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Claudia Baumann


Mitglied seit: 14.03.2014
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 03.07.2016 20:08 Uhr
Betreff: Schulkindbetreuung im Scharnhauser Park


Bereits im Juli vergangenen Jahres habe ich auf die unbefriedigende Situation bei der Schulkindbetreuung im Scharnhauser Park hingewiesen.

Damals war bis kurz vor den Sommerferien nicht geklärt, wie und wo die Hortkinder betreut werden können.

Dieses Jahr sind unsere Kinder noch viel stärker betroffen und alle sind in großer Aufregung.

Das Problem ist, dass der Jahrgang 2015/16 ein sehr starker Jahrgang mit sehr vielen Kindern war/ist. Im Schuljahr 2016/17 gibt es wohl wieder 4 Eingangsklassen. Es gehen jedoch eher wenig Viertklässler von der Schule ab.

Nun haben wir haben erfahren, dass die Hortgruppe der jetzigen Erstklässler im kommenden Schuljahr aufgeteilt werden soll. Ein größerer Teil darf wohl in die Räume in der Schule im Park umziehen und ein kleinerer Teil muss im Haus für Kinder verbleiben.

Wir halten dies für eine absolut unzumutbare Lösung. Die Kinder haben im Lauf des ersten Schuljahres Freundschaften in den Klassen und im Hort, auch über den Klassenverband hinaus, geknüpft. Sie sind stolz, nun bald Zweitklässler zu sein und in die Schule im Park umziehen zu dürfen.

Eine Aufteilung bedeutet ein Auseinanderreißen dieser Freundschaften und zudem eine Degradierung in „Gewinner“, die wirklich in die Schule im Park „aufsteigen“, und „Verlierer“, die mit den zukünftigen Erstklässlern als „Kleine“ im Haus für Kinder bleiben müssen. Völlig unverständlich obendrein ist, dass sogar Kinder derselben Klassen getrennt werden sollen. Dies ist pädagogisch mehr als fraglich!

Bei einem „Infoabend mit Austausch“ am 28.6.2016 haben die Eltern nichts erreichen können. Es wurde immer nur darauf hingewiesen, warum unsere Kinder NICHT zusammenleiben können. Es war schnell klar, dass von Seiten der Stadt kein Entgegenkommen zu erwarten ist. Ein Gespräch des Gesamtelternbeirats mit der Stadt am 1.7.2016 hat diesen Eindruck nur noch verstärkt.

Unsere Kinder sind noch bis zur 4. Klasse in der Grundschule im Scharnhauser Park. Wenn nun keine Lösung gefunden wird, stellt sich im nächsten und übernächsten Jahr wieder die Frage der Räumlichkeiten und der Unterbringung.

Die Problematik der hohen Schülerzahlen und der fehlenden Räume ist uns durchaus bewusst. Auch können wir nachvollziehen, dass die Lösung des Problems „Unterbringung und Betreuung der Kinder im Scharnhauser Park“ nicht einfach ist.

Ostfildern ist die Stadt mit den höchsten Kinderbetreuungsgebühren und nicht in der Lage unsere Kinder angemessen unterzubringen und zu betreuen.

Wir müssen erneut feststellen, dass die Stadt Ostfildern wieder einmal ein schlechtes Bild abgibt, was das Thema Kinderfreundlichkeit und Kinderbetreuung angeht.

Sind Ihnen die Belange unserer Kinder wirklich egal?


Moderator


Mitglied seit: 01.01.1970
Wohnort:


geschrieben: 07.07.2016 12:21 Uhr
Betreff: Re: Schulkindbetreuung im Scharnhauser Park


Guten Tag Frau Baumann,

herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Sie haben bereits alle Ihre Positionen und Argumente dargestellt. So kann ich Ihnen nur mitteilen, dass in dieser Sache weitere Gespräche geführt werden.

Freundliche Grüße

Andrea Wangner
Pressereferentin




Claudia Baumann


Mitglied seit: 14.03.2014
Wohnort: Scharnhauser Park


geschrieben: 27.07.2016 11:44 Uhr
Betreff: Re: Schulkindbetreuung im Scharnhauser Park


Ja, es wurden Gespräche geführt. Meiner Meinung nach jedoch nur, um die Eltern ruhig zu halten. Niemals, um tatsächlich eine gute Lösung für unsere Kinder zu finden…

Nun ist es also beschlossene Sache: unsere Kinder werden getrennt.

Das Schlimme daran ist, dass es gar nicht hätte dazu kommen müssen, WENN die Stadt schon vor Jahren aktiv geworden wäre und nach Lösungen gesucht hätte.

Jedes Jahr aufs Neue sind die Verantwortlichen im Rathaus wieder "überrascht" über die Entwicklung der Einwohnerzahlen in den Stadtteilen und - oh Wunder: es werden ja immer mehr Kinder im Scharnhauser Park! Wo kommen die denn alle her?!

Ich frage: was hätte die Stadtverwaltung gemacht, wenn die Schülerzahlen in der Werkrealschule NICHT rückläufig gewesen wäre? Dann nämlich hätte sie schon viel früher reagieren müssen.

Nun wird die Kita Blumenhalle abgerissen - die 15 Jahre lang ein Provisorium (!) war und ein weiteres Wohngebiet entsteht. Was glauben die Planer der Stadtverwaltung wohl, wer da einzieht? Richtig: auch Familien mit Kindern, die einen Betreuungsplatz brauchen.

Jedes Jahr aufs Neue werden Eltern im Ungewissen gelassen, ob, wie und wo ihre Kinder betreut werden.

Jedes Jahr auf Neue wissen die Erzieherinnen und Erzieher bis kurz vor den Sommerferien nicht, wie es weiter geht. Erzieherinnen und Erzieher, die übrigens hervorragende Arbeit leisten und unter dem Unvermögen der Planer im Rathaus ebenso leiden wie Eltern und Kinder.

Wie lange will die Stadt noch die Augen davor verschließen, dass diese Rechnung nicht aufgeht?!

Wie in der Eßlinger Zeitung vom 13.7.2016 zu lesen war, schreibt die Stadt im Haushaltsplan für das Jahr 2016 eine „schwarze Null ohne Luft: 400 Einwohner mehr und dadurch höhere Landeszuwendungen waren ein positiver Faktor“. Wie wäre es, wenn die Verantwortlichen der Stadt Ostfildern diese halbe Million in die Hand nehmen und in die Kinderbetreuung investieren würden?

Für meine Tochter hoffe, ich dass sie und ihre Klassenkameraden nicht als „Randgruppe“ bis zum Ende der Grundschulzeit im Haus für Kinder verbringen müssen!



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