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Thomas Rumpf


Mitglied seit: 22.01.2006
Wohnort: Parksiedlung


geschrieben: 20.04.2010 20:31 Uhr
Betreff: Neues Villenviertel in der Parksiedlung


Im Zusammenhang mit der Erstellung des Flächennutzungplanes wurde festgelegt (oder zumindest der Wille erklärt), dass die Einwohnerzahl Ostfilderns auf 37.000 begrenzt wird. Da aber allein durch die weiter geplante Aufsiedlung des SchaPa diese Zahl erreicht werden wird, widerspricht ein weiteres Wohngebiet diesem Ziel.

Das Gebiet an der Breslauer Str. bietet zwar eine gute Aussicht ins Neckartal, hat aber den gravierenden Nachteil des Straßenlärms von der stark befahrenen Breslauer Str. und der B10, als auch der Bahnlinie im Neckartal, die im Zuge von Stuttgart 21 besonders nachts noch stärkeren Güterverkehr erwarten lässt. Unter diesen Bedingungen stellt sich die Frage, ob überhaupt eine ausreichendes Interesse potenzieller Bewohner besteht. Gibt es dazu Untersuchungen?

Das Gebiet ist fußläufig so weit von der nächsten Stadtbahnhaltestelle als auch Einzelhändlern wie z. B. Bäckern
entfernt, dass hier mit starkem zusätzlichen Autoverkehr (auch auf der Robert-Koch Str.) zu rechnen ist. Zudem muss das Gebiet durch eine neue Straße erschlossen werden.

Ob diese Planungen dem Leitbild der Stadt hinsichtlich Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit in Zeiten leerer Kassen und absehbar stagnierender Einwohnerzahl entsprechen, ist zumindest zweifelhaft. Warum hier personelle Kapazitäten für die Planung und finanzielle Mittel für einen Wettbewerb, evtl. Grunderwerb und Aufbau der Infrastruktur mit großem Risiko verwendet werden, ist mir unverständlich.

Wieso umfasst der Wettbewerb auch den Neubau des katholischen Gemeindehauses, obwohl hier keinerlei räumliche und sachliche Zusammenhänge erkennbar sind?

Warum renaturiert man das gesamte Gebiet nicht einfach als Grün- oder Waldfläche, was als Stadteingang sicher attraktiver aussehen würde als jegliche "qualitätsvolle" Bebauung?



Georg Hank


Mitglied seit: 14.02.2010
Wohnort: Parksiedlung (ab 1.3.2010)


geschrieben: 04.05.2010 23:59 Uhr
Betreff: Re: Neues Villenviertel in der Parksiedlung


Das "Villenviertel" Parksiedlung Nord-Ost (PNO) wurde ja mit dem Gebiet Stuttgarter Strasse in Ruit getauscht.
In "Zeiten leerer Kassen" wäre die Bewertung dieses Tausches auch unter finanziellen Gesichtspunkten interessant. Nach Zahlung Kaufpreis für Flächen der Fa. Raisch, Anbindung an Strassen-/Strom-/Wasser-/Abwassernetz, den Kosten für Wettbewerb etc. wird für das Projekt PNO schon etwas übrigbleiben. Damit umso mehr übrigbleibt, wird wahrscheinlich doch das Volumen der Wohnbebauung nach oben korrigiert. Von einer mangelnden Nachfrage wg. Lärmbelästigung vom Neckartal ist nicht auszugehen, vielmehr wird aber ein Effekt des Zuzuges aus z.B. Esslinger Stadtgebiet stattfinden. Dieses zusätzliche Bevölkerungswachstum Ostfilderns stand bislang wahrscheinlich in keiner Planung.
Eine zukünftige Bebauung der Stuttgarter Strasse in Ruit hätte wohl insgesamt weniger Kosten für eine Anbindung bedingt, zumal
dort schon Wohnhäuser existieren. Offensichtlich ist aber die finanzielle Verwertbarkeit für PNO besser. (Anm.: Ich bin selbst vor kurzem aus Esslingen zugezogen)


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