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18.6.2012

Privater Investor baut Kindertagesstätte

Ostfildern erhält eine privat betriebene Kinderkrippe. Ab August 2013 bietet die Klett-Schütte GmbH als Träger im Scharnhauser Park 60 Plätze an. Damit wird ein deutliches Plus an Betreuungsplätzen in der Stadt erreicht.  Die Verträge sind unterschrieben, in Ostfildern kann ein Projekt an den Start gehen, dessen Konzept ein Novum für die Stadt darstellt.

Der Investor Asto Zukunftsimmobilien GmbH aus Grünwald bei München errichtet in der Hellmuth-Hirth-Straße im Scharnhauser Park eine Kinderkrippe für 60 Kinder im Alter bis zu drei Jahren. Die Einrichtung wird von der Klett-Schütte GmbH betrieben, die seit einigen Jahren in Bayern als Träger der „Seepferdchen“-Kinderkrippen aktiv ist und auch in Stuttgart eine Krippe betreibt.

Oberbürgermeister Christof Bolay zeigte sich sehr zufrieden mit dieser Lösung. „Die Einrichtung der Krippe ist ein wichtiger Baustein für unser Ziel, im Jahr 2013 die notwendigen Krippenplätze zu erreichen“, sagte er. Einschließlich der Betreuungsplätze, die bei Tageseltern angeboten werden, stünden mit der Eröffnung der „Seepferdchen“-Kinderkrippe im Scharnhauser Park ab August des kommenden Jahres in Ostfildern etwa 240 Plätze für Kinder im Alter von bis zu drei Jahren zur Verfügung. „Damit können wir wie gefordert eine bedarfsgerechte Anzahl von Betreuungsplätzen anbieten. Das ist ein Meilenstein beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze“, freute sich Bolay.

Wie Bernd Schulte-Middelich, Geschäftsführer des Bauherrn Asto Zukunftsimmobilien GmbH, erläuterte, will die Firma etwa 2,1 Millionen Euro einschließlich der Grundstückskosten in das Projekt investieren. An der Hellmuth-Hirth-Straße soll ein Gebäude mit zwei Obergeschossen entstehen, in dem sechs Gruppen mit jeweils zehn Kindern Platz finden werden. Rings um das Gebäude ist viel Platz für das Spielen und den Aufenthalt im Freien eingeplant, der alte Baumbestand soll erhalten werden. Schulte-Middelich rechnet mit dem ersten Spatenstich im Oktober. „Damit können wir rechtzeitig zum August 2013, wenn der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in Kraft tritt, eröffnen“, stellte er in Aussicht.

„Eine Kinderkrippe ist kein typisches Investorenthema“, sagte Schulte-Middelich. Die Firma verdiene ihr Geld mit Gewerbeimmobilien, „doch Unternehmen haben auch eine soziale Verpflichtung und gesellschaftliche Verantwortung für die Zukunft. Der wollen wir gerecht werden“.Caroline Jäger, Geschäftsführerin des „Seepferdchen“-Trägers Klett-Schütte GmbH, verdeutlichte, dass die neue Kinderkrippe ein integraler Bestandteil des Angebots an Betreuungsplätzen in der Stadt sein werde. „Wir sind keine Edel- oder Luxuskita“, betonte Jäger. Vielmehr sei die Einrichtung als „ganz normale Kinderkrippe mit modernen pädagogischen Ansätzen“ zu betrachten. „Wichtig ist, dass die städtische Gebührenordnung auch für die neue „Seepferdchen“-Krippe gilt“, hob Jäger hervor.

Die 60 Kinder, die das Haus beleben werden, werden zwischen 8 und 18 Uhr in sechs Gruppen betreut, für die jeweils drei Stellen für pädagogisches Fachpersonal geplant sind. Einschließlich des hauswirtschaftlichen Personals würden etwa 25 neue Stellen entstehen, erklärte Jäger. „Wir wollen die Fachkräfte langfristig an uns binden. Die Kontinuität bei den Betreuern hilft auch, dass die Kinder eine gute Bindung an die Einrichtung bekommen und die Krippe ein zweites Zuhause wird“. Ab Oktober wird im Internet eine Adresse bereitgestellt, bei der Eltern ihre Kinder zur „Seepferdchen“-Krippe anmelden können.

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