Emotion Bild
 
23.5.2018

Rainer Lechner für weitere acht Jahre im Amt

Foto: Der Erste Bürgermeister Rainer Lechner (links) erhält Blumen von Oberbürgermeister Christof Bolay. Foto: Wangner

Der Gemeinderat hat den Ersten Bürgermeister Rainer Lechner im Amt bestätigt. 24 von 26 Gemeinderäten wählten den 60-Jährigen. Die neue Amtszeit beginnt Ende Juli und dauert acht Jahre.
„Mit gerade einmal 60 Lebensjahren und guter Gesundheit fühle ich mich zu jung, um aus dem aktiven Arbeitsleben auszuscheiden“, so begründete Lechner seine Bewerbung um eine weitere Amtszeit.

Zudem ist der Erste Bürgermeister nach 40 Arbeitsjahren in der öffentlichen Verwaltung, davon 35 Jahre in Ostfildern und 18 Jahre als Bürgermeister „immer noch von diesem facettenreichen Beruf begeistert“. Ostfildern sei seine Heimatstadt, „deren zukünftige Entwicklung möchte ich gerne an verantwortlicher Stelle noch weiter mitgestalten“. Aus Gesprächen in den Fraktionen durfte der Erste Bürgermeister im vergangenen Herbst positive Signale für eine erneute Kandidatur mitnehmen. Und „die Ergebnisse meiner bisherigen Arbeit wurden von Ihnen durch meine Wiederwahl im Herbst 2009 und die Wahl zum Ersten Beigeordneten im Juli 2010 schon mehrfach gewürdigt“, sagte Lechner in seiner Bewerbungsrede.

In einer weiteren Amtszeit möchte Lechner „noch einige Ziele erreichen und Projekte verwirklichen“. Dazu zählt er die Digitalisierung in der Stadt. Voraussetzung dafür sei ein flächendeckendes Glasfasernetz. Erste Überlegungen und Vorstellungen in der Region, im Landkreis und in der Stadt liegen bereits vor. „Hier könnte sich durch Verlegung und Verpachtung von Leerrohren ein neues Aufgabenfeld für die Stadtwerke Ostfildern auftun.“ Ein weiterer Bereich sind neue Mobilitätskonzepte. „Anstatt Fahrverboten sind Verbesserungen im Personennahverkehr – wie die aktuell diskutierte Tarifreform im VVS-Gebiet –, digitale Parkraummanagement- Systeme, Car-Sharing- Modelle und bessere Rahmenbedingungen für den Radverkehr dringend geboten“, sagte Lechner und verwies auf den Bau des Radwegs an der Breslauer Straße in diesem Jahr. Auch der Fahrradweg auf der Brücke der Ostumfahrung Nellingen sei auf einem guten Weg. Die Stadtwerke würden bis zu den Sommerferien in der Tiefgarage an der Halle und am Parkplatz vor dem Hallenbad Nellingen Ladestationen für Elektrofahrzeuge einrichten. In Nellingen müsse auch die Attraktivität der Tiefgarage an der Halle verbessert werden. „Hier wollen wir klären, ob durch Einbau eines öffentlichen Aufzugs die Barrierefreiheit hergestellt werden könnte.“

Lechner will auch die Modernisierung der Infrastruktur weiter vorantreiben. „Nach Umbau beziehungsweise Generalsanierung der Körschtalhalle, dem KuBinO, den Feuerwehrhäusern und vielen Kindertagesstätten, läuft aktuell die Generalsanierung bei den weiterführenden Schulen – der Realschule und den Gymnasien.“ Im Schulzentrum Nellingen würden in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 47 Millionen Euro investiert.

Bei der Wohnraumversorgung könne beim Verkauf städtischer Grundstücke ein Beitrag für Menschen mit geringem Einkommen geleistet werden. „Unter anderem entstehen auf dem Schillerschulareal Mietwohnungen mit Sozialbindung; im Baugebiet Ob der Halde in Scharnhausen soll bezahlbarer Wohnraum in verschiedenen Formen entstehen. In Kemnat baut die Stadt in der Neidlinger Straße und auf dem Parkplatz an der Sporthalle Wohnraum für die städtische Aufgabenerfüllung der Obdachlosenunterbringung.

Mittelfristig stehe in der Stadt auch die Fortschreibung des Flächennutzungsplans für die nächste Dekade an. „Grundsätzlich ist dann die Frage zu beantworten, ob und wo und in welcher Größenordnung unsere Stadt noch wachsen soll“, sagte Lechner. Es gelte auch zu klären, ob bei einer weiteren Zunahme der Einwohnerzahl die vorhandene städtische Infrastruktur noch ausreichend ist. Auch die Entwicklung des Gewerbegebiets „Unter dem Plieninger Weg“ liegt im Verantwortungsbereich Lechners. „Mein Ziel ist es, auch dieses Projekt in den nächsten fünf Jahren erfolgreich umzusetzen.“

Im Anschluss an die Bewerbungsrede bat Lechner um das Vertrauen der Gemeinderäte. Er wurde in geheimer Wahl mit 26 Ja- und zwei Gegenstimmen zum Ersten Bürgermeister gewählt und verantwortet von 28. Juli an weiterhin die Aufgaben des Ständigen Stellvertreters des Oberbürgermeisters, des Finanz- und Personalbürgermeisters, der Kaufmännischen Werkleitung der Stadtwerke und die Geschäftsführung der Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft Ostfildern.

Zurück zur Übersicht

Direkteinstiege:

Logo


 

Klimaschutz-Ostfildern_CMYK