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8.12.2017

Mirandola und Ostfildern feiern ihre 15-jährige Städtepartnerschaft

Foto: Oberbürgermeister Christof Bolay und Bürgermeister Maino Benatti Foto: Giacopelli

Am vergangenen Wochenende waren Besucher aus Mirandola zu Gast in Ostfildern. Sie verbrachten ein Wochenende bei Freunden, das vollgepackt war mit Ausflügen und einer feierlichen Staffelholzübergabe.

An der Halle ging es sehr festlich zu. Das Blockflötenorchester der Musikschule Ostfildern begrüßte die Gäste zur Jubiläumsfeier mit „Allegro“ aus Bläsersinfonie Nummer 3 von Johann Christian Bach. Oberbürgermeister Christof Bolay sprach von einer guten Freundschaft zwischen Mirandola und Ostfildern. Auch deshalb verfolgten die Verwaltung und Bürger Ostfilderns das Ausmaß der katastrophalen Erdbeben mit großem Interesse und Hilfsbereitschaft. Als im Mai 2012 die Erde bebte, wagte der Rathauschef zu sagen, dass er rund 40.000 Euro an die Partnerstadt spenden wolle – also einen Euro pro Bürger. Doch seine Erwartung wurde bei weitem übertroffen. Die Spendenbereitschaft der Ostfilderner war groß und so konnten 150.000 Euro an Mirandola übergeben werden. „Sicherlich eine kleine Summe, angesichts der Schäden“, sagte der Oberbürgermeister. „Aber es war ein Beitrag, der von Herzen kam.“ Auch an den Auftritt des Jugendorchesters aus Mirandola von 2014 im KuBinO erinnerte er, bei dem der ganze Saal tobte. „Ich hoffe noch auf viele weitere Treffen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten“, sagte er.

Bürgermeister Maino Benatti wies darauf hin, dass 2002 „der Pakt der Partnerschaft zwischen Ostfildern und Mirandola unterzeichnet wurde“, die bereits 1988 begonnen hatte. Die bisherigen Erfahrungen der Freundschaft sollten die jüngeren Menschen und Bürgern in der Vorstellung bestärken, dass ein vereintes Europa, die Zukunft sein könne.

„Die große Solidarität die von der Stadt, den Verbänden und Bürgern in Ostfildern zum Ausdruck gebrachte wurde, wird dauerhaft und für immer unseren Bürgern in Erinnerung bleiben“, sagte Benatti zum Erdbeben in der Emilia-Romagna. Doch nicht nur Positives sondern auch Negatives sei in den vergangenen 15 Jahren geschehen, etwa der islamistisch-fundamentalistische Terror und der zunehmende Rassismus. „Wir dürfen Werte der Demokratie und Achtung vor Werten und Menschenrechten, die aus der europäischen Kultur stammen, nicht aufgeben“, sagte er und schloss seine Rede mit den Worten: „Danke für eure Freundschaft. Es lebe Ostfildern, es lebe Mirandola, es lebe Europa!“

Im Anschluss an die Ansprachen spielten zwei Gitarren-Ensembles aus Mirandola und brachten so manchen Kopf zum Nicken und so manchen Fuß zum Wippen. „Bei der Olympiade wird eine Fackel entzündet und an den jeweiligen Austragungsort der Spiele getragen“, sagte der Erste Bürgermeister Rainer Lechner. Aus diesen Fackelläufen soll der heutige Marathonlauf entstanden sein. Eine symbolische Fackel werde beim Staffellauf getragen. Die Regeln des Staffellaufs seien auf die Städtepartnerschaften Ostfilderns übertragen worden. „Wir haben die Idee oder die Vision, dass zwischen unseren Partnerstädten ein europäisches Netzwerk entstehen könnte, partnerschaftliche Verbindungen zwischen allen sechs Partnerstädten untereinander“, sagte er. Deshalb werde seit 2002 bei Partnerschaftsjubiläen das europäische Staffelholz an die Jubilarin – dieses Jahr an Mirandola – übergeben. Von dort aus müsste dann das Staffelholz an die nächste Jubilarin weitergegeben werden.

Zur Übergabe des Europäischen Staffelholzes bat Lechner nicht nur Bürgermeister Benatti auf die Bühne, sondern als Paten für die Staffelholzübergabe auch den Oberbürgermeister Bolay, Anne Plat, die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees für die französische Partnerstadt Montluel, sowie Beatrix von Sury, geschäftsführende Gemeindepräsidentin aus Reinach (Schweiz), Christof Ficon, Bürgermeister aus Bierawa (Polen) und Johannes Drexel, Stadtrat für Kultur und integrativen Wohnungsbau aus Hohenems (Österreich). Den Abschluss des Festabends bildete ein gemeinsames Stück von Gitarristen aus Ostfildern und Mirandola.

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