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Neuerwerbung des Monats März

Die Lithografie aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigt ein Rindvieh am Rand der Filder mit Blick auf das Königliche Landhaus Weil im Neckartal und die Stadt Esslingen im Hintergrund. König Wilhelm I. hatte 1817 sein Privatgestüt gegründet und dafür die Gestütsteile Scharnhauser Park und Weiler Park errichtet. Das 1818-1820 nach Plänen des Hofbaumeisters Giovanni Salucci im palladianischen Stil entworfene Königliche Landhaus - im Volksmund "Weiler Schlössle" genannt - diente als Aufenthaltsort des Königs im Weiler Park. Es ging hier jedoch nicht nur um die Araberzucht, die in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen feiert. Auch die Etablierung und Züchtung ausländischer Rindviehrassen war dem König ein Anliegen, um die heimische Landwirtschaft zu fördern.

Aus Gründen der Perspektive wurde das Vieh außerhalb des Weiler Parks dargestellt, nämlich auf Ruiter Gemarkung, ungefähr beim Eichenbrunnen in der Nähe des heutigen Krankenhauses. Nur mit diesem Kunstgriff konnte man das Königliche Landhaus und Esslingen aufgereiht im Hintergrund sehen.


Ruit Rindvieh am Eichenbrunnen 19. Jh
 

Das Bild ist nur als Reproduktion im Stadtarchiv vorhanden. Das Repro wurde vom Archiv des Hauses Württemberg in die historische Ausstellung "Wohlstandsträume" bei der Landesgartenschau Ostfildern 2002 eingebracht. Das Original dürfte beim Haus Württemberg sein. Da es eine Lithografie mit ägyptischem Vieh vor dem Scharnhauser Schlösschen von G. Küstner nach Fr. Wagner aus dem Jahr 1827 gibt, könnte es gut sein, dass auch das abgebildete Werk von diesen Künstlern stammt.

 

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