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Ehemaliges Königliches Privatgestüt Scharnhausen

Die Gebäude des ehemaligen Königlichen Privatgestüts Scharnhausen befinden sich nur wenige Meter nordwestlich des Schlösschens.

Die einstige "Hofer Mühle" in der Ruiter Str. 64 war seit 1817 Bestandteil des Gestüts. Auf die neue Nutzung weist der gusseiserne Brunnen von 1822 mit dem Motiv eines säu­genden Fohlens hin.

1823 entstand nördlich der alten Mühle ein Stu­tenstall für 22 Mutter­stuten, den Hofbaumeister Giovanni Salucci entworfen hatte. Das alte Gebäude steht heute noch, wenn auch in viel­fach umgebauter Form.

Direkt an der Straße von Scharnhausen nach Ruit be­findet sich ein langgestrecktes, gelb angestrichenes Stallgebäude. Es ist das auffallendste Über­bleibsel des ehemaligen Königlichen Privatgestüts. 1836 wurde dieser 69 Meter langer Stall für 100 Fohlen gebaut.

Die restlichen Stallgebäude sind jüngeren Datums und weisen darauf hin, dass beim Scharnhauser Schlöss­le auch heute noch die Pensions-Pfer­dehaltung zu Hause ist.

Der württembergische König Wilhelm I. begann schon als Kronprinz, das Wildgehege Herzog Carl Eugens durch Grundstückszu­käufe zu erwei­tern, bis das Gelände schließlich 107 Hektar groß war und direkt an die Domäne Weil angrenzte. Der "Scharnhauser Park" war geschaffen.

Um der krisengeschüttelten hei­mi­schen Land­wirtschaft mit neuen Ideen voranzugehen, grün­dete der reform­orientierte König 1817 auf seinen Besitzungen Scharnhausen, Weil und Klein­hohen­heim einen landwirtschaft­lichen Mus­ter­betrieb sowie ein Privat­gestüt. Das Gestüt Scharn­hausen war für die Auf­zucht der Stuten­fohlen zuständig.

Die Zucht von Araberpferden mach­te das Königli­che Privat­gestüt weithin berühmt. Die edlen Tiere zeichneten sich durch Aus­dauer, Leistungsfähigkeit und Tempe­ra­ment aus. Überall bewunderte man die Zuchterfolge, die einen Zu­gewinn an Größe und Knochen­­stärke bei gleich­bleibend hoher Qualität der Araber­pferde er­brachten.

Die Privatgestüte Scharnhausen und Weil gerie­ten in der Weimarer Republik wirtschaftlich immer tie­fer in die roten Zahlen und wurden 1932 schließlich aufgegeben. Die be­rühmte Araberzucht wurde im Haupt- und Landge­stüt Marbach weitergeführt.

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