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23.11.2017

Ein Wohnensemble für Menschen ohne Bleibe

Illustration: Die Wohngebäude werden mit einem offenen Treppenhaus verbunden. Illustration: Jörg Maier

Der Gemeinderat hat den Bau von zwei Wohngebäuden in der Neidlinger Straße in Kemnat beschlossen. Diese werden künftig als Obdachlosenunterkunft genutzt.

Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Jörg Maier aus Ostfildern werden auf dem Gelände der Neidlinger Straße 1 in Kemnat zwei Wohngebäude errichtet, die künftig als Obdachlosenunterkunft genutzt werden. Das dort stehende Gebäude wird abgerissen und durch den Neubau ersetzt. Das hat der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen. Das Budget für das Bauprojekt liegt bei insgesamt 1,2 Millionen Euro. Im Haushalt 2017 wurden bereits 90.000 Euro für die Planungen eingestellt. Im Haushalt 2018 und 2019 sind weitere Zahlungsraten für das Bauprojekt vorgesehen.

Der Architekt sieht für die Unterkunft zwei Baukörper vor, die mit einem offenen Treppenhaus verbunden sind. Das größere Gebäude Nummer 1 wird parallel zur Straße Ob der Wette ausgerichtet und bietet einen fußläufigen Durchgang zwischen dem Neubau und dem bestehenden Gebäude Nummer 3 bis 5, der sich zu einem Innenhof hin öffnet. Der Hauptzugang zu den Gebäuden wird von der Straße Ob der Wette erschlossen. Das Gebäude Nummer 7 sitzt mit einer leichten Erhöhung im hinteren Bereich des Grundstücks.

Die neuen Gebäude umfassen jeweils drei Geschosse. Im Haus Nummer 1 wird pro Geschoss eine Wohneinheit mit drei Zimmern angeboten. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss können die Zimmer mit jeweils 14 Quadratmeter Fläche von zwei Personen belegt werden. Im Dachgeschoss sind die Zimmer mit elf und 13 Quadratmeter kleiner und werden jeweils einfach belegt. Im Gebäude Nummer 1 können maximal 15 Personen untergebracht werden. Im Haus Nummer 7 entsteht pro Geschoss eine Einheit mit einem Doppelzimmer mit einer Fläche von etwa 24 Quadratmetern. Dort können maximal sechs Personen unterkommen. Jede Einheit erhält eine Küchenzeile mit Sitzplätzen, ein Bad mit Dusche und Waschmaschinenanschluss. Die Häuser werden nicht unterkellert, die Haustechnik kommt im Erdgeschoss von Gebäude Nummer 1 unter.

Beide Gebäude werden von einer Heizanlage mit Wärme versorgt, die Wärmeerzeugung erfolgt durch eine Gas-Brennwert- Therme und eine thermische Solaranlage. Die Wärme aus den Kollektoren wird in einem Puffer gespeichert und steht für die Warmwasserbereitung und die Unterstützung der Heizung zur Verfügung.

Die Zugänge und Hofflächen werden mit Betonpflastersteinen belegt. Zudem werden schmale Streifen mit Grünflächen belassen. Für die Nutzung des Gebäudes als Obdachlosenunterkunft ist nur ein Stellplatz notwendig. Auf der Fläche der ehemaligen Garage entlang der Nachbarbebauung werden Fahrradabstellplätze eingerichtet.

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