
http://www.ostfildern.de/N_an+der+Halle-p-2878.html

In der Verlängerung der Hindenburgstraße erstreckt sich das Zentrum an der Halle. Bei der Einweihung 1989 war es mit 35 Mio. Mark Baukosten das bis dahin größte Bauprojekt der jungen Stadt. Architekt war der Stuttgarter Sven Kohlhoff.
Architektonischer Mittelpunkt und Namensgeber ist die 68 Meter lange und rund 14 Meter breite offene Halle. Mit ihrem Zollingerdach erinnert sie an die einstigen Wagenhallen der Straßenbahn END.
Kulturelle, soziale und gewerbliche Interessen gehen hier Hand in Hand: Man kauft ein, schlendert über den Wochenmarkt oder sitzt im Café. Volkshochschule, Musikschule und Vereine haben hier genauso ihre Heimat wie der "Treffpunkt" oder betreute Altenwohnungen. Der Gemeinderat verfügt über Sitzungssaal und Fraktionszimmer. Die Bevölkerung ist stolz auf einen professionell ausgestatteten Theatersaal.
Der Straßenbahnverkehr auf den östlichen Fildern
Seit Beginn des 20. Jh. gab es Pläne, die Filder über Schienen an die nahen Städte Stuttgart oder Esslingen anzuschließen. Bei der Anbindung der östlichen Filder an die Stadt Esslingen bestand dringender Handlungsbedarf, denn die vielen Arbeiter aus den Filderdörfern mussten jeden Tag zu Fuß zu ihren Fabriken im Neckartal gehen.
1926 wurde die elektrische Straßenbahn Esslingen-Nellingen-Denkendorf (END) eingeweiht. 1929 erweiterte man die Straßenbahntrasse von Nellingen über Scharnhausen nach Neuhausen. Bereits 1927 zählte man weit über eine Million Fahrgäste. Die Straßenbahn END fuhr auch noch in der Nachkriegszeit auf Erfolgskurs. 1959 sorgten ca. 20 Trieb- und Beiwagen für eine reibungslose Personenbeförderung.
Der ansteigende Indiviualverkehr machte der Straßenbahn den Rang streitig. Die alte END musste dringend saniert werden. Die Gesellschafter freundeten sich immer mehr mit der Aufgabe der Straßenbahn zugunsten des flexibleren Busverkehrs an. 1978 kam gegen den Willen der Stadt Ostfildern das endgültige „Aus“ für die Straßenbahn.