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21.4.2017

Schmetterlingsart braucht besonderen Schutz

Foto: Der Schmettling Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Foto: Waitzmann

Ein Schutzgebiet südlich von Kemnat ist nach der EU-Fauna-Flora-Habitat- Richtlinie (FFH) ausgewiesen. Der Gemeinderat hat einer Stellungnahme zur Auslegung des Managementplans zugestimmt.

„Die Managementpläne sind ein zentrales Instrument dafür, die Schutzziele in den ausgewiesenen Gebieten einzuhalten“, führte die Bürgermeisterin Monika Bader in den Tagesordnungspunkt „Managementplan FFH-Gebiet Filder“ ein. Das Ziel des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 ist die Erhaltung gefährdeter Lebensräume für Tiere und Pflanzen – und damit letztlich die Bewahrung der biologischen Vielfalt in Europa.

Das im Managementplan behandelte Natura-2000-Gebiet setzt sich aus dem FFHGebiet Filder und dem Vogelschutzgebiet „Grienwiesen und Wernauer Baggerseen“ zusammen. Die Stadt ist auf Kemnater Gemarkung mit Teilen des Gebiets Häslachwald in das FFH-Schutzgebiet aufgenommen. Dort werden so genannte magere Flachland-Mähwiesen zusammen mit Feuchtwiesen besonders geschützt, weil sie Lebensstätte des Dunklen Wiesenknopf- Ameisenbläulings sind, einer gefährdeten Schmetterlingsart. Die Streuobstbestände im Schutzgebiet bieten zudem für die Bechsteinfledermaus einen geeigneten Lebensraum. Auch die Waldfledermaus nutzt die Streuobstwiesen zur Jagd.

Bei einer Bestandsaufnahme im Jahr 2014 wurde festgestellt, dass die mageren Flachland-Mähwiesen im Vergleich zu einer Kartierung zehn Jahre zuvor um fast die Hälfte zurückgegangen sind. Die Ursachen dafür wurden in einer zu intensiven Düngung oder einer zu extensiven Nutzung mit einer späten Mahd gesehen.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat nun den Entwurf des Managementplans für das FFH-Gebiet Filder vorgelegt. In dem Managementplan sind Ziele und Maßnahmen erarbeitet worden, wie die bedrohten Arten und ihre Lebensräume erfasst, bewertet und geschützt werden können. Der Planentwurf wurde öffentlich ausgelegt, jetzt besteht die Möglichkeit zur Stellungnahme.

Die Verwaltung hat dem Gemeinderat eine Stellungnahme vorgeschlagen, in der die Stadt die Anstrengungen des Landes, den Naturschutz auf den Fildern zu verbessern, zu Kenntnis nimmt. Eine dauerhafte Umsetzung der im Managementplan beschriebenen Maßnahmen werde nur im Dialog mit den betroffenen Grundstückseigentümern und Landwirten gelingen. Deswegen sollten die Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung sowie zur Weiterentwicklung des Gebiets so weit wie möglich im Einvernehmen mit den Eigentümern und Bewirtschaftern der Grundstücke festgelegt werden.

In der Stellungnahme wird zudem vorgeschlagen, Förderprogramme zu schaffen oder bereits bestehende Programme zu verbessern. Der Gemeinderat stimmte der Stellungnahme einstimmig zu. Für die Umsetzung des Managementplans schlug die Verwaltung den Beitritt in den Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Esslingen vor. Das lehnte der Gemeinderat mehrheitlich ab.

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