bauen will, hielten die meisten Zuhörer für entschieden zu wenig. Sowohl Monika Bader als auch Stefan Rothe versicherten den Zuhörern, dass ihre Bedenken und Anregungen in die Beratungen des  Gemeinderats mit einfließen werden.

Auch Fragen zur Stromversorgung und zum Breitbandkabelausbau sowie nach dem zeitlichen Ablauf wurden gestellt. Dazu erläuterte Jansen, dass nach einem Artenschutzgutachten zuerst dort vorkommende Zauneidechsen umgesiedelt werden müssen. Zudem seien kleine Planänderungen notwendig. Frühester Baubeginn wird demnach Sommer oder Herbst kommenden Jahres sein.

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