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Rückblick Manuela Tirler, ewig im Garten Eden

Vom 18. Mai bis 8. Juli 2014

in der Städtischen Galerie:

 

Die KulturRegion Stuttgart lässt 2014 vielfältige Visionen zum Thema „Garten Eden“ Wirklichkeit werden. Vom 16.05.-28.09. erleben Besucher in öffentlichen und privaten Grünanlagen, in Schrebergärten, Dachgärten, Galeriegärten oder bei Urban-Gardening-Initiativen Kunstprojekte aller Sparten. Bürger und Künstler beschäftigen sich mit der Leitfrage „Was ist deine Vorstellung vom Paradies?“ und machen so die kreative Vielfalt der Menschen in der Region erlebbar. Bei 150 Veranstaltungen in 30 Kommunen genießen Besucher Kunst und Kultur in ihrem unmittelbaren Umfeld und entdecken dabei manch neuen „Garten Eden“ der Region.

(Link öffnet neues Fensterwww.kulturregion-stuttgart.de)

 

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Die Vorstellungen des Menschen vom „Paradies“ als Garten und dem Leben darin sind vielfältig und spiegeln menschliche Sehnsüchte, Bedürfnisse und Träume wider. Seit Adam und Eva boten diese Anlass für zahllose künstlerische Darstellungen und Interpretationen. Seit der Aufklärung wird der Paradiesgarten immer mehr einer Urlandschaft gleichgesetzt, einer Welt jenseits der Zivilisation, einem Rückzugsort vom Alltag. Für den ökologisch bewussten Menschen der heutigen Zeit ist das Paradies meist eine ursprüngliche Wildnis, ein Biotop, in dem die durch Kultur und Technik hervorgerufene Entfremdung überwunden scheint.

Manuela Tirlers Kunst-Gärten und Paradieswelten sind ambivalent. Die Anziehungskraft ihrer Skulpturen liegt in der Gegensätzlichkeit ihrer optischen Leichtigkeit und visuellen Reize einerseits, und der Schwere ihres Materials und dessen Herkunft andererseits. Vegetabile, organisch wirkende Verspieltheit und konkrete, pragmatische Verwendung des industriellen Ausgangsmaterials bilden einen spannenden Widerspruch.

Die Ambivalenz von Naturvorgängen – „Baustellen der Natur“ – und der Verarbeitung industriell hergestellter Materialien erzeugen Assoziationen, die zwischen Chaos und Ordnung, zwischen Vertrautheit und Befremdung, zwischen Zufall und Kontrolle, zwischen Natur und Kultur changieren.

Manuela Tirler versteht es, die baulichen Gegebenheiten des Ausstellungsortes in ihr Konzept einzubeziehen, „belagert“ beispielsweise Ecken der Architektur mit bizarr-verästelten Eisengeflechten, die Assoziationen an ein Spinnennetz – ein Wunder der Natur – wecken.

 

Zur Einführung 

 

Öffnungszeiten:

Di, Do 15 - 19 Uhr, Sa 10 - 12 Uhr, So 15 - 18 Uhr

An Feiertagen geschlossen.

Sonderöffnung am Pfingstmontag, 9. Juni von 15 – 18 Uhr.

 
Manuela Tirler

 

1977 geboren in Stuttgart, aufgewachsen in Morristown/ Tennessee und Wiernsheim/ Enzkreis

1998 Freie Kunsthochschule Nürtingen

2002 – 2008 Studium der Freien Bildhauerei/Freien Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Werner Pokorny, Micha Ullman, Markus Ambach und Rainer Ganahl

2007 Studienaufenthalt mit dem Baden-Württemberg- Stipendium in San Francisco, USA

2009 – 2010 Akademiestipendium, d. h. Aufbaustudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

2008 – 2010 Atelierstipendium der Stadt Nürtingen

2010 – 2013 Atelierstipendium des Landkreises Esslingen