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30.11.2017

Ostfildern für Konzepte zur generationengerechten Quartiersentwicklung ausgezeichnet

Foto: Bärbl Mielich (links) und Susanne Volpp. Foto: Sozialministerium

„Kreativität, Innovation und Gestaltungswille“

53 Kommunen im Land sind für ihre Ideen zur Quartiersentwicklung ausgezeichnet worden. Die Stadt erhielt für Konzepte für Nellingen und die Parksiedlung einen Preis von 80.000 Euro.

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha und Staatsekretärin Bärbl Mielich haben bei einer feierlichen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart 53 Kommunen für ihre Ideen und Konzepte zur generationengerechten Quartiersentwicklung mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 2,7 Millionen Euro ausgezeichnet. Zudem gab Lucha bekannt, dass im kommenden Haushalt insgesamt zwölf Millionen Euro für die Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten.“ eingestellt worden seien.

Ostfildern hatte sich mit den Quartiersentwicklungsprozessen in den Stadtteilen Parksiedlung „WiPs – Wir in der Parksiedlung“ und Nellingen beworben. Grundlage bildet der neue Altenhilfeplan „Integrierte Stadtentwicklungsplanung – Gutes Älterwerden in den Stadtteilen Ostfilderns“. Die Stadt erhielt ein Preisgeld von 80.000 Euro.

„Sie haben mit Ihren Bewerbungen einmal mehr bewiesen, wie viel Kreativität, Innovation und Gestaltungswille in den baden-württembergischen Kommunen steckt. Sie haben gezeigt, dass alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung eine Chance für alle Kommunen ist, das Zusammenleben der Generationen neu zu gestalten – in den Ballungsgebieten genauso wie im ländlichen Raum. Diese vorbildliche Arbeit, aber auch Ihren Mut, neue Formen des Miteinanders vor Ort zu erproben, möchten wir mit unserem Preis auszeichnen und sichtbar machen“, sagten Lucha und Mielich. 147 Kommunen aus dem Land hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Ihnen sei eines gemeinsam: Kommune, zivilgesellschaftliche Partner und Bürgerschaft zögen an einem Strang. „Damit sind Sie Vorbilder für andere Kommunen im Land, die sich ebenfalls auf den Weg machen wollen. Wir freuen uns darauf, zu sehen, wie sich Ihre Quartiere in den nächsten Jahren entwickeln“, sagte Mielich.

Quartiere sind soziale Räume, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Die Grenzen eines Quartiers sind somit nicht klar fixiert. Vielmehr ist es ein persönlich-räumlicher Bezugsrahmen, mit dem sich die Menschen identifizieren – das kann ein Straßenzug, eine Nachbarschaft, ein Stadtteil oder ein ganzes Dorf sein.

Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, und Gemeinden zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe für alle dort lebenden Menschen zu ermöglichen. Quartiersentwicklung eröffnet die Chance, das Zusammenleben der Generationen und das Leben im Alter neu zu organisieren und dem steigenden Bedarf an Pflege- und Unterstützungsstrukturen gerecht zu werden. Die Kommune ist dabei als „Motor im Sozialraum“ federführend. Wichtige Partner der federführenden Kommune sind zum Beispiel bürgerschaftliche Initiativen, Sozialunternehmen, Kirchen, lokale Wirtschaft, ÖPNV und Gesundheitsanbieter.

„Wir sind sehr glücklich, sowohl für die erzielten Resultate als auch für die weiterführenden Ideen so hoch ausgezeichnet worden zu sein“, sagte Susanne Volpp, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Familie. „Wir werden das Preisgeld dafür einsetzen, den begonnenen Prozess in der Parksiedlung fortzusetzen, unter anderem durch die Weiterbeschäftigung der Projektleitung. Und wir sind dabei, die Konzepterstellung im Hinblick auf Wohn- und Versorgungsstrukturen älterer Menschen in Nellingen weiter voran zu bringen.“

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